§ 356 StGB Parteiverrat. Vorwort

 

 

Unter dem Aktenzeichen 851 Ds 263 Js 224834/14 bin ich im Februar 2016 vom Münchner Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Meine Frau Kinga wurde nur zu einer Bewährungsstrafe von 9 Monaten wegen Beihilfe verurteilt… für was überhaupt?

Laut Anklageschrift und Urteil soll ich dem am Boden liegenden Geschädigten im Jahr 2014 derart mit dem beschuhten Fuß ins Gesicht getreten haben, dass dieser einen Jochbeinbruch erlitt und mehrere Tage stationär behandelt werden musste. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung soll mich ich auf den nach wie vor am Boden liegenden Geschädigten stürzen, meine Knie auf dessen Brustkorb drücken und mit beiden Fäusten in das Gesicht des Geschädigten schlagen. Der angebliche Geschädigte hat noch einen Pneumothorax erlitten.

Also eine ganz schlimme Geschichte.

In Deutschland wird nirgendwo so hart geurteilt wie in München. In der bayerischen Landeshauptstadt ist die Justiz besonders hart, wie eine Studie nun beweist [548]. Zum Vergleich: Am Abend des 20. Dezember 2007 kam es in München-Bogenhausen zu einem Vorfall, der in den Medien als Prügelattacke in der Münchner U-Bahn thematisiert wurde [287]. Einer der beiden Täter trat, nach langem Anlauf, das Opfer gegen den Kopf. Anfang Juli 2008 verurteilte die Jugendkammer des Münchner Landgerichtes den Hauptangeklagten dann wegen versuchten Mordes zu zwölf Jahren Haft und den zweiten Angeklagten zu einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren [080].

Das war eigentlich das Gleiche, was wir angeblich gemacht haben bzw. laut der Nebenklage war nämlich weitaus brutaler… U.a. kam ein Messer und ein Stein ins Spiel.

Und meine 18 bzw. 9 Monate auf Bewährung? Es kann ja nicht eine so kleine Strafe geben für eine so schreckliche Sache. Warum eigentlich? Weil das Gericht und die Staatsanwaltschaft, die zu Marionette der korrupten Umstände geworden ist, waren von unserer Unschuld überzeugt, aber gezwungen waren, uns zu verurteilen. Ich weiß, es klingt verrückt und ich kann euch mit Sicherheit sagen, dass es verrückt ist.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Parteiverrat. Es wird Schritt für Schritt dargestellt, wie ein Rechtsanwalt (Mark NIBBE aus München) einen Mandanten (mich) unübersichtlich und zielstrebig durch den Strafprozess geführt, um ihn zu verurteilen.

In der Geschichte steckt eine spektakuläre Machenschaft, die von der Nebenklagevertreterin Rechtsanwältin Julia WEINMANN von der Kanzlei Dr. Klass, Dr. Klüver, Zimpel & Kollegen und meinem ehemaligen Anwalt Mark NIBBE geschmiedet wurde. So entspann sich eine Intrige, die den Kollaps des gesamten Gerichtsverfahrens zur Folge hatte.

Es ist aber ein Verbrechen, einen Menschen eines solchen Verbrechens zu bezichtigen, wenn es nichts stattgefunden hat [101]. Die Geschichte war ganz anders und vielschichtiger als die Nebenklage es darstellt. Wir sehen uns als völlig unschuldig verurteilt.

Mein Vertrauen in die deutsche Exekutive und Justiz und deren Fähigkeit und Willen, meine Familie und mich selbst zu schützen, ist außerdem zu gering. Daher ist meine Devise nun: Öffentlichkeit, ich werde nicht die Schnauze halten. 

Ich entschied mich, ein Buch bzw. eine Arbeit zu schreiben, ähnlich wie Kachelmann oder Wulff, obwohl ich unbekannt bin. Ich bin kein Schriftsteller, höchstens für manche ein Querulant, dazu Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Ich weiß, dass solche Geschichten passieren in Gerichten an der Tagesordnung und natürlich schlimmer noch. Trotzdem: Meiner subjektiven Meinung nach, ich habe eine interessante Geschichte zu bieten.

In unserem Verfahren gab es viel mehr Tricks und Intrigen, als ein Schriftsteller sie sich je ausdenken könnte. Es handelte sich um einen Strafprozess, der trägt kafkaeske Züge und erinnert in seinem grotesken, burlesken und gleichzeitig tragischen Stil zugleich an den Prozess um den Todesfall Rudolf Rupp (Nichts anderes kommt mir in den Sinn). Weil die Täter sich sicher und geschützt fühlten, erlaubten sich die größte Willkür und organisierte Parteilichkeit gegen uns einzusetzen. Weil sie sich wirklich zu sicher fühlten, kam es wie es kommen musste, zu vielen dummen Fehlern, rechtswidrigen Handlungen und leichtfertigen Nachlässigkeiten, die die erfahrene Juristen und Sachverständigen sich bei stärkeren Gegnern niemals leisten dürfen, insb. in der Öffentlichkeit.

Diese Arbeit ist lesenswert und informativ nicht nur für diejenigen, die in ihrem Leben bereits eine schlechte Erfahrung mit den schurkischen Rechtsverdreher und Jurasöldner gemacht haben, aber vor allem für diejenigen, die sich gerade in ähnlicher Lage vor einer Katastrophe befinden – sie werden nach der Lektüre meiner Arbeit wahrscheinlich noch rechtzeitig die Kurve kriegen und ohne weiteren Schaden die Entwicklung mitbestimmen.

Die Arbeit ist chronologisch aufgebaut, derzeit in 23 Kapitel gegliedert und entwirft den typischen Ablauf des Strafverfahrens. Dadurch soll eine inhaltliche Tiefe über Akteure und Ereignisse erreicht werden.

Ich lade Sie zum Lesen ein.

Alexander Klotzman

 

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