Kapitel 7: Anklage. Angebliche Auswertung von DNA-Spuren

Zwischenverfahren. Mark Nibbes Drohung mit der U-Haft zur Erzwingung des falschen Geständnisses

 

„Mit seinen Spezies pokert er auch ab und zu. Und er führt die Kanzlei sehr erfolgreich [301].“ – Bodo Bernd Nibbe

In diesem Kapitel beschäftige ich mich vor allem mit den Ereignissen, die im Zeitraum zwischen dem Erhalt der Anklageschrift am 22.08.2015 und der ersten Drohung mit dem Gefängnis zur Erzwingung des falschen Geständnisses am 09.11.2015 stattgefunden haben.

Nach Ablieferung meines Schreibens bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei (Siehe Abschnitt 6.4), die Nebenklage und der Parteiverräter Mark NIBBE fürchteten sich vor der gerichtlichen Hauptverhandlung. Der Parteiverräter NIBBE sabotierte mutwillig meine sämtlichen Bemühungen und Strategien wo und wie immer es nur möglich war (Siehe Abb. 7.1). Schließlich wollte er von mir vor der Hauptverhandlung ein falsches Geständnis erpressen, um der Gegnerseite einen schweren Prozess zu ersparen (Siehe Abschnitt 7.14).

Mark Nibbe Franz J. Erlmeier Rechtsmedizin

Abb. 7.1:         Mark Nibbes rechtswidrige Handlungen zum Nachteil des Mandanten vom 23. August bis 13. November 2015

7.1       Die Anklageschrift vom 14.08.2015, Az: 851 Ds 224834/14.

So, jetzt geht wirklich los. Am Samstag den 19.08.2015 haben wir Beide die Anklageschrift erhalten. Erschüttert und gelähmt von Angst saßen wir und starrten entgeistert das Stück Papier zwischen unseren Händen an.

Nun also doch: Die StA klagte uns vor dem Amtsgericht München wegen gefährlicher Körperverletzung an. Es war mir weniger schmerzlich, dass ich angeklagt wurde, nun ja, so kam es dann, dass meine Frau wegen gefährlicher KV angeklagt wurde. Es kam dennoch zur Anklage durch die StA. Unerträglich. Unmenschlich. Mir war klar, dass die kommenden Monate für uns psychisch noch schwieriger auszuhalten sein würden als die vergangene.

7.1.1    Text der Anklageschrift.

Kein Wort der von der StAin HILDEBRANDT geschriebenen Anklage traf zu. Die StA ist nun fast vollständig auf die Seite der Ehemenschen SMALUCH gerückt. Ihre Aussagen die gegen uns gemacht worden waren, wurden auf Plausibilität sowie auf Widersprüchlichkeiten nicht ansatzweise geprüft. StAin HILDEBRANDT blieb hart, faul und phantasielos bei Frau SMALUCHs Beschuldigungen, die sie bereits bei der Polizei und Kripo vorgetragen hatte. Die Anklageschrift vom 14.08.2015 (Siehe Unterlage 095)  beinhaltete eigentlich nichts anderes als die sture Wiederholung der schriftlichen Zusammenfassung des Vorfalls durch Frau Grazyna SMALUCH, die der Kripo am 01.12.2014, zwei Wochen nach der Auseinandersetzung in der Tiefgarage übergeben wurde (Siehe Unterlage 086A). Deren unkommentierte Übernahme in die Anklageschrift war auch für die StA bequem, weil es sich dann nicht mehr die Mühe machen musste, eine eigene Einschätzung vorzunehmen.

Die Informationen, die uns entlasteten (Siehe Kapitel 3, Abschnitt 5.7.4, 6.4 und 16.2.8), wurden systematisch aussortiert. Das heißt: die Absurditäten die zu Erwartungen über den Hergang des angeblichen Verbrechens passten, wurden zu „Indizien und Beweisen“, aber alles was passte zu normalen Lauf der Dinge, wurde nicht berücksichtig.

Doch richtig Angst machte erst ein Blick in das „Ergebnis der Ermittlungen“. Die Auswertung der Tonaufnahme konnte nämlich nicht bestätigen, dass die Auseinandersetzung nicht von uns, sondern vom angeblichen Geschädigten Roman SMALUCH und dessen Frau Grazyna ausgegangen war. Angeblich vielmehr ist auf den Aufnahmen zu hören, dass die Aggressionen von uns ausgingen. Wie sich später zeigte, man hat die Tonaufnahme nicht fälschen können, deshalb hat man deren Übersetzung gefälscht (Siehe Kapitel 8).

7.1.2    Korrupter Staatsanwalt. Anweisung von „oben“.

Das Mädchen aus einem sozialen Netzwerk [075] Kristina HILDEBRANDT, das gerade 10 oder 11 Wochen als Staatsanwältin tätig war, ohne Berufserfahrung und ohne Praxisrelevanz und praktische Qualifikationen erhob die öffentliche Klage und beantragte das Hauptverfahren zu eröffnen. Berufsanfängerfehler? Aber nein! Dahinter steckt ein System: Berufsanfänger werden bei der Staatsanwaltschaft nicht alleingelassen [246]. Ein befangener Entscheidungsträger steckt dahinten, er will versteckt bleiben, natürlich. Er benutzte sie schamlos wie ein ahnungsloses Dienstmädchen ärmeren bäuerlichen oder kleinbürgerlichen Schichten. Bitte nicht falsch verstehen: Es ist als Beleidigung für die StAin HILDEBRANDT gemeint. Wir fragen uns nur, wer steckt dahinter? Mit der Zeit werden wir erfahren.

7.1.3    Rechtsanwaltskanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen und Staatsanwaltschaft München stellt eine Falle: „Atypische Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem“.

In der Anklageschrift ist mir zur Last gelegte Delikt als „Atypische Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem unerkannt geblieben. Es wurde so geschrieben, dass dachte ich eigentlich, dass das „Mediastinalemphysem“ z.B. das zu den zahlreichen Schädelknochen gehört [267]. Ich wusste nicht mal, wie sie auf Lateinisch genannt werden. Es interessierte mich nicht, fürchtete keine Tücke. So ich dachte eigentlich bis Februar 2017 bis ich „Mediastinalemphysem“ bei Google eingetippt habe. Google hat am 21.02.2017 gezeigt: Die exotische Bezeichnung „Mediastinalemphysem“ brachte nur 8.740 Ergebnisse, stattdessen „Pneumothorax“ 2.770.000. Das Mediastinalemphysem musste unentdeckt bleiben. Vorerst, bis zur Hauptverhandlung (Siehe Abschnitt 16.8).  

Der Pneumothorax spielte für mich keine Rolle. Absolut keine. Auf das Knien auf dem Brustkorb war Frau SMALUCH in ihrer Zeugenvernehmung direkt nach der Auseinandersetzung am 13.11.2014 mit keiner einzigen Silbe eingegangen (Siehe Unterlage 086, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 11). Während der Vernehmung am 01.12.2014 hat Herr SMALUCH behauptet; während ich meine Knie auf seinen Brustkorbs gedrückt, hatte ich mit beiden Fäusten gegen sein Gesicht getrommelt – gerade diese Lüge mit Faustschlägen war für mich viel wichtiger. Was ich später bemerkt habe, Roman hat sich überhaupt nicht beschwert, dass er unter mir gelegen und deswegen Probleme mit dem Atmen gehabt hatte.

Kriminalkommissar Maier, der die Ermittlungen in diesem Fall geleitetet hatte, hatte am 08.12.2014 den Roman SMALUCHs Entlastungsbericht des Klinikums rechts der Isar gesehen, aber kein Pneumothorax bzw. „Mediastinalemphysem“ festgestellt (Siehe Unterlage 084, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 4). Während der Kripovernehmung am 01.12.2014, Roman SMALUCH hatte lediglich erwähnt, dass ich „auf jeden Fall“ mich auf ihn gestürzt und meine Knie auf seinen Brustkorbs gedrückt (Siehe Unterlage 088, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 26). Es konnte nur eine Erklärung geben: Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen stellte schon 01.12.2014 die Falle, in die wir erst am 21.02.2016 hineintappten (Siehe Abschnitt 21.5).

Ich frage mich heute: Wie viele Unschuldige haben angeblich kniend auf dem Brustkorb gesessen und danach durch die Drohung mit dem Gefängnis zu einem falschen Geständnis gedrängt wurden?

Von meinem „Verteidiger“ Mark NIBBE habe ich selbstverständlich weder eine Erklärung um was für ein Delikt es sich handelte, noch Zugang zu dem ärztlichen Untersuchungsbericht von Roman SMALUCH bekommen (Siehe Abschnitt 6.3 und 7.5).

7.2       Mein zweites Schreiben an Staatsanwaltschaft vom 22.08.2015.

Wir waren der Meinung, dass die Vorwürfe gegen Hauptopfer Kinga waren derart absurd, dass sich kein Staatsanwalt so recht an eine Anklage gegen sie wagen wird, insb. nach allem, was sie erlebt hatte (Siehe Abschnitt 6.9). Wir irrten uns gewaltig. Nun war sie Angeklagte.

Egal, ob mich RAin Julia WEINMANN  und RA Mark NIBBE, oder vielleicht die StA für verrückt oder einen gefährlichen Querulanten hält, ich wollte aber nur den Super-GAU vermeiden. Ich wollte die StA auf das Eigentor hinweisen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es kein Fehler war. Sie wollten uns sowieso verurteilen lassen. Die ersten Handlungen und Unterlassungen unternommen waren (Siehe Abschnitt 6.2, 6.3 und 6.6) noch bevor ich das erste Schreiben an die StA geschrieben hatte (Siehe Abschnitt 6.4). Diese beleidigende Unterstellungen (Siehe Abschnitt 6.5.4, 6.5.5, 13.2 und 14.3) dienen die Opfer gefügig zu bekommen und später über den Tisch zu ziehen. Ich glaube, diese Unterstellungen können die Degeneration der Täter erklären, aber mit Tatsachen haben sie wirklich nichts zu tun.

Sie wollten uns erniedrigen. Ich kann jedem unschuldigen Mensch nur raten, dasselbe zu tun. Ich nutzte alle Möglichkeiten, über die ich als einfacher Mensch verfügte, um das Missverständnis zu beseitigen. Damals klappte es nicht. Heute? Heute ist es ein Beweis.

Man muss sich das vorstellen: Die Anklage gegen die Mutter, die die Täterin SMALUCH wegen der Drohungen angesprochen hatte und dann von ihrem Ehemann Roman SMALUCH auch noch geschlagen war, war absurd und menschenrechtswidrig. Dagegen sprach insbesondere, dass die Drohungen mit der Anwendung körperlicher Gewalt die Frau SMALUCH gegen meine gesamte Familie ausgesprochen hatte – waren wiederholte Drohungen, die schon früher, im Jahr 2013 einmal in die schreckliche Tat umgesetzt wurden (Siehe Abschnitt 1.1.7). Und man muss wissen: PI 25 unter SCHLÜTERs Führung verweigerte uns jegliche Hilfe. D.h. wir konnten nicht anders handeln, als die Stalkerin am 13.11.2014 ansprechen. Und jetzt? So, was sollen wir jetzt machen? NIBBE wollte uns nicht helfen.

Also musste ich diese ganze Scheiße noch mal aufwärmen: Unterlage 91A.

Wir erstatteten Strafanzeige gegen die Frau Grazyna SMALUCH u.a. wegen  Nachstellung im Zeitraum 2011 – 2015 (Siehe Kapitel 1) und wegen Bedrohung vom 07.11.2014 und 10.11.2014 (Siehe Abschnitt 1.2.3). Im unseren Schreiben (Siehe Unterlage 91A) wurden auf über 70 Seiten schwere Vorwürfe gegen sämtliche am unseren Fall in den Jahren 2011 bis 2013 beteiligte Behörden erhoben.

Wir erstatten auch Strafanzeige wegen Nötigung (Siehe Abschnitt 1.1.4) gegen Herrn PHM Axel SCHLÜTER.

Nochmals zur Erinnerung: Im Dezember 2011 hatten wir bei der Polizeiwache 25 schriftliche Strafanzeige gegen Frau SMALUCH wegen Bedrohung erstattet. Sie hatte meine Frau mit der Anwendung von Gewalt seitens Herrn Siegfried VOGT bedroht, weil wir unsere Wohnung nicht verlassen wollten. Der rassistische Westfale PHM Axel SCHLÜTER hat mich/uns zur Rücknahme dieser Strafanzeige erpresserisch genötigt und mit Zwangsräumung gedroht (Siehe Abschnitt 1.1.4). Dabei hatte er mich so dermaßen rassistisch behandelt, dass nach dieser psychischen und menschenunwürdigen Misshandlung, hatte ich mich nie getraut, in die Polizeiinspektion 25 gehen und z.B. die Strafanzeige erstatten.

Die Folgen waren katastrophal; am 15.04.2014, angestiftet durch Frau Grazyna SMALUCH hatte Siegfried VOGT meine Ehefrau Kinga ohne Rücksicht auf ihren Babybauch brutal an die Wand geschubst, so das sie auf den Boden gefallen war und eine Frühgeburt gehabt hatte (Siehe Abschnitt 1.1.7), dann eineinhalb Jahr später, aus demselben Anlass (Siehe Abschnitt 1.2.3), kam es u.a. kam es zur Auseinandersetzung in der Tiefgarage (Siehe Kapitel 2).

7.3       E-Mail an den Anwalt Mark Nibbe vom 23. August 2015. Bitte um Gewährung der Akteneinsicht.

Am Sonntag den 23.08.2015, schrieb ich eine E-Mail an den RA NIBBE (Siehe Unterlage 151). Ich informierte ihn über die Anklageschrift vom 14.08.2015… Ich bat ihn um die Gewährung vollständiger Akteneinsicht insb. die Fotos von Herrn Roman SMALUCH. Kernsatz: „Wir bitten Sie herzlich um die gesamte Akteneinsicht, die wir noch nicht bekommen haben. Bis jetzt bekamen die Seiten von 4 bis 9, 11, 13, 15, 23-29, 33 bis 35. Wir und eigentlich ich bitte Sie sehr herzlich ausnahmenlos uns zusenden per Mail oder per Post.“ und „Ich bitte Sie um Zusendung des Roman SMALUCHs Foto aus der Tiefgarage, am besten gescannt per Mail.“ Diese E-Mail vom 23.08.2015 beweist, dass ich u.a. kein  polizeiliches Foto mit Würgespuren am meinen Hals zur Verfügung bekommen hatte (Siehe Abschnitt 6.3). Ich erklärte dem Anwalt NIBBE, dass wir uns für den Wahlverteidiger RA Franz J. Erlmeier entscheiden werden, weil es bestehen viele Vorurteile, was einen Pflichtverteidiger anbetrifft (Siehe Abschnitt 6.9). Der entscheidende Grund: Das war fast ganz allein die Entscheidung meiner Frau Kinga. Ich fragte NIBBE aber, ob er einen anderen Wahlverteidiger empfehlen könnte.

7.4       Beauftragung des Anwalts Franz J. Erlmeier.

Ich war mir bewusst, dass das Vorhaben teuer sein könnte. Ich rief am 24.08.2015 den Anwalt Erlmeier an und fragte zu welchen Konditionen arbeitet er. Wie sich gezeigt hat, entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung, die RA Mark NIBBE geäußert hatte (Siehe Abschnitt 6.9). Ich erzählte Erlmeier, worum es eigentlich geht und sagte ihm gleich, dass wir völlig unschuldig sind. Danach schrieb ich NIBBE eine E-Mail und teilte mit, dass ich den Kontakt mit RA Erlmeier aufgenommen habe.

7.5       Telefongespräch mit dem Anwalt Mark Nibbe vom 24.08.2015.

Am Montag den 24.08.2015, rief NIBBE mich an. Er war überrascht, dass meine Frau Kinga angeklagt wurde… Er dachte nämlich, dass ich und Herr SMALUCH angeklagt werden… Ich bat ihn erneut um die Gewährung vollständiger Akteneinsicht. NIBBE wusste, dass ich die alte Akteneinsicht gemeint habe, aber behauptete, es gibt nichts neues mehr. Ich wünschte mir noch Roman SMALUCHs Krankenunterlagen, aber NIBBE wimmelte mich ab, in dem er sagte, dass Herr SMALUCH hatte keine Erlaubnis dafür erteilt. Verdächtig. Ich konnte mich nicht durchsetzen. NIBBE teilte mir mit, dass er erneut Akteneinsicht beantragen wird. Er tat es am 25.08.2015, aber danach bekam ich nur die gefälschte Übersetzung der Tonaufnahme von Marta RUMEL-ELFIKY (Siehe Abschnitt 7.7), die er sowieso liefern musste. Was sich sonst hinter meinem Rücken abspielte, bis heute weiß ich nicht genau.

Am Ende des Telefongesprächs haben wir uns verständigt, dass er den Anwalt Erlmeier kontaktieren wird und einen Termin zu einer gemeinsamen Besprechung vereinbaren. Der Termin fand am 14.10.2015 in seinen Kanzleiräumen in der Ernsbergerstr. 5a, München-Pasing statt. Was ich damals nicht ahnte: Dieser Termin endete in einem Desaster (Siehe Abschnitt 7.9).

7.6       E-Mail an den Anwalt Mark Nibbe vom 31. August 2015. Bitte um Beauftragung des medizinischen Sachverständigen.

Wir wollten einen medizinischen Sachverständigen beauftragen, der die Sache genau unter die Lupe nimmt und feststellen soll, ob der „Geschädigte“ Roman SMALUCH uns vorsätzlich und böswillig eine strafbare Handlung – brutale Fußtritte u.a. gegen den Kopf unterstellt hatte. Ich habe bei der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der LMU München angerufen und mich erkundigt und die haben mir gesagt, dass sie erstellen sowohl Gutachten im Gerichts- als auch im Privatauftrag. Außerdem: Im Kliniksekretariat sagten die mir noch, dass ein mandatierter Rechtsanwalt soll sich bei ihnen melden.

Am 31.08.2015, schrieb ich eine E-Mail an den RA NIBBE und bat um Beauftragung des medizinischen Sachverständigen (Siehe Unterlage 152). Was wir aber jetzt wissen: Wir brauchten damals unbedingt einen medizinischen Sachverständigen allein schon wegen der Erläuterung was das ist: „Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem“ (Siehe Abschnitt 7.1.3). Der Prozess ging verloren, u.a. deshalb, weil kein medizinischer Sachverständige beauftragt wurde. Wir, d.h. ich und meine Frau wurden mit dem „Mediastinalemphysem“ völlig überrascht und unvorbereitet (Siehe Abschnitt 16.8).

Am 31.08.2015 telefonierte ich mit dem Anwalt NIBBE, aber er meinte, dass ich auf Akteneinsicht warten soll. Und das dauerte (Siehe Unterlage 153). Und dauerte, stattdessen waren andere Probleme aufgetaucht (Siehe Abschnitt 7.7), mit denen wir uns herumschlagen mussten.

7.7       Gefälschte Übersetzung der Tonträgeraufnahme: Bitte um Beauftragung der vereidigten Dolmetscherin Agnieszka Miller.   

Am 05.10.2015 hat uns die Kanzlei NIBBE eine Kopie der Übersetzung der Tonbandaufnahmen übersendet (Siehe Unterlage 97, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.180-181). Die Übersetzung wurde so manipuliert, dass der Eindruck entstand, die Aggressionen von uns ausgegangen waren (Siehe Abschnitt 8.5). Die Fälschung der Übersetzung wird im nächsten Kapitel beschrieben (Siehe Kapitel 8). Fassungslosigkeit, nackte Wut, Rachegedanke und Empörung mischten sich. Ich wollte mit NIBBE sofort über die Fälschung reden, aber eine Auszubildende in seiner Rechtsanwaltskanzlei, Frau Lisa Reinhardt sagte mir, dass RA Mark NIBBE erst nächste Woche kommt und alles am 14.10.2015 besprochen wird.

Wir sind erneut das Opfer einer Straftat geworden (Siehe Kapitel 8). Ich wollte einen vereidigten Dolmetscher beauftragen und habe mit der Dolmetscherin Agnieszka Miller, Kontakt aufgenommen. Sie sollte beweisen, dass die körperliche Auseinandersetzung nicht von uns, sondern vom angeblichen Geschädigten Roman SMALUCH ausgegangen war. Frau Miller ist wahrscheinlich die erste Adresse in München wenn es geht um professionelle Übersetzungen aus polnisch in die deutsche Sprache und umgekehrt. Wir kennen sie schon sehr lange, im Jahr 2007 hat meine Frau Kinga bzw. haben wir erstmals ihre Dienstleistung in Anspruch genommen. Sie war u.a. bei der Anmeldung zur Eheschließung als auch bei der eigentlichen standesamtlichen Trauung anwesend, der Standesbeamte in Pasing hatte sicherstellen müssen, dass Kinga alle Inhalte sowie die rechtlichen Aspekte vollständig versteht. Wir waren mit ihrer Dienstleistung immer sehr zufrieden, sie war nicht nur ziemlich schnell, aber auch sehr, sehr genau. Ich erklärte ihr, worum es diesmal ging. Auch diesmal hat Frau Miller uns sehr höflich Hilfe zugesagt.

Am 06.10.2015 habe ich erneut eine E-Mail an den RA NIBBE geschrieben und bat um Beauftragung der vereidigten Dolmetscherin, Frau Miller. Dabei analysierte ich die ganze Fälschung wies ihn auf die zielorientierte Vortäuschung, Vertuschung und Verleumdung hin (Siehe Unterlage 154).

7.8       Gefälschte Übersetzung der Tonträgeraufnahme: Telefonat vom 12.10.2015. Androhung einer psychiatrischen Untersuchung im Fall des Vorwurfs der Befangenheit.

Am 12.10.2015 rief mich RA Mark NIBBE an, er wollte eigentlich noch mal wissen, ob wir den Termin einhalten können und ob es weitere Fragen gäbe. Ich fragte ihn noch mal, ob ich meine Frau Kinga mitnehmen muss, weil sie mangels ausreichender Deutschkenntnisse dem komplizierten Gespräch nicht folgen kann. Ich erklärte NIBBE, dass wir keine Unterbringungsmöglichkeit für unsere sehr kleinen Kinder; 1 und 2,5 Jahre haben und meine Frau Kinga wird sich wohler fühlen, wenn sie zu Hause mit Kindern bleiben würde. Ich versicherte ihm, dass ich keine Geheimnisse vor ihr habe. Also wird alles, was besprochen wird auch übertragen. RA NIBBE erwiderte mir, dass ich soll meine Frau auf Wunsch des Anwalts Erlmeier zu dem Besprechungstermin mitbringen. Es war natürlich logisch, dass RA  Erlmeier seine Mandantin sehen wollte. NIBBE erlaubte uns unsere Kinder mitbringen. 

Im zweiten Teil des Gesprächs habe ich darauf hingewiesen, dass die Übersetzung der Tonträgeraufnahme bewusst dreist manipuliert worden war, um die offenbar gewünschte Anklage zu erzielen. Ich wollte in die Details gehen, aber NIBBE sagte, dass er die Übersetzung überhaupt nicht beurteilen kann, weil er die polnische Sprache nicht versteht. Stattdessen hatte er einen „guten“ Rat für mich. Wenn die Vorwürfe gegen den beauftragten „Experten“ der Staatsanwaltschaft erhoben werden, die StA kann darauf mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. Ich antwortete ihm, ich will die StA auf die unwiderlegbaren Tatsache hinweisen und keine Unterstellungen machen. Was sind entsprechende Maßnahmen, fragte ich ihn leicht verwundert. NIBBE erwiderte mir, dass der zuständige Richter lässt mich u.a. auf Verlangen der StA und Gegenpartei (Siehe Abschnitt 6.5.5) psychiatrisch untersuchen und vielleicht behandeln lässt.

Diese kriminelle Einschüchterung hatte den Zweck, mich mundtot zu machen, um ungehindert den Tatplan zu einem Ende führen zu können. Ich beschwerte mich bei der StA über die Fälschung nicht. Ich hatte einfach Angst, dass ich enden würde wie Mollath.

7.9       Gemeinsame Besprechung am 14.10.2015. Termin mit dem Anwalt Franz J. Erlmeier in der Kanzlei Nibbe in München Pasing. Die Folgen.

Mit unserer selbstbewussten Entscheidung den Wahlverteidiger beauftragen (Siehe Abschnitt 7.4), haben wir es dem RA Mark NIBBE und der Nebenklagevertreterin RAin Julia WEINMANN ja auch nicht gerade leicht gemacht. Sie mussten handeln, um Schlimmeres zu verhindern und es ging nicht nur um die Ehemenschen SMALUCH. Ich glaube, die RAe NIBBE und WEINMANN waren zu sehr in rechtswidrige und parteiverräterische Aktivitäten verwickelt, um einfach aus eigenem destruktiven Verhalten und Denk- und Handlungsstrukturen aussteigen zu können (Siehe Abschnitt 6.3 und Kapitel 8). Den Gaunern blieb es nichts übrig als uns bei dem RA Franz J. Erlmeier in einem schlechten Licht zu stellen (Siehe Abschnitt 7.10).

7.9.1    Anfang der gemeinsamen Besprechung. RA Franz J. Erlmeiers Verspätung.

Wir kamen pünktlich um 14:00 zur Besprechung an. Und wir haben auch unsere kleinsten Kinder mitgeschleppt. Unsere Rollen waren verteilt, ich war derjenige der gut Deutsch konnte und reden sollte, meine Frau Kinga war für die Betreuung zweier Kinder zuständig. Ihren Pflichten kam sie überdurchschnittlich gut nach. Die Beide waren relativ sehr leise. NIBBE öffnete uns die Tür und wie es seine Art war, begrüßte uns mit oberflächlicher Freundlichkeit [283] sehr herzlich und bat uns ins Kabinett. Aber Kinga merkte, dass seine Angestellte, die Rechtsfachwirtin Anja Reinhardt sehr zurückhaltend wirkte und mit angespanntem nahezu feindlichem Gesichtsausdruck ihre Stücke spielte. Auch die Mark NIBBEs Ehefrau; Ute NIBBE, gab mir einen Blick, als sei ich irgendein Ungeziefer. Woran das wohl lag? Wir machten uns damals darüber keine Gedanken.

Während des Wartens auf Herrn RA Erlmeier, redete ich mit dem RA NIBBE. Ich erzählte ihm, dass Kontaktverbot (Siehe Abschnitt 6.5.1) wirkt, Frau SMALUCH ließ meine Ehefrau Kinga ab April 2014 einigermaßen in Ruhe. Während des gesamten Gesprächs, man merkte NIBBE deutlich an, dass er sich gerade von einer schweren Erkrankung erholte. Er hatte ein paar Kilo zugenommen, seit wir ihn das letzte Mal gesehen hatten (Siehe Abschnitt 5.5). Seine Augen waren sehr trüb und glanzlos durch die Erschöpfung.  NIBBE wirkte müde und antriebslos, so sehr, dass ich streckenweise nicht mal sicher war, ob er wusste was gerade um ihn herum passierte.

Ich bat ihn erneut um die Gewährung vollständiger Akteneinsicht insb. die Fotos von Herrn Roman SMALUCH. Von mir gewünschte Akteneinsicht bekam ich nicht, stattdessen NIBBE zeigte mir die polizeilichen und selbstgemachten Fotos mit dem stark geschwollenen Auge von Herrn SMALUCH.

Ich sagte ihm, dass wir möchten einen medizinischen Sachverständigen der LMU und  die vereidigte Dolmetscherin Agnieszka Miller beauftragen. NIBBE wollte das Thema nicht diskutieren, aber er sagte mir, dass er etwas Neues für mich hat. Er weckte meine Neugier und ich fragte ihn, was denn das sei. Er wechselte das Thema und bat mich darum den Vorfall vom 13.11.2014 aus der Tiefgarage zu schildern (Siehe Kapitel 2).

7.9.2    Ankunft des Anwalts Franz J. Erlmeier. Kalte Reaktion auf meine Schuldzuweisungen gegenüber der Polizei.

Als ich NIBBE den Vorfall aus der Tiefgarage schilderte, kam hastig der Anwalt Erlmeier. Er entschuldigte sich für seine Verspätung mit der Begründung und sagte, ein Termin vor AG hat länger gedauert, dann kam noch ein Stau dazu. Schon der Auftakt der Begegnung war etwas frostig. Ich versuchte mit Smalltalk die Stimmung zu lockern und sagte dem Anwalt Erlmeier, dass wir schon vom Strafprozess gegen den Prügelpolizisten [291] von der Au kennen. Doch RA Erlmeier erwiderte mir nichts, begann die Akten durchzublättern und ich schilderte den Vorfall aus der Tiefgarage weiter. Er war sichtbar schlechter Laune.

Ich schilderte den Moment während des ersten Angriffs, in dem Roman SMALUCH hatte Kinga festgehalten und hat sie zu sich gezogen um sie erneut zu schlagen und ich hatte Roman SMALUCH von hinten mit flachen Händen geschlagen um sie zu befreien (Siehe Abb. 2.8). RA NIBBE machte mich aufmerksam, dass ich während der Beschuldigtenvernehmung gestanden hatte, dass ich aufgrund des Angriffes auf meine Frau, hatte ich mit mehreren Schlägen auf das Gesicht von SMALUCH eingeschlagen (Siehe Unterlage 087, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.15) und wird besser wenn ich das Missverständnis in der Vernehmung mit schwachen Kenntnissen in Deutsch ausräume. Der billige Trick: Wegen meiner „schwachen“ Deutschkenntnisse soll ich nämlich nicht zwischen dem Gesicht und dem Kopf unterscheiden können. Weil ich nichts zu verheimlichen hatte, sagte ich, dass ich während des dritten Angriffs, hatte ich den Angreifer Roman SMALUCH ins Gesicht mit voller Wucht getroffen (Siehe Abb. 2.24 und 2.25) aber die Vernehmungsatmosphäre am 13.11.2014 bei der PI 25 war nicht schön und ich hatte keine Klarheit in den Tatablauf bringen können. Der protokollierende Beamte, PHM Michael Kloft hatte offensichtlich die erste von der dritten Attacke nicht unterscheiden können (Siehe Abschnitt 4.8).

Plötzlich wurde das Gespräch unterbrochen. RA Erlmeier hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich schleunigst damit aufhören soll, die Polizei zu beschuldigen. Er sagte im Tone des tiefsten Ernstes. NIBBE setzte dazu eine hochgradig besorgte Miene auf. Ich versuchte etwas zu sagen, aber RA Erlmeier unterbrach mich sofort wieder und ließ mich gar nicht zum Reden kommen. Er drohte mir nicht näher definierte Konsequenzen seitens der Polizei an. Für mich war das ein Dämpfer, aber andererseits tief drinnen wusste ich, dass er recht hatte. Schwarze Schafe bei der Behörden, können sich auch alles Mögliche erfinden [330].

7.9.3    Mark Nibbes „Neuigkeit“. Herabsetzung meiner Zurechnungsfähigkeit.

RA Mark NIBBE nutze die Gelegenheit und zeigte uns allen das Schreiben datiert vom April oder Mai 2015, in dem die Nebenklagevertreterin Anwältin Julia WEINMANN psychiatrische Untersuchung für mich empfiehlt/fordert. Ich fragte was das ist, obwohl ich sofort erkannt habe, dass handelt sich um die alte billige Verleumdung gegen mich vom Frühling 2015, über die wir schon eigentlich umfangreich geredet hatten (Siehe Abschnitt 6.5.4). Er tat so als ob das eine Neuheit bzw. ein Beweis z.B.  ein psychiatrisches Gutachten wäre. Und das war nur ein Zettel von der RAin WEINMANN, die wir gleichfalls für nicht ganz normal halten (Siehe Abschnitt 6.5.5). Er antwortete, dass ich es wissen soll. Jetzt? Schon wieder? Für mich war es reine Stimmungsmache gegen mich. RA Erlmeier sah uns an, aber sagte nichts.

7.9.4    Franz Ermeiers Kritik an meiner Aussage.

Ich schilderte Ausführlich ihm den Ablauf des Geschehens. Ich redete langsamer und ein bisschen leiser und dachte langsamer, aber redete ich dennoch verständlich. Zwischendurch antwortete ich auf die Fragen. Ich bemühte mich sehr um eine korrekte Aussprache. Vielleicht doch etwas undeutlich. Meine Stimme klang bedrückt. Ich war einfach nicht vorbereitet auf ein solches Verhör. RA Erlmeier unterbrach mich wieder. Er bemerkte, dass meine Aussage so unverständlich ist, dass sie wohl niemand verstehen wird. NIBBE und Erlmeier fragten mich, ob ich einen Dolmetscher zur Hauptverhandlung wolle. RA Erlmeiers Distanzierung und Kritik hat mich – wie soll ich es ausdrücken? – Es hat mich einfach erschreckt, ich stellte ihm keine Fragen mehr. Ich traute mich nicht, ich war zu scheu. Es war demotivierend, gerade am Anfang der Zusammenarbeit.

7.9.5    Die Tonaufnahme & Der Gerichtsmediziner.     

RA Erlmeier merkte, dass meine Beschreibung der Auseinandersetzung soll auf einzelne Phasen verteilt werden. Er lobte dabei in diesem Zusammenhang meine Übersetzung der Tonaufnahme, die ich auf einzelne Phasen verteilt hatte (Siehe Unterlage 060).

Anwalt Erlmeier stellte fest, dass die Tonaufnahmen eher selten als Beweise von den Beteiligten an der Auseinandersetzung beigebracht werden, äußerte aber keine Zweifel warum die Tonaufnahme und deren Übersetzung als Beweis nicht anerkannt werden kann. Heute weiß ich, dass die Tonaufnahme ist sehr wohl ein Beweismittel [198]. Ob die Übersetzung von Marta RUMEL-ELFIKY gefälscht wurde oder nicht, das war kein Gesprächsthema mit dem RA Erlmeier. Gerade weil es auf den ersten Blick klar war, dass die falsche Übersetzung von RUMEL-ELFIKY (Siehe Unterlage 097, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.180-181) im Vergleich zu meiner Übersetzung (Siehe Unterlage 060) sehr kurz war, Mark NIBBE rechtfertigte es mit der Begründung, dass Frau RUMEL-ELFIKY entweder nicht alles verstanden oder nicht alles gehört hatte. Es gab es keine Rede von Manipulation oder Absicht. Nachdem RA Erlmeier mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ich damit aufhören soll, die Polizei zu beschuldigen (Siehe Abschnitt 7.9.2), machte ich der Dolmetscherin RUMEL-ELFIKY auch keine Vorwürfe wegen der Fälschung.

Fast am Ende des Gesprächs kamen wir auf ein Thema zu sprechen, was das rechtsmedizinische Gutachten betrifft. Bisher wollte ich auf jeden Fall auf eigene Kosten einen medizinischen Gutachter beauftragen, der ein schriftliches Gutachten über die Ursache der Roman SMALUCHs Verletzungen vorliegt (Siehe Abschnitt 7.6). RA Erlmeier sagte, dass  erst bei der Berufung in der nächsten Instanz beauftragt man einen privaten medizinischen Gutachter. Vor dem AG ein Gerichtsmediziner erstellt sein Gutachten auf der Grundlage eines Auftrages von den Justizbehörden. Ob es schriftlich oder mündlich das Gutachten zustande kommen wird, erfuhren wir und RA NIBBE von RA Erlmeier nicht. Ich erfuhr auch erst später. Ich wollte eigentlich fragen, ob wir trotzdem einen privaten medizinischen Gutachter beauftragen können, doch schwieg ich. Ich wollte mich nicht dem Verdacht aussetzen, diesmal eine gerichtsmedizinische Autorität in Frage zu stellen… Die Frage ist aber interessant.

7.10     Sonderpunkt: Weitreichende Folgen der Besprechung mit dem Anwalt Franz Erlmeier.

Anwalt Franz Erlmeier war zwar zunächst ziemlich skeptisch, doch am Ende war er im Rahmen seiner Möglichkeiten voll dabei (Siehe Abschnitt 23.4.2, 23.7.2, 23.8.1 und 26.9). Er kritisierte meine Schuldzuweisungen an die Polizisten der PI 25 (Siehe Abschnitt 7.9.2), doch ein paar Monaten später am zweiten Verhandlungstag lobte meine Aussage (Siehe Abschnitt 18.5) trotz meiner massiven Schuldzuweisungen an die Polizei (Siehe Abschnitt 14.10). Äußerst lobenswert: RA Erlmeier hat seine Meinung über uns im Lauf der Zeit geändert.

Dennoch schwebt offensichtliche die Frage im Raum: Wieso war er so kalt, distanziert und sehr voreingenommen gegen mich? Meine Frau Kinga trug dafür die Konsequenzen.

Möglich wenn auch unwahrscheinlicher ist, dass RA Erlmeier wusste, dass der mächtige Prof. Wolfgang EISENMENGER die Bühne betreten wird und er als Anwalt nicht tätig sein darf und nicht glücklich sein würde…

Besonders professionell war das nicht. Danach hatten wir das Gefühl, dass niemand uns verstand. Weil der Erstkontakt nicht optimal verlaufen war, war ich später zu scheu, um uns von ihm im Zwischenverfahren professionell beraten zu lassen. Ich bereue es sogar sehr, weil es eine falsche Entscheidung war und wir uns nur auf den Parteiverräter Mark NIBBE verlassen mussten. Das hatte verheerende Folgen für uns.

Wie kam es dazu? Woran es genau lag, wussten wir nicht. Ich dachte mir damals, er war böse, weil er falsch dachte, dass wir seine Autorität missbrauchen wollen. Das ging mir jedoch zu schnell, er wirkte für mich zu voreingenommen. Das war nicht nachvollziehbar, Franz J. Erlmeier ist doch ein professioneller Anwalt. Verdammt noch mal, er ist ein professioneller Anwalt!

Es scheint nur eine und dieselbe Erklärung zu geben: Es war eine perfide Stimmungsmache gegen uns, um ein Klima zu erzeugen, damit er uns nicht helfen konnte.

7.11     Mark Nibbes Beweisanträge. Vorbereitung der Intrige mit dem Ziel, mich zu dem falschen Geständnis vor der Hauptverhandlung zu bringen.

Es fing ganz harmlos an. Ein paar Tage nach der Besprechung mit dem RA Erlmeier, am 20.10.2015  bekam ich eine E-Mail von meinem Anwalt NIBBE (Siehe Unterlage 155). NIBBE schickte mir den Entwurf der Beweisanträge (Siehe Unterlage 113) mit der Anmerkung, dass ich mich kurz melden soll.

Erstens, er beantragte, ein rechtsmedizinisches Gutachten, es sollte geprüft werden, ob die erlittenen Verletzungen des Zeugen SMALUCH; „atypische Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem“ durch einen Sturz mit der rechten Gesichtshälfte auf den gepflasterten Tiefgaragenboden verursacht werden konnte. Soweit in Ordnung. Ich habe selbst das medizinische Gutachten beauftragt (Siehe Abschnitt 7.6).

Zweitens, NIBBE beantragte ein rechtsmedizinisches Gutachten, es sollte geprüft werden, ob den Sandalen-Slippern, die ich zur Tatzeit am 13.11.2014 getragen hatte, keine Fremdspuren, insbesondere keine DNA-Spuren des Zeugen Roman SMALUCH anhaften. NIBBE überraschte mich ziemlich damit. Das war nicht meine Idee. Zwar jetzt, ich beschwere mich nachträglich über den Umstand, dass die Polizisten hatten die DNA-Spuren nicht gesichert (Siehe Abschnitt 4.10.4), aber bis 20.10.2015 kam ich nicht auf die Idee, nachträglich einen solchen Beweisantrag stellen. Die Begründung: Es ist fast ein Jahr vergangen, seit der Auseinandersetzung in der Tiefgarage. DNA-Spuren wären längst verwischt, verwittert, verfault.

Ich interessierte mich schon lange für die Thematik, seit 2011. Im Jahr 2011, am Anfang des Konflikts, ein leicht erregbarer Kripobeamter, KHK Günter KARBSTEIN hatte mich zum Kriminalfachdezernat 2, Kommissariat 21 durch die Täuschung gelockt. Ich hatte  mich zur Sache als Beschuldigte äußern sollen, stattdessen hatte er mich zu einer erkennungsdienstlichen Behandlung und zur Abgabe meiner DNA-Probe mit seinen wilden Schreien genötigt. Danach hatte ich Sendungen darüber im Fernsehen gesehen, oder in einem Film oder so. Aber relativ wenig gelesen hatte.

Ich rief NIBBE an und erklärte ihm die Situation. Ich sagte ihm, dass ich den ganzen Sommer 2015 über Slipper-Sandalen getragen hatte, sie waren mehrfach verschmutzt gewesen und diese DNA Spuren können jetzt als Beweismittel nicht berücksichtigt werden. Ich fragte ihn ob es noch einen Sinn hatte. Eine logische Antwort bekam ich aber nicht. NIBBE antwortete mir, dass die Sandalen werden doch jetzt als Element der Beweiswürdigung berücksichtigt, weil die Polizisten der Polizeiinspektion 25 Trudering-Riem damals die DNA-Spuren nicht gesichert hatten (Siehe Abschnitt 4.4). Ich fragte ihn, wie ich diese Sandalen am besten an die Justizbehörden liefern soll. Und ob ich auch die Halbschuhe der Marke Doc Martens an die Behörden liefern soll, die Schuhe die ich wähnend der Vernehmung getragen hatte (Siehe Abschnitt 4.1 und 4.4). NIBBE antwortete mir, dass die Polizei bei mir vorbeikommen wird oder er meine Sandalen an die Behörden liefern wird. Die Halbschuhen werden aber nicht in Betracht gezogen.

Ich war ein bisschen skeptisch, aber ich muss sagen, auch begeistert. Ich dachte mir, NIBBE ist ein Anwalt, er weiß, was er tut und er will die Behörden insb. die Polizei austricksen. Trügerische Ruhe: Später erst begriff ich, dass ich hier über den Tisch gezogen werden soll (Siehe Abschnitt 7.14).

Am 26.10.2015 rief mich NIBBE an, also ich soll ihm meine Slipper-Sandalen per Post schicken. Ich bot ihm an, die Sandalen persönlich in die Kanzlei zu liefern und er war einverstanden. Ich putzte die Sandalen, weil sie leicht verstaubt waren. Ich wollte nichts verwischen, es war mir einfach peinlich, dass sie verstaubt waren.

7.12     Beauftragung der vereidigten Dolmetscherin Agnieszka Miller.

Während des Gesprächs am 20.10.2015 am Telefon (Siehe Abschnitt 7.11), habe ich NIBBE gefragt, warum er entsprechenden Beweisantrag für die Tonaufnahme nicht gestellt hatte, trotz meiner mehrfachen Bitten (Siehe Abschnitt 7.7). RA Mark NIBBE antwortete mir, dass der Beweisantrag erst kurz vor unmittelbar vor Beginn der Hauptverhandlung gestellt wird. „Es soll eine Überraschung für die Nebenklage sein…“

Er wollte mit der Dolmetscherin Agnieszka Miller Kontakt aufnehmen. Der Grund dafür war die Methode der Übersetzung. Die Begründung war: Unsere Tonaufnahme soll die Dolmetscherin Miller ohne Information d.h. ohne meine Übersetzung (Siehe Unterlage 060) dazu anhören können und das Gesprochene ins Deutsche übersetzen. Somit wollte NIBBE dem Gericht die Möglichkeit geben einen rein akustischen ersten Eindruck zu gewinnen, um jeden Verdacht der Befangenheit zu vermeiden. Bis zu einem gewissen Grad kann man das verstehen, doch ich habe mich davon nicht beeinflussen lassen, weil die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel und Kollegen ihrerseits ja auch keine Skrupel hatte (Siehe Kapitel 8). Ich begründete NIBBE dies damit, dass ich die Aufnahme perfekt auf Deutsch übersetzt hatte und es ist die Aufgabe der Anklage und Nebenklage das Gegenteil beweisen. NIBBE behauptete, dass die Dolmetscherin Miller meine Übersetzung als Vorlage zu ihrer Orientierung bei der Übersetzung vor Gericht zugegeben werden muss. Und das wird nicht glaubhaft. Ich erwiderte ihm dass, ich habe damit kein Problem, die Ehemenschen SMALUCH sollen sich Sorgen machen, nicht wir.

Am 23.10.2015 erhielt ich eine E-Mail von Mark NIBBE. Er schrieb, er hatte mit Agnieszka Miller am 23.10.2015 in der oben bezeichneten Angelegenheit gesprochen, sie steht für die Übersetzung gerne zur Verfügung und muss ich dazu jedoch mein Einverständnis erteilen (Siehe Unterlage 157). Ich stimme natürlich zu und fragte NIBBE per E-Mail am 25.10.2015 wie ich der Dolmetscherin die Tonaufnahme und meine Übersetzung zusenden soll (Siehe Unterlage 158). 

Am 26.10.2015 rief mich NIBBE an und teilte mir mit, dass ich der Dolmetscherin Frau Miller meine Übersetzung und die Tonaufnahme ganz normal per E-Mail zusenden soll. Er wünscht sich aber, E-Mail-Kopie mit Cc an seine E-Mail-Adresse senden lassen.

NIBBE erfuhr von Frau Miller, dass der Auftrag erst Ende November 2015 fertig wird, weil sie zu viel zu tun hat. Ich wusste dass sie gut ist, aber überraschte es mich, weil bis jetzt Frau Miller hatte unsere Aufträge in wenigen Tagen, höchstens binnen zwei Wochen abgewickelt.

Und noch etwas: ich darf nicht die Übersetzung von Frau Marta Rumel-Elfiky schicken. Frau Miller will es nicht (!?) sehen. Ich fragte NIBBE, warum nicht, und er antwortete, dass die Dolmetscherinnen solidarisch (?) sein wollen. Tatsächlich?

Am 27.10.2015 schickte ich ihr eine E-Mail (Siehe Unterlage 159) u.a. mit der Tonaufnahme und meiner Übersetzung (Siehe Unterlage 060). Frau Miller antwortete mir, dass die Übersetzung bis Ende November 2015 fertig wird (Siehe Unterlage 160). Ich wolle ihr auch einen Vorschuss leisten, aber sie wollte nicht…

Warum hat es so lange gedauert, bis wir die Übersetzung erhalten haben?

Die Übersetzung sollte eigentlich niemals fertig sein. Für den November 2015 plante RA Mark NIBBE mich zu einem falschen Geständnis zu zwingen (Siehe Abschnitt 7.14).

7.13     Beschuss vom 23.10.2015.  Ablehnung des Antrags der Nebenklägervertreterin Julia Weinmann auf Aufhebung des auf den 15.12.2015 bestimmten Termins zur Hauptverhandlung.

Im Oktober 2015 beantragte die Nebenklägervertreterin Frau Rechtsanwältin Julia WEINMANN, den anberaumten Termin am 15.12.2015 zur Hauptverhandlung zu verlegen. Das war bemerkenswert, weil im Gegensatz dazu normalerweise die Opfer ein Interesse an einer schnellen Verurteilung der Beklagten haben.

In dem Strafverfahren gegen uns wegen gefährlicher KV erlässt die Richterin am Amtsgericht Dr. Ines Tauscher am 23.10.2015 folgenden Beschluss: Der Antrag der Nebenklägervertreterin auf Aufhebung des auf den 15.12.2015 um 14:30 Uhr bestimmten Termins zur Hauptverhandlung wurde aus Gründen der Beschleunigung des bereits seit Anfang diesen Jahres anhängigen Verfahrens abgelehnt (Siehe Unterlage 115). 

Am 27.11.2015 fragte ich meinen Anwalt RA NIBBE, was er davon hält, dass die Nebenklägervertreterin WEINMANN den Prozess auf einen späteren Termin verschieben wollte. Er erklärte mir, dass RAin WEINMANN braucht noch einige Zeit, um sich in das Thema einarbeiten zu können. Doch stimmt dies? Ist dies die Wahrheit? Klarer Fall? Vorsicht.

Es gab im Wesentlichen zwei Gründe, warum der Termin verschoben werden sollte: Zunächst, für den November 2015 plante RA Mark NIBBE mich zu einem falschen Geständnis zu zwingen. Ich vermute, RAe Julia WEINMANN und Mark NIBBE versuchten nachträglich eine DNA-Untersuchung in der Gerichtsmedizin München durchzusetzen bzw. RA NIBBE brauchte einige Zeit um mich zu einem Geständnis zu bewegen (Siehe Abschnitt 7.14). Der zweite Grund war rein logistischer Natur: Die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen hatte einen guten Draht zur Staatsanwaltschaft und zum Prof. Wolfgang EISENMENGER. Sie wussten, dass Prof. Wolfgang EISENMENGER konnte zum eigentlich angesetzten Termin am 15.12.2015 nicht erscheinen (Siehe Abschnitt 12.4), also versuchen, den Termin abzusagen.  

7.14     Das Kapitelfinale: Vorläufige DNA-Analyse-Ergebnisse.

Am Freitag den 13.11.2015 rief mich NIBBE erneut an und berichtete mir, dass er jetzt so schlechte Nachrichten für mich hat, und er würde ich auch einen Termin bei ihm für mich ausmachen, damit er mich beraten konnte. Er fragte mich, ob ich am Ende der Woche Zeit hätte, in seine Kanzlei zu kommen.

7.14.1  Schock.

Ich bekam Angst, große Angst: Ich fragte ihn, worum es gehe, doch das wollte er mir vorerst nicht sagen. Ich fragte ihn nochmal und er murmelte ein paar Worte, die ich nicht verstand, ziemlich zusammenhangslos irgendetwas, was so richtig ich nicht verstand. Die Richterin und die zuständige Staatsanwältin hatten ihn angerufen bzw. hatten sie beide ihn und die Nebenklagevertreterin Rechtsanwältin Julia WEINMANN angerufen und ihm und ihr gesagt, dass die Ergebnisse der DNA-Analyse von der Gerichtsmedizin vorliegen und deuten darauf hin, dass meine Slipper-Sandalen gezielt (!) und deutlich mit der fremden DNA in Berührung gekommen waren. Ich möchte betonen, dass, NIBBE wies mich nicht darauf hin, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handelt (Siehe Abschnitt 7.14.3). Ich war schockiert und erst einmal wie gelähmt und zugleich überzeugt, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Ich sagte ihm, dass es sich um einen Irrtum handelt, ich hatte Roman SMALUCH nicht getreten. NIBBE erwiderte mir, dass die DNA-Tests liefern sehr zuverlässige Ergebnisse mit einer Sicherheit von über 99,99 Prozent, das bedeutet, dass die Ergebnisse der DNA-Analyse vorbehaltlos angenommen werden müssen… Das wusste ich auch schon vorher, dass die DNA-Ergebnisse extrem genau sein könnten, aber ich spürte da gibt es gewiss eine Intrige.

Ich antwortete zögerlich und etwas abrupt, dass jemand mit Roman SMALUCHS Blut eine Straftat vorgetäuscht hatte ähnlich wie mit der Übersetzung der Tonaufnahme (Siehe Kapitel 8). Danach atmete NIBBE tief durch die Nase ein, und mir wurde mulmig, denn sogleich erwartete ich Ärger, wegen meiner „haltlosen“ Unterstellung. NIBBE blieb jedoch ruhig.

7.14.2  Mark Nibbes Drohung mit dem Gefängnis zur Erzwingung des falschen Geständnisses.

Mark NIBBE berichtete, dass ich aufgrund der äußerst eindeutigen Beweislage sehr schnell verurteilt werde. Er sagte, dass Leugnen ist bei dieser erdrückenden Beweislage sinnlos und Kooperation die einzige Option. Ich ließ mich nicht überreden, er wusste es. Er sagte weiter er hatte mit der zuständigen Staatsanwältin gesprochen. An dieser Stelle hat er allerdings kein Name erwähnt, es handelte sich wahrscheinlich um die junge StAin Kristina HILDEBRANDT, die im Juli 2015 Ermittlungen von der StAin Wittmann übernommen hatte (Siehe Abschnitt 6.7). Wie die zuständige Staatsanwältin mitteilte, werde sie einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr für mich beantragen, weil ein hinreichender Nachweis vorliegt, dass es sich tatsächlich um die Fußtritte gegen den Kopf handelt. Die Behörden halten mich für gefährlich und unberechenbar, die Ehemenschen SMALUCH haben Angst vor mir.

Nun sagte er: Die zuständige Richterin ist sehr streng und aufbrausend. NIBBE war sich deshalb „absolut sicher“, dass gegen mich Haftbefehl erlassen werde. An dieser Stelle hat er allerdings kein Name erwähnt, es handelte sich wahrscheinlich um die Richterin Dr. Ines Tauscher, weil NIBBE hat sie mehrfach kritisiert und sie als streng, cholerisch und unberechenbar bezeichnet (Siehe Abschnitt 13.2 und 26.6.3), u.a. um mir Angst einzujagen.

RA NIBBE riet mir eindringlich dazu, nun ein Geständnis abzulegen. Weiter hieß es: Wenn ich die Haft antrete, wird er nicht in der Lage sein, mir zu „helfen“. Dazu die StA befürchtet, dass ich eine Gefahr für die Allgemeinheit bin, will sie mich möglicherweise in der Psychiatrie (!!) unterbringen lassen. Aber wenn ich ein Geständnis ablege, dann komme ich mit ein paar (?!) Monaten auf Bewährung davon, weil ich bisher nicht vorbestraft war. Und NIBBE versuchte mich dreist zu überreden: Ich soll es machen, meine Frau ruhige Weihnachten 2015 haben möchte.

Ich protestierte und sagte ihm erneut, dass ich hatte Roman SMALUCH nicht getreten. Sonst fragte ich entsetzt warum ich in Haft vor der Hauptverhandlung sitzen muss. NIBBE erklärte mir, dass ich auffällig bin und bin ich mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, aber vor allem stehe ich unter dem Verdacht der Wiederholungsgefahr. Die RAin Julia WEINMANN hatte der Staatsanwältin berichtet, dass die Ehemenschen SMALUCH haben Angst vor mir…

7.14.3  Debatte über minimale DNA-Spuren. Die Spurenverwischung.

Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich über DNA-Analyse nicht besonders vielmehr als das, womit uns die Medien füttern (Siehe Abschnitt 7.11). Das ist aber nicht böse gemeint. Aus den Medien erfuhr ich über den Kachelmann Prozess, ein paar Jahre später, im Jahr 2013 las ich nachweislich sein Buch „Recht und Gerechtigkeit“. Der Sachverständige hatte das angebliche Tatmesser ausgewertet, mit dem Kachelmann seine frühere Freundin bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben soll [022]. Auf dem Messergriff entdeckte der SV insgesamt nur wenige DNA-Spuren, sie lagen nach seinen Worten an der „Nachweisgrenze“. Der SV meinte dazu, mögliche Spuren könnten beim Einpacken des Messers in eine Plastiktüte verloren gegangen sein, aber der Staatsanwalt wies jedoch darauf hin, dass das Messer bei der Spurensicherung in einen speziellen Karton verpackt und mit sterilem Kabelbinder fixiert wurde [023].

In jedem Fall wusste ich im Jahr 2015 schon, dass das verwertbare DNA-Material ist nur bedingt übertragbar und vor allem leicht verwischt werden könnte. NIBBE versuchte, mir aber einzureden, dass nach einem Jahr nicht verwischte Spuren gefunden wurden. Für mich war es nicht vorstellbar. Ich habe einen Hochschulabschluss.

Ich sagte zu ihm, dass nach geraumer Zeit kein verwertbares DNA-Material gefunden werden konnte. Ich erinnerte ihm nun auch daran, dass ich dass ich den ganzen Sommer 2015 über diese Slipper-Sandalen getragen hatte (Siehe Abschnitt 7.11), sie waren mehrfach verschmutzt, durchnässt und auch gesäubert gewesen. Doch NIBBE wollte sich nicht überzeugen lassen und wiederholte dass die DNA-Tests liefern sehr genaue Ergebnisse. Ich erwiderte ihm, dass das DNA-Material aus anderen Quellen stammen könnte und erzählte ihm, dass wir zwei Katzen besitzen, die ständig mit unseren Füßen und Schuhen in Kontakt kommen, sonst halte ich es für möglich, dass ich im Sommer 2015 in eine Hundescheiße draußen reingeraten war. NIBBE entgegnete mir dass die DNA-Spuren mit Sicherheit von einem Menschen und nicht von einem Tier stammen. 

Die Diskussion führte schließlich zum Thema zu wem gehören die DNA-Spuren. Ich sagte, dass das DNA-Material kann persönlich von mir oder von einem Mitglied meiner Familie stammen. Ich trage im Sommer meistens Sandalen, barfuß, sagte ich. NIBBE verneinte es, sagte mir aber nichts. Er seufzte nur. Jetzt war wieder ich am Zug: Nachdem NIBBE behauptete, dass die DNA-Spuren von einem Menschen stammen, ist mir der entscheidende Gedanke durch den Kopf gegangen: Ich stelle ihm die Frage, woher die Gerichtsmedizin und StA wissen, dass die DNA-Spuren vom Herrn Roman SMALUCH stammen. Seit der Stellung des Beweisantrages waren lediglich drei Woche vergangen (Siehe Abschnitt 7.11). Das war etwas zu schnell. Auf die Frage, antwortete mir NIBBE, dass die Gerichtsmedizin vorläufige Ergebnisse geliefert hatte. Er rechtfertigte sich sofort, das ist der Grund, warum er mich vor drohender Verhaftung warnen wollte. Vorläufige Ergebnisse?

Weil er keine eindeutige Antwort gab, fragte ihn direkt ob das genetisches Material von SMALUCH entdeckt wurde bzw. auch tatsächlich von der Gerichtsmedizin untersucht worden ist. Ich wollte es genau wissen. NIBBE erwiderte mir, dass die Staatsanwältin hierzu erst eine DNA-Untersuchung beantragen wird. Ich kam mir selbst schon etwas blöd vor, hatte aber das Gefühl, dass NIBBE mich auch für blöd hielt. Anderseits, muss ich aber peinlich zugeben, dass mir der Gedanke nicht gekommen ist, dass er – ein obskurer Parteiverräter ist und mich total verarschen will.

7.14.4  Schreiben an Staatsanwaltschaft. Anwalt Mark Nibbe rudert zurück.

Ich merkte, dass ich noch einige Zeit habe. Ich informierte NIBBE, dass ich einen Brief an StA am Wochenende schreiben werde oder auch am Montag, den 16.11.2015 im persönlichen Telefongespräch versuchen, die Sache zu klären. RA NIBBE riet mir, das nicht zu tun, wenn die StA jetzt es auf mich absehen würde, habe ich keine Chance. NIBBE musste merken, dass Intrige kann sich verselbstständigen und außer Kontrolle geraten.

Nun die Wende: Er wird sich in der nächsten Woche erkundigen, bis wann soll das genetisches Material von SMALUCH ausgewertet werden und wird sich „für mich einsetzen“. Bis dahin soll ich nichts mehr selbst machen. Außerdem sagte er: Danach darf ich machen was ich will. Es blieb mir nichts anderes übrig, als abzuwarten.

Schon am Montag, den 16.11.2015 rief mich NIBBE an, er hat „sehr gute“ Nachrichten für mich. Laut Anwältin Julia WEINMANN, Herr Roman SMALUCH hat keine Einwilligung gegeben, sein DNA-Material untersuchen. Ich war erfreut und überrascht. Ich fragte, warum denn nicht? Die Antwort war mager: Das weiß NIBBE nicht, er gab es sofort zu, dass er kann es nicht rational begründen.

7.15     Es gab keine DNA-Untersuchung. Nur eine Intrige.

Ich halte für sehr wenig wahrscheinlich, dass Institut für Rechtsmedizin meine Sandalen untersucht hatte. Im Oktober 2016, bekamen wir beide die Rechnungen in der Strafsache gegen uns (Siehe Abschnitt 26.13). Die Kosten waren hart für uns, aber objektiv gesehen nicht besonders hoch: Nach dem JVEG zu zahlende Beträge, d.h. die Kosten u.a. für den Gerichtsmediziner Prof. Wolfgang EISENMENGER und für die Dolmetscherin Marta Rumel-Elfiky wurden uns in Höhe von 717,33 Euro in Rechnung gestellt (Siehe Unterlage 142). Und die DNA-Analyse ist teuer: Z.B. beim Berliner LKA im Jahr 2014 kostete ein „Analyse-Vorgang“ 369 Euro [258]. Auch wenn in der Rechnung wäre die DNA-Analyse inbegriffen, die Bearbeitungszeit von drei Wochen war verdächtigt zu schnell. Z.B. in den Laboren des Berliner LKA dauerten die Analysen in den vergangenen Jahren bis zu einem dreiviertel Jahr [258].

Ich habe das Gefühl, dass sog. Rechtsanwalt Mark NIBBE meine Sandalen gar nicht an die zuständige Justizbehörde bzw. an die Rechtsmedizin versendet hatte. Ich kann mir vorstellen, dass NIBBE keinen Beweisantrag für die DNA-Analyse stellte. Ich bekam lediglich einen Entwurf der Beweisanträge im PDF Format (Siehe Unterlage 113).

Im Jahr 2016 und 2017 habe ich sehr viel über die DNA-Analyse gelesen. Ich weiß, dass schon kleinste Verunreinigungen können ein Ergebnis verfälschen [043]. Ich habe Roman SMALUCH ganz bestimmt nicht getreten. Dazu halte ich für sehr unwahrscheinlich, dass z.B. ein Tropfen des Blutes von Roman SMALUCH auf meine Sandalen getropft oder in ein Tropfen seines Blutes auf dem Boden reingeraten war. Während der dritten Attacke, hatte ich den Angreifer Roman SMALUCH ins Gesicht getroffen und so heftig mit so einer Wucht gestoppt und weggeschubst, dass er dadurch nicht nur abrupt zum Stehen gekommen war (Siehe Abb. 2.25), sondern mehrere Meter nach hinten getaumelt hatte (Siehe Abb. 2.26). Es dauerte höchstens 2 Sekunden. Aber auch wenn es so wäre, meine Sandalen waren danach mehrfach verschmutzt, durchnässt und auch gesäubert gewesen. Und DNA-Spuren sind nur sicher, wenn sie mit höchster Professionalität gesichert werden [299]. Schmutzen und Putzen macht die DNA-Spuren einfach kaputt.

Aus heutiger Sicht, der Parteiverräter Mark NIBBE wollte von mir vor der Hauptverhandlung ein falsches Geständnis erpressen, um der Gegnerseite einen schweren Prozess zu ersparen.

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