Kapitel 4: Vernehmung bei der Polizeiinspektion 25 Trudering-Riem. Ungesetzliche Ermittlungsmethoden

„Das kann doch nicht sein, dass der Bürger, der sich gesetzmäßig verhält, sich wie ein Idiot vorkommen muss.“ – Roman Herzog

Schon am Anfang möchte ich erwähnen, dass am Tag des Unglücks bei der Vernehmung zu Missverständnissen kam es sehr wahrscheinlich überhaupt nur, weil wir völlig unschuldig in der Vergangenheit festhängen (Siehe Abschnitt 1.1) und nach der Auseinandersetzung in der Tiefgarage durch die Intensivtäterin Frau Grazyna SMALUCH erneut falsch beschuldigt wurden.

Mit anderen Worten: Weil die Polizisten, die mich am 13.11.2014 verhört hatten, irrtümlich dachten, dass ich ein Krimineller bin, behandelten mich teilweise mich wie einen Kriminellen. Dadurch wurden ihre Kompetenzen auf eine harte Probe gestellt.

Sie sollen aber nicht mir/uns die Schuld geben sondern der Falschbeschuldigerin SMALUCH und dem rassistischen PHM Axel SCHLÜTER. Konkret ausgedrückt: Diese Polizisten sind auch die Opfer und ihre Verhalten ist eher sehr gering einzustufen. Sie werden nur als Zeugen eingestuft.

Bei der Polizei werden Maßnahmen getroffen, die entscheidenden Einfluss auf das weitere Verfahren haben z.B. Beschuldigtenvernehmung, Beschlagnahme zur Beweismittelsicherung, Gefährderansprache etc. Die Qualität der Maßnahmen nimmt Einfluss auf das weitere Ermittlungsverfahren und nicht selten auch deren Ergebnis. Und die Qualität von Maßnahmen ist sehr oft abhängig von der Kompetenz der handelnden Polizeibeamten. Sehr oft, aber nicht immer. Wenn die Straftat nur vorgetäuscht wurde, die Maßnahmen können den falschen Anfangsverdacht eher erhärten als entkräften (Siehe Abb. 4.1). Vielleicht nicht in hundert von hundert Fällen, aber doch in sehr, sehr vielen. Das ist eine bittere Realität. Es scheint gegen eine solche Entwicklung keine wirksamen Gegenmaßnahmen zu geben. Das trifft besonders zu, wenn die Personen bereits polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Als wir hatten vor 5 Jahren unsere Wohnung nicht „freiwillig“ verlassen wollen, damit Frau SMALUCH direkt neben dem befreundeten deutschen Ehepaar VOGT wohnen können (Siehe Abschnitt 1.1.1), begann für uns ein Martyrium. Frau SMALUCH hatte Herrn VOGT zu allen Straftaten insb. verschiedenen Körperverletzungsdelikten gegen uns angestiftet. Weil Herr VOGT ein Biodeutscher war, konnten wir uns bei der Polizeiinspektion 25 nicht durchsetzen. Er fand da eine massive Unterstützung in der Person des PHMs Axel SCHLÜTER und der wieder hatte nicht nur deutlich seine Ressentiments gegenüber den Polen zum Ausdruck gebracht, aber unter seiner Obhut hatte Herr VOGT mit uns machen können, was er gewollt hatte (Siehe Abschnitt 1.16 und 1.1.7). So mit der Zeit, waren wir mehrfach „polizeilich in Erscheinung getreten“.  Und das ist hier fatal.    

In diesem schlampigen, fehlerhaften Stil geht desto es weiter:                   

4.1       Ankunft der Einsatzkräfte. Fehlende Belehrung von vorläufig festgenommen Personen. Schlampige fotografische Sicherung unserer Verletzungen.

Nachdem wir die Tiefgarage verlassen haben (Siehe Abschnitt 2.10), ungefähr 12 Minuten später, standen zwei Polizisten vor unserer Tür. Sie haben sich als Zivilfahnder vorgestellt.

Herr PHM Huber roch nach einem aufdringlichen Parfüm und Lederpflegemittel und diesem typischen Neulederjackegeruch. Er trug eine Biker-Style-Lederjacke, kaute Kaugummi, stetig malmte mit offenem Mund. Sein Haarschnitt und den Rest seines Outfits hatte er einfach an die Jacke angepasst. Er wollte anscheinend gefährlich und romantisch erscheinen. Sein Gesicht sah nicht böse aus, aber seine Augen blitzten gefährlich auf. Sie bewegten sich unruhig immer wieder von links nach rechts, oben und unten, so als müsse er sich vergewissern, wo er war.

Herr PHM Klopft hatte ein besonders freundliches Gesicht und ein sehr ruhiges Auftreten. Eigentlich ein netter Typ und schon auf den ersten Blick vertrauenserweckend. Er war nicht wie für die Dorfdisco gekleidet. Seine Augen bewegten sich langsam und ziellos durch den Raum. Er streichelte unsere Katze.

Ich wollte den Polizisten nur kurz erzählen, was vorgefallen ist, aber PHM Huber ließ mir kaum ausreden. Er meinte, er muss mich zur Polizeidienststelle bringen. Weil uns so viel Schreckliches zugestoßen war und unter Schock standen, wollten wir zu Hause bleiben. Wir waren jedenfalls momentan nicht vernehmungsfähig.

Ich sah auch keinen Sinn darin, die Vernehmung auf dem Polizeirevier fortsetzen. Als wir die Garage verließen wussten wir lediglich, dass Roman SMALUCH aus der Nase blutete. Weil er nach drei Attacken, noch angriffslustig war (Siehe Abschnitt 2.10), konnten wir uns nicht vorstellen, dass er mittelschwer verletzt war. Ich bat ihn um Verständnis, aber Huber bestand darauf.

PHM Huber erklärte mir mit feurigen Augen und einer relativ ruhigen aber standhaften Stimme, die keinen Widerspruch duldete, dass ich ins Revier fahren muss. Nach der Vernehmung durfte ich wieder nach Hause gehen. Dass ich vorläufig festgenommen werde, hatte ich am Anfang keine Ahnung. Dies führte zu massiven Missverständnissen (Siehe Abschnitt 4.7).

Ich wusste, was bei einer Ablehnung der Forderung alles hätte passieren können. Hätte ich mich weiterhin geweigert, hätte ich mir vielleicht sogar eine Anzeige wegen  „Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte“ eingefangen. Außerdem musste ich befürchten, bei einer Gegenwehr auch Gewaltanwendung erdulden zu müssen. Es hieß also gehen oder mit ihnen zu kämpfen…

Nur am Rande des Gesprächs PHM Huber fragte nach Verletzungen. Nein, eigentlich fragte er nicht, sondern machte er plötzlich ein Foto der sichtbaren Kinnverletzung von Kinga (Siehe Abb. 16.5). Wegen ihren anderen Verletzungen fragte er nicht. Somit hat er es nicht einmal für nötig befunden, sie medizinisch zu versorgen. Völlig unprofessionell. Und Kinga konnte nichts sagen, war traumatisiert und stand neben sich. An Kratzen (Siehe Abschnitt 16.2.6) oder Schlagen (Siehe Abschnitt 16.2.3) dachte sie nicht.

Nur PHM Klofts Mund öffnete sich, als wollte er etwas sagen. Er wollte etwas sagen, aber er brachte erst einmal nichts hervor. 

Kurz bevor ich die Wohnung verließ, PHM Huber fragte ob die Schuhe, die ich gerade anziehe, bei der Auseinandersetzung in der Garage hatte. Ich beneinte es. Ich wusste auch nicht, was für uns ein Nachspiel haben wird (Siehe Abschnitt 7.14).

Der Besuch dauerte 2 höchstens 3 Minuten. Zwei Polizeifahrzeugen und auch ein Krankenwagen standen vor dem Anwesen. Als ich das Miethaus verließ, um zur Polizeidienstelle zu fahren, sah ich den Herrn SCHMIDT mit einer Zigarette direkt neben dem Krankenwagen. Ein passendes Detail für den folgenden Psycho-Thriller (Siehe Abschnitt 4.3 und 5.3).

Wir d.h. PHM Huber, PHM Kloft und ich stiegen in das zivile Polizeiauto – ein sehr altes Mercedes und fuhren los. Ich schilderte den Beamten ausführlich die Auseinandersetzung in der Garage. Leider Herr Huber schien kein Interesse daran zu haben, zu wissen, aus welchem Grund wir in die Tiefgarage gingen. Die Vorgeschichte interessierte den PHM Huber überhaupt nicht. Er drehte den Kopf und sagte über die Schulter, dass ich nicht so viel quatschen soll. Während der Fahrt erfuhr ich, dass wir zur PI 25 fahren. Ich glaubte nicht daran, dort besonders willkommen zu sein. Man weiß ja nie, mit wem man es zu tun hat. Das Gute war:  Axel SCHLÜTER nicht im Schichtdienst „arbeitet“.

4.2       Ruhiges Anfang der Vernehmung. Erst der Smalltalk, dann der Stress.

PHM Huber und PHM Kloft fragten mich nicht einmal, ob ich vernommen werden möchte. Die Einsatzkräfte setzten sich gemütlich vor den PC und danach begann einfach die Vernehmung. Das war mir in diesem Zeitpunkt egal, weil ich nichts zu verbergen hatte. Ich wollte alle mögliche Missverständnisse ausräumen und dachte, eine Vernehmung sei dafür der geeignete Weg. „- Haben Sie heute Abend Alkohol getrunken?“, „- Nein“, antwortete ich ehrlich. Danach musste ich „pusten“. Ein Test ergab hochwahrscheinlich 0,00 Promille. PHM Michael Kloft nahm meine Aussage in das Protokoll auf, PHM Huber recherchierte im internen Netz die Infos die er brauchte.

Weil die Vernehmung in einer relativ ruhigen Atmosphäre begann, wollte ich über die Tonaufnahme (Siehe Die Tonaufnahme 8.1 und 8.2, Abschnitt 8.0), die ich in der Tiefgarage mit einem Diktiergerät aufgenommen hatte, informieren. Aber leider kam es nicht dazu.

Zirka 8 Minuten nach dem Beginn der Vernehmung, PHM Huber verließ wortlos das Verhörzimmer, beriet sich kurz mit jemanden, kam zurück und dann begann der Stress (Siehe Abschnitt 4.3). Sehr wahrscheinlich sprach er mit dem PHM Irvin und POM Suchan. Es gab wahrscheinlich erste näheren Details über Roman SMALUCHs Verletzungen. Er erfuhr, dass ich und Kinga mit den Füßen auf ihn eingetreten hatten als er auf dem Boden lag (Siehe Unterlage 086, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.11).  

4.3       Die Reid-Methode. „Der Zeuge“.

Herr PHM Huber kam wieder in das Verhörzimmer. Er brüllte und wütete, und musste sich sichtlich beherrschen, um nicht noch mehr zu brüllen. Er sagte so etwas wie:„- alles ist gelogen was du gesagt hast.“. Er war wütender auf mich. Das war die Art von Wut, die die Polizeibeamten eigentlich für den schweren Täter haben sollten. Und so als hätte ich ein Interesse daran haben, ihn bösartig zu betrügen. PHM Michael Kloft sagte nicht viel.

Huber wollte Anderes wissen. Und ich „wollte“ und konnte nichts Anderes sagen.

Er sagte, dass ein Zeuge beobachtete die Auseinandersetzung in der Tiefgarage. Ich wusste, dass es sich um einen Bluff handelt. Das war ein Teil der umstrittenen Reid-Methode [094]. Dem Verdächtigen soll verdeutlicht werden, dass die Polizei unwiderlegbare Beweise gegen ihn hat [171]. Mich in die Mache zu nehmen, hatte das letzte Mal auch nicht funktioniert – diese tolle Methode hatte ein Beamter schon im Jahr 2011 auch an mir unter menschenverachtenden Umständen ausprobiert (Siehe Abschnitt 31.2.1).

Gutgläubig und naiv war ich nun nicht mehr, allerdings fürchtete ich mich vor den Personen die eine Falschaussage gegen mich treffen würden. Es handelte sich natürlich um die Ehemenschen SMALUCH und Herrn SCHMIDT. Herr Maik SCHMIDT, das war der einzige von den Nachbarn, der Neigung zur Verleumdung besaß und mit der streitsüchtigen Frau SMALUCH die Nachbarn belästigte (Siehe Abschnitt 1.2.2). Als ich das Mietshaus verlassen hatte, um zur Polizeidienstelle zu fahren, hatte ich den Herrn SCHMIDT mit einer Zigarette direkt neben dem Krankenwagen gesehen (Siehe Abschnitt 4.1).

Meine Neugier war jedenfalls geweckt. Ich fragte PHM Huber: „- Handelt es sich um den Herrn Schmidt?“ Seine Antwort war „-nein“, es handle sich nicht um Herrn Schmidt, aber er versuchte, mich weiter zu verarschen: Es handelt sich nämlich um einen aufmerksamen Zeugen, der den Vorfall in seinem Auto beobachtet hatte… Worauf ich erwiderte: „- Es gab keinen Zeugen im Auto“. Huber dachte kurz nach und meinte dann sehr gekränkt: „- Doch!“. Erbärmlich.

Ich wollte weiter aussagen, aber Huber redete immer wieder dazwischen. Und immer mal wieder sagte er so etwas wie: „- Ich glaube nicht!“ – der Verdächtige soll davon abgehalten werden, seine Schuld zu leugnen [171]. Mir wurde unterstellt, alles erfunden zu haben und alles vorgetäuscht zu haben. Die Details zu der gewaltsamen Auseinandersetzung, die ich übermitteln wollte, wurden nicht weiter in das Protokoll aufgenommen. Dabei schilderte ich den Vorfall sehr ausführlich.

Unter welcher Beschuldigung ich vernommen wurde, war mir nicht weiter klar in meinem damaligen Kopf. Die Tat und Tatumstände waren ja noch gar nicht festgestellt. Dabei wusste ich nicht, dass Roman SMALUCH einen Jochbeinerlitten erlitten hatte. Ich begann zu denken, es handelt sich vielleicht um einen Raub oder eine Räuberische Erpressung? Von Geld war aber keine Rede, auch später. Vielleicht weil SMALUCH einen Herzinfarkt erlitten hat? Alles war möglich. Ich habe mehr Angst bekommen. Ich fragte: „- Worum geht es denn eigentlich?“. Huber antwortete aber nicht, sondern schüttelte nur verneinend den Kopf. Die Sache nahm zunehmend kafkaeske Züge an.

4.4       Spurensicherung. Die polizeilichen Fotos.

Ein dritter Polizist trat in das Verhörzimmer. Er war Mitte vierzig/Anfang fünfzig. Er hatte kurzes graues Haar oder Stirnglatze. Wie er heißt, weiß ich nicht genau.

Er fragte mich auch, ob ich die Schuhe in der Tiefgargage getragen hatte. Ich erklärte ihm, dass ich die Sandalen Slipper getragen hatte. Er nahm es wortlos, stillschweigend zur Kenntnis. Ich begann zu vermuten, dass der Grund der Vernehmung eine angebliche Körperverletzung mit den Fußtritten war.

Der ältere Polizist zog sich die Gummihandschuhe an. Dann wurde ich gebeten, meine Schuhe abzuliefern, damit er untersucht werden könnte. Er hielt sie gegen das Licht. Sorgfältig und ziemlich sehr lange drehte er die Schuhe und untersuchte sie auf Spuren. Es gab keine sichtbaren. Ich habe auch nicht gehört, dass er bei der Untersuchung irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt hatte. Dann wurden sie fotografiert, von oben, von der Seite, von vorn.

Danach wurde ich mindestens zweimal fotografiert. Aber nur das Gesicht. Ich wollte ja, dass mein abgebrochener Zahn oder z. B. mein Unterarm der mit dem Schlüsselbund verletzt war, fotografiert werden, aber der Polizist bagatellisierte meine Verletzungen. Verantwortungslos. Ich trug später alle Konsequenzen dieser Entscheidung. So war es.

Danach verließ er für eine Weile das Verhörzimmer.

4.5       Absurde Verdrehung von Ursache und Wirkung. Weitere Unterstellungen. Korpsgeist – Zusammenhalt statt Kritik.

Herr PHM Huber recherchierte am Computer. Schließlich hatte er mit dem PHM Kloft eine Anzeige aufzufüllen und benötigten dafür die entsprechenden Informationen. So kam doch ans Licht, dass gegen mich im 2011 und 2013 wegen Körperverletzung ermittelt wurde.

Nachdem ich ihm wahrheitsgemäß antwortete; dass wir im Zeitraum 2013 regelrecht gemobbt wurden, Huber reagierte auf unser ganz persönlichen Situation mit amüsierter Verständnislosigkeit, die mich bis ins Mark erschütterte. Dunkle, verschlüsselte Vermutungen und nicht weiter begründete Unterstellungen wechseln ab mit simplem Spott. Er sprach mit mir in einem bissigen Ton und auf eine Art, dass ich sollte mich direkt schuldig fühlen, obwohl ich wusste, das ich nichts Falsches gemacht hatte.

Der Fall macht sprachlos: Siegried VOGT hatte am 27.02.2013 in unsere Wohnung eingedrungen (Siehe Abschnitt 1.1.6) und am 15.04.2013 hatte er meine Frau Kinga ohne Rücksicht auf ihren Babybauch brutal an die Wand, so das sie auf den Boden gefallen war (Siehe Abschnitt 1.1.7). Nur wenige Stunden später hatte sie eine Frühgeburt mit vielen nachteiligen Folgen für das Baby erlitten. PHM SCHLÜTER hatte für Siegfried VOGT einen rechtsfreien Raum geschaffen, in dem er konnte nur als Geschädigter angesehen werden und wir, die Polacken sind quasi zum Freiwild geworden waren. Und nach dem Überfall auf uns, hatte er immer eine Gegenanzeige wegen Körperverletzung erstatten können.

Die Straftaten zu unserem Nachteil wurden niemals geklärt. Und jetzt diese Scheußlichkeiten werden uns unterschoben…

Ich schaute nur nach unten und biss die Zähne zusammen. Ich musste mich die ganze Zeit für Dinge verantworten für die ich gar nichts konnte. Es ist ein sehr, sehr unangenehmes Gefühl, Empfindungen ausgesetzt zu sein, die man gar nicht will.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit dem PHM Huber schilderte ich den Sachverhalt und die Hintergründe und hoffte auf sein Verständnis. Aber als ich ihm erzählte, dass ich musste im Dezember 2011 eine wichtige Strafanzeige wegen Nötigung gegen Frau SMALUCH zurücknehmen, weil der PHM Axel SCHLÜTER mich gezwungen hatte. „- Gezwungen?“, der PHM Huber wurde aggressiver und bestimmender.

Was soll denn bitte an dieser Wortwahl falsch sein?     

Ich sagte gar nicht „genötigt“ oder „erpresst“, trotzdem diese Äußerung; „gezwungen“ einen Sturm der Empörung ausgelöst hat. Ich kam fast nicht zu Wort und musste von ihm eine so lange Strafpredigt hören, dass der von mir ungerecht beschuldigte Beamte Axel SCHLÜTER „zu den Besten“ gehört…

Huber war empört, dass ich mich negativ über seinen Kameraden SCHLÜTER geäußert habe. Selbstverständlich habe ich mich in keiner Weise respektlos verhalten, sondern lediglich sachliche Kritik gegenüber Axel SCHLÜTER geäußert; meine Wortwahl des Wortes habe ich situationsbedingt übervorsichtig gewählt, das war vielleicht etwas zu höflich formuliert – die konnten sicherlich schnell allergisch reagieren, dachte ich. Aber das Thema ist in Wirklichkeit viel größer:  Es gibt keine Bereitschaft, über die eigenen Schlechtleistungen oder auch nur die der Kollegen zu reden.    

Absolut schlimm war für mich, für so was noch vor der Polizei rechtfertigen müssen und fürchten müssen, dafür noch bestraft zu werden.

Anfangs wehrte mich ich noch nach Kräften gegen diese unaufhörlichen Attacken. Und ich sagte Huber aber nochmals, dass meine Frau Kinga und ich bis heute unter den Folgen der Tat schwer leiden. Immer wieder beteuerte ich das. Es half nichts. Es fehlten Huber schon die Eigenschaften, so etwas überhaupt zu verstehen.

4.6       Gefährderansprache.

Der dritte Polizeibeamte kam nach einer Weile ins Verhörzimmer zurück. Er blickte mir tief in die Augen und fuhr mich scharf an, so wie man zu einem ungezogenen Kind spricht und sagte so etwas wie: „- so etwas darf man nicht mit Menschen machen.“ Dabei meinte er, dass ich den Kerl Roman SMALUCH mit den Fäusten ins Gesicht blutig schlug.

Weil ich ihn nicht mit den Fäusten geschlagen hatte, zeigte ich ihm spontan meine Hände und Finger –  die Hände oder Finger können leicht passiv beim Schlagen mit den Fäusten verletzt werden. Sie waren aber sauber. Ich erklärte ihm, dass nur ein Mal meine Hand in Kontakt mit dem Roman SMALUCHs Gesicht kam. Ich erklärte ihm, dass Roman SMALUCH rannte auf meine ausgestreckte offene Hand zu (Siehe Abbildung 2.24 und 2.25). Danach legte mich auf den Boden und zeigte die vorherigen Szene in der Roman SMALUCH mich würgte und kurz danach fiel mit dem Gesicht zu Garagenboden (Siehe Abb. 2.20 und 2.21).

Ich erklärte den allen drei Beamten, dass ich habe jetzt große Kopfschmerzen, kleine Schwindel und Benommenheit, weil Roman SMALUCHs Brust beim Aufprall auf meinen Kopf schlug und infolgedessen schlug ich hart mit dem hinteren Teil des Kopfes auf dem Garagenboden auf.

PHM Huber fügte eine bösartige Bemerkung hinzu, dass eben bei mir im Kopf nicht alles in Ordnung ist. Ich fühlte mich sehr schlecht und nicht verstanden. Dazu sehr alleine, und hatte Angst vor allem. Ich war ständig schockiert. Aber das war nicht alles. Sehr wahrscheinlich durch den Roman SMALUCHs Sturz auf mich, hatte ich leider eine Darmblutung. Aber ich sagte es nicht. Es war ja auch irgendwie peinlich, darüber zu sprechen. Ich wollte einfach nach Hause gehen. Kinga war allein zu Hause. Ich wusste, dass sie sich große Sorgen um mich machte. Ich war schon im Jahr 2011 von einem Polizeibeamten misshandelt worden. Und ich machte mich Sorgen über ihre Gesundheit und ihre Psyche.

Der dritte Polizeibeamte fuhr seine Gefährderansprache fort und sagte wieder so etwas wie: „- Du darfst das nicht mehr machen!“. Ich versprach ihm, dass ich nichts Unerlaubtes machen werde, was hier mir unterstellt wird, weil ich nichts Unerlaubtes gemacht hatte. Er forderte in einem Infanteriejargon Taten, nicht nur Versprechen: „- Tun Sie das. Tun Sie genau das.“ Ich antwortete darauf: „- Ich werde es tun, ich verspreche“. Er forderte erneut und wiederholte den Befehl. Und ich: „- Mach’ ich.“  Danach verließ der dritte Polizist endgültig den Raum.

4.7       Kulmination. „Belehrung von vorläufig festgenommen Personen“.

Kurz vor dem Ende der Vernehmung, druckte Herr PHM Kloft ein Blatt aus. Ein Schreiben lag neben ihm und wurde mir nicht übergeben. Aus dem Schreiben konnte ich ersehen, dass es sich um eine „Belehrung von vorläufig festgenommen Personen“ handelte (Siehe Unterlage 066). Ich hatte selbst keine genaue Erklärung für das, was sich später abspielte. Vielleicht war das ein geplanter Teil der Reid-Methode. Vielleicht auch nicht und Herr PHM Huber wollte spontan die Gelegenheit nutzen und wollte von mir wissen was er sich selbst ausgedacht hatte.

Ich fragte die Polizisten, ob ich festgenommen werde und in Untersuchungshaft komme oder nicht. PHM Huber antwortete mir mit seinem gewöhnlichen Lächeln, dass ich es später erfahren werde. Aber ich bohrte weiter: „- was ist das?“ Statt eine Antwort zu geben, fragte Huber mich erneut, was wirklich in der Tiefgarage los war. Er musste wohl merken, dass die Unsicherheit sicher meine große Schwachstelle ist.

Mir schlug das Herz bis zum Hals. Die Sorge, dass ich nicht mehr nach Hause kommen werde und um meine Familie zu Hause, wurde immer größer. Nicht die Sorge um meine Sicherheit stand im Vordergrund, sondern die, meine Babys und Frau im Stich zu lassen. Mir wurde schwindelig, ich brach zusammen, ich spürte fast nichts mehr. Ich schaltete einfach ab.

Huber fragte noch etwas, aber ich antwortete eine Weile nicht mehr. Eine weitere Person kam ins Zimmer noch. So plötzlich konnte ich keine Worte finden, schaute nur die Polizisten an. Das war rechts einer und links einer, und dann sprach mal der und mal der sprach, und wenn ich die Fragen hören sollte, die folgten, zeigte ich es nicht. Der Zustand dauerte vielleicht 10 Sekunden vielleicht 1 Minute. Habe ich etwas verpasst? Keine Ahnung.   

Huber fragte immer wieder nach, bohrte, wollte etwas wissen und ich sagte nur: „- ich weiß nicht“. Mein Gehirn hatte keine Kraft mehr. Ich war auch verletzt. Irgendwann dreht jeder Mensch durch und sagt einfach nur noch: „- ich weiß nicht“ oder sagt nichts mehr. Als ich zu mir kam, sagte ich möglicherweise, dass ich möchte mit einem Anwalt sprechen. Meine Vernehmung war damit praktisch beendet.

Wahrscheinlich unter solchen Umständen die Täter legen Geständnisse ab. Aber was sollte ich ihm sagen? Ich wusste gar nicht, was er von mir wollte und was er hören wollte. Wie würde eine ehrliche Antwort lauten? Er selbst mir aber bis zum Ende nicht erklären konnte und wollte, also welcher Tat ich verdächtigt werde.             

Und dann geschah ein Wunder. Huber kündigte an, dass ich nach Hause gehen werde. Er begann meiner Meinung nach erst jetzt zu kapieren, dass ich kein Typ bin, der die Opas und Omas grundlos schlägt. Weil ich nicht auf seine positive Nachricht reagierte, stammelte er so etwas wie: „- Glaubst du der Polizei nicht?“. Seine Stimme war ruhiger, beinahe freundlich. Aber allein nach so vielen Täuschungen war mein Misstrauen legitim, ich antwortete ihm nicht, sondern schaute einfach zur Seite.

4.8       Das polizeiliches Protokoll der ersten Vernehmung als Beschuldigter.

Am Schluss musste ich das Protokoll meiner Vernehmung unterschreiben (Siehe Unterlage 087, Az: 851 Ds 224834/14, S.15). Ich lass es. Ich erklärte dem PHM Kloft sogar ausdrücklich, dass ich Roman SMALUCH nicht ins Gesicht geschlagen hatte. Ich schlug nur auf den Kopf und auf den Rücken. Aber Kloft sagte zu mir so etwas wie; „- Aber Sie haben gesagt, dass sie ihn ins Gesicht getroffen oder seine Schläge abgewehrt haben“. Ich antwortete, dass er rannte auf meine ausgestreckte Hand zu und schubste ich ihn weg von uns. Und all das spielte sich ab, während der dritten Attacke.

Aus alldem ergab sich: PHM Kloft wollte und eher konnte offensichtlich die erste, die zweite und dritte Attacke nicht unterscheiden insb. weil sein Protokoll beinhaltete lediglich die Beschreibung der ersten Attacke. Wie sollte er in diesem Hubers Chaos zu einer Lösung kommen? Wir haben uns aber verständigt, dass ich eine schriftliche Stellungnahme nachreichen werde. Ich hatte einfach keine Kraft, ich konnte mich nicht durchsetzen.

4.9       Bedrohung durch einen Polizisten.

Bevor ich die PI 25 verlassen konnte, musste ich durch den Empfangsraum gehen. Ein vierter Polizist stoppte mich und sprach mich an. Er hatte ein böses, ewig unzufriedenes Gesicht wie aus einer Gemüsekiste, wie es kleine Beamte in Gemeindeämtern haben, kein typisches Bauerngesicht, aber aus großstädtischer Perspektive wirklich exotisch.

Er drohte mir mit dem Finger seiner rechten Hand und beschimpfte mich unüberlegt und leichtfertig mit ungerechtfertigten Verbalinjurien. „Ich bin nämlich u.a. ein Spinner“. Aus der Stimme des Beamten hörte ich sehr viel Landkreis von Ebersberg heraus.

Ich entgegnete ihm, dass ich nichts Böses gemacht hatte. Daraufhin fragte er mich, was sich in Haar befindet. Ich schwieg eine Weile, ich wusste nicht was er meinte. Er ging im kleinen Kreis im Empfangsraum umher, kam wieder auf mich zu, er trat dicht vor mich und drohte mir mit dem Finger nochmals. Ich schwieg weiter. Anscheinend irritierte ihn dieses Schweigen so sehr, dass er sich sozusagen die Antwort selber gab: „eine geschlossene psychiatrische Klinik“. Er brüllte wie ein Irrer.

Allein seine Gestik, Mimik und die aggressive Art und Weise wie er mit mir sprach machten mir Angst. Ich war wie vom Schlag gerührt, so ängstlich und gelähmt, hörte nur stumm zu. Sein Atem schlug mir ins Gesicht und ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass ich davon schwer atmen musste. Ganz schwach und hilflos habe sie sich gefühlt. Mein Hirn überredete aktiv mein Unterbewusstsein, nicht zu kollabieren.

Im Raum befanden sich mehrere Beamte. Einer der Polizeibeamten schnaubte künstlich. Die beiden anderen sahen weg. Sie blickten überall hin, nur nicht in meine Richtung. Die typische Weggucker, die es so oft gibt.

Danach drohte er mir wahrscheinlich in seiner ihm vertrauten Muttersprache, mich in psychiatrische Anstalt höchstpersönlich einliefern zu lassen. Einer der Polizeibeamten schnaubte wieder. Ich meinte hilflos, dass ich beschütze meine Frau. Danach sagte er mir, dass ich nach Hause gehen darf, in einem Ton, der deutlich machte, dass ich verschwinden sollte.

Endlich weg von hier (Siehe Abschnitt 5.1).

4.10     Resümee. Folgen der Vernehmung. Wenn sich eine falsche Beschuldigung und eine Inkompetenz des Beamten paaren, kann nur eine Scheiße herauskommen.

Wie bereits am Anfang dieses Kapitels erläutert wurde, die Qualität der Maßnahmen Auswirkungen auf das weitere Ermittlungsverfahren hat. Aber angesichts des Ausmaßes des Fehlverhaltens (Siehe Abb. 4.1) der handelnden Polizisten und der damit verbundenen rechtswidrigen Einwirkung auf uns, der so gewonnene Sachverhalt hatte nur einen oberflächlichen Einfluss auf das Ergebnis des Strafverfahrens. Im April 2015 habe mich bei der Staatsanwaltschaft beschwert (Siehe Abschnitt 6.4).polizeiinspektion 25 trudering riem

Abb. 4.1:         Ausmaß des Fehlverhaltens bei der Vernehmung bei der Polizeiinspektion 25 Trudering-Riem

Die Nebenklage stützte sich lediglich auf die Vorteile der minderwertigen Beweissicherung, die auf Inkompetenz der handelnden Polizisten basierte (Siehe Abschnitt 12.4.3).

Derart gewonnene Erkenntnisse dürfen nicht vor Gericht verwendet werden und eigentlich nicht verwendet wurden. Trotzdem alle diese nicht aufgeklärte Schlampereien und Dummheiten vom 13.11.2014 und Missverständnisse aus der Vergangenheit 2011-2013 für die wir nicht verantwortlich sind (Siehe Abschnitt 1.1), nahmen einen passiven Einfluss auf das weitere Ermittlungsverfahren bis zu Hauptverhandlung.

4.10.1  Einsatz der Reid-Methode auf Kosten wichtiger Erkenntnisse, die der Verdächtige liefern könnte.

Wie ich den vernehmenden Polizisten berichtete, hatte Roman SMALUCH uns drei Mal angegriffen, jedoch das Protokoll beinhaltete lediglich die Beschreibung der ersten Attacke und die Tonaufnahme beweist eindeutig, dass es zwei Angriffe gab.

PHM Huber Aufmerksamkeit hat meine Aufmerksamkeit erregt, damit ich als Verdächtiger „empfänglich“ [171] werde. Er hat mich ja auch eigentlich nichts gefragt, aber hat mich in meiner Aussage ständig ohne Grund unterbrochen. Wörtlich nur: „- Alles erlogen!“ bzw. „- Ich glaube es nicht! Dazu kamen Spott und bissige Sticheleien. Eine völlig unnötige Komplikation also. Unter diesen Umständen konnte ich meine Aussage nicht fortsetzen. Und schüchterner PHM Kloft nahm meine Aussage ins Protokoll nicht auf, weil PHM Huber mir nicht glauben wollte.

Was wichtig ist und was unwichtig, was wahr ist und was unwahr – das entscheiden die entsprechenden Ermittlungsbehörden. In unserem Fall konnte ich die wichtigen Informationen bei bestem Willen an die Kripo nicht weitergeben. Herr Kriminalkommissar Maier als Unwissender bzw. ausgestattet mit diesen nicht mit ausreichenden Erkenntnissen konnte trotz besten Willen nur sehr einseitig ermitteln (Siehe Abschnitt 5.7).

4.10.2  Reid-Methode. Verbotene Täuschung im Sinne des § 136 a StPO.

Eine spezifische Methode aus der Vernehmung verdient besondere Erwähnung: die sogenannte Reid-Methode: PHM Huber wollte mir verdeutlichen, dass die Polizei unwiderlegbare Beweise gegen mich hat. Mir wurde durch diese Reid-Methode vorgetäuscht, dass ein Zeuge beobachtete die Auseinandersetzung in der Tiefgarage. Aber der Beschuldigte darf nicht belogen oder rechtswidrig unter Druck gesetzt werden. Laut § 136a StPO ist aber die Täuschung Beschuldigter verboten. Ich wusste schon am Anfang dass es nur eine Täuschung war. Und dann dies:

In einem späteren Zeitpunkt wurden wir tatsächlich Opfer der Nötigung zu einem Geständnis durch Androhung von Falschaussage (Siehe Abschnitt 5.3). Dann bekamen wir es mit der Angst zu tun, wir dachten, dass der Erpresser Maik SCHMIDT bei der Polizei eine Falschaussage machte. Die Kombination von Hubers Täuschung und Schmidts Androhung von Falschaussage verwirrte uns so sehr, dass wir brachen jegliche Zusammenarbeit mit der Polizei und Kripo ab, was nicht zuletzt zu weiteren Missverständnissen führte.

4.10.3  Minderwertige Beweissicherung – Fotoaufnahmen unserer Verletzungen.

Weil PHM Huber die Fotoaufnahmen der zugefügten Verletzungen meiner Frau zum Zwecke der Beweissicherung nicht gemacht hatte, mussten wir die Fotos selber machen. Wir mussten die Konsequenzen für sein Handeln tragen.

Die Nebenklage unterstellte uns, dass die Fotos viel, viel später aufgenommen wurden (Siehe Abschnitt 12.4.3). Dieses Problem zog sich bis zur Hauptverhandlung. An einem Foto bestehen bis heute Zweifel, die nicht ausgeräumt werden konnten (Siehe Abb. 16.6).

4.10.4  Minderwertige Beweissicherung. Keine DNA-Spurensicherung. Richtige Entscheidung oder Versagen oder Absicht?

In vielen Ermittlungsverfahren werden irgendwann irgendwelche Gegenstände beschlagnahmt. U.a. da, wo bei Kampfhandlungen oder sonstigen Anstrengungen am ehesten Anhaftungen wie Speichelablagerungen zu erwarten sind [113]. Kleinste Spuren menschlicher Desoxyribonukleinsäure (DNA) seien sie in einem Haar einer Hautschuppe, in Speichelresten, finden sich an jedem Tatort. Mit den Hightechmethoden der Landeskriminalämter lasen sich selbst Mikro-Spuren den Vergleichsproben Verdächtiger zuordnen. Andererseits ermöglicht die DNA-Analyse oft auch den sicheren Ausschluss eines zu Unrecht Verdächtigten [001]. Normalerweise.

Die DNA Roman SMALUCHs DNA-Spuren an meinen Schuhen wären in der Tat ein stark belastendes Indiz, dass es zwangsläufig zu einer Verurteilung [130] [202] führen könnte, trotzdem die Polizeibeamten haben die DNA-Spuren an meinen Slipper-Sandalen und Schuhen nicht gesichert. Die DNA-Spuren wurden nicht nur nicht gesichert und ausgewertet, sondern passiv wurde mir unterstellt, dass ich am Tatort die Schuhe statt Slipper-Sandalen getragen hatte (Siehe Abschnitt 4.1 und 4.4).

Diese winzige Routinemaßnahme hätte uns 2 Jahre Quälerei ersparen können. Heutzutage werden die DNA-Spuren sogar bei den Bagatelldelikten gesichert. Z.B. bei einem Einbruch im Keller [044]. Einfache Diebe, Einbrecher und andere kleine Schurken, denen die Polizei nicht sofort auf die Schliche kommt, können sich dennoch nie sicher sein [049].

Und warum haben die Polizisten darauf verzichtet? Dafür gibt es zu mindestens zwei Gründe. Erstens denke ich, dass aus der Tatsache, dass sich im Roman SMALUCHs Gesicht keine Besonderheiten für Gewalttaten mit Fußtritten gegen den Kopf fanden (Siehe Abschnitt 17.2), verzichteten auf eine Untersuchung. Zweitens, bei der Zeugenvernehmung  direkt nach dem Vorfall gab Frau SMALUCH an, dass wir beide mit den Fäusten auf den Kopf und in das Gesicht von ihrem Mann geschlagen. Dann haben wir beide mit den Füßen auf ihn eingetreten als er auf dem Boden lag. Auf die Fußtritte gegen den Kopf bzw. Gesicht ging Frau SMALUCH in ihrer Zeugenvernehmung direkt nach der Auseinandersetzung am 13.11.2014 mit keiner Silbe ein (Siehe Unterlage 086, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.11). Die Polizisten dachten, es lassen sich einfach keine Spuren finden und auf die Beschlagnahmung von Schuhen verzichteten. Ich denke, sie handelten richtig bzw. einigermaßen richtig.

Erst bei der Beschuldigtenvernehmung am 01.12.2014 bei der Kripo, gaben die Eheleute SMALUCH an, dass ich, Alexander Klotzman gezielt mit meinem Fuß, gegen sein Gesicht getreten (Siehe Unterlage 088, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.25).

Das ist aber eine Situation, die vor allem für jene gefährlich ist, die unschuldig in Verdacht geraten. Einfacher ausgedrückt: Weil lediglich eine recht oberflächliche Untersuchung erfolgte (Siehe Abschnitt 4.4), bestanden ideale Bedingungen für Falschbeschuldigung und bandenmäßige Manipulationen (Siehe Abschnitt 7.14).

4.10.5  Faustschläge.

Eine Kopie vom Protokoll was ich unterschrieben hatte bzw. angeblich unterschrieben hatte, bekam erst vom Rechtsanwalt Mark NIBBE. An dieser Stelle möchte ich nachdrücklich betonen, dass die Vernehmung nahm keinerlei Einfluss auf Ermittlungen. Zu diesem Thema gab es keine Fragen seitens der Anklage/Nebenklage. Es gibt zwei Gründe dafür ausschlaggebend: Erstens, die SMALUCH selber verwickelten sich selber in die schwersten Widersprüche, die nicht hinterfragt werden durften, weil die den falschen Tathergang in Frage stellten. Zweitens, weil auf der Basis der Aussage, die ich so nicht formuliert hatte, selbst wenn es die Wahrheit wäre, die Nebenklage solche perfide Strategie nicht entwickeln konnte.

Es handelt sich um Sätze wie folgende: „Aufgrund des Angriffes auf meine Frau, schlug ich mit mehreren Schlägen auf das Gesicht von Herrn Smaluch ein. Ich habe ihn mehrfach getroffen. Er schlug mich ebenfalls mit seinen beiden Fäusten auf mich ein. (Siehe Unterlage 087, Az: 851 Ds 224834/14, S.15)“ –  Es wird indirekt behauptet, dass ich, Herrn SMALUCH mit meinen beiden Fäusten geschlagen habe. Ich erklärte während der Vernehmung  ausdrücklich, dass ich Roman SMALUCH nicht ins Gesicht geschlagen hatte. Mehrfach. Ich schlug nur auf den Kopf und auf den Rücken. Herr Roman SMALUCH erlitt Jochbeinbruch und zwei kleine Schürfwunden an der Stirn vom Sturz auf den Boden, und das war alles. Seine Zähne waren nicht ausgebrochen worden, seine Nase war nicht gebrochen, sein Mund blutete nicht.

Die SMALUCH behaupteten, dass die Verletzungen des Gesichtes durch Fußtritte gegen den Kopf bzw. Gesicht entstanden sind. Aber ich soll angeblich auch Herrn nach dem Fall auf den Boden ins Gesicht geschlagen, Zitate: „Es kann auch sein, dass Herr KLOTZMAN noch öfters zugetreten hat. Auf jeden Fall hat er sich dann auf mich gestürzt und seine Knie auf meinen Brustkorb gedrückt. Während er das tat, hat er weiter mit beiden Fäusten gegen mein Gesicht getrommelt (Quelle: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.25 und S.26).

Mehrere brutale Tritte und Faustschläge, vor und nach dem Fall auf den Boden und nur ein Jochbeinbruch und zwei kleine Schürfwunden an der Stirn… Das ist der Kern, von dem sich jeder Interessierte selbst überzeugen sollte. Was sagen Sie dazu?   

Natürlich die Schläge mit beiden Fäusten, die mir Eheleute SMALUCH, PHM Kloft, PHM Huber unterstellt haben, im Laufe der Ermittlungs- und Strafverfahren haben an Wichtigkeit total verloren, bloß weil sie unbequem wurden (Siehe Abschnitt 9.5.1).

4.10.6  Text der Beschuldigtenvernehmung.

Hier ein paar interessante Sätze (Siehe Unterlage 087, Az: 851 Ds 224834/14, S.15) aus dieser „freiwilligen“ Beschuldigtenvernehmung:

 „In der Vergangenheit kam es zu verschieden Straftaten, die bereits bei der Polizei angezeigt wurden.“ – das sind nicht meine Worte, sondern die von Polizisten. Ich gab an, dass wir ausschließlich die Opfer waren und jahrelang gestalkt wurden und Siegfried VOGT eine hochschwangere Kinga überfallen hatte.

„Ich ging in die Tiefgarage um mit ihnen einen klärendes Gespräch zu führen. Ich wollte ihnen sagen, dass sie meine Frau nicht mehr belästigen.“ – das klingt besser, führt aber nicht weiter. Ich habe während der polizeilichen Vernehmung mehrfach darauf hingewiesen, dass Frau SMALUCHs wiederholte Drohungen gegen uns und diesmal gegen unsere Kinder und Schubserei im Aufzug ohne Rücksicht auf unser 6 Wochen altes Baby, die von der Frau SMALUCH nun ausging, der Grund für die Auseinandersetzung waren (Siehe Abschnitt 1.2.3). Doch das passte nicht ins „Bild“ von den Tätern, die Opas und grundlos schlagen und Omas grundlos schlagen wollen.

„Sie hatte eine kleine Wunde unten am Kinn.“  – so redet überhaupt kein Mensch, so drechselt nur ein Polizist eine Aussage. Sie ließen meine verletzte, traumatisierte Frau Kinga alleine zu Hause, obwohl wir es gar nicht wollten (Siehe Abschnitt 4.1). Bei der polizeilichen Vernehmung nannte ich dann unangenehme Details zur Tat. Ich erzählte, dass Herr SMALUCH schlug meine Ehefrau, als ob sie ein Mann wäre. Sie hatte schlimme Rücken-Kopf und am Hals Schmerzen und Verspannungen. „… kleine Wunde unten am Kinn“ –  Im Text findet sich hier eine Art Selbstrechtfertigung und Verleugnung eigener Fehler der Polizeibeamten. Ebenfalls angeblich meine „Ich benötige momentan keinen Arzt und werde gegebenenfalls nachträglich zum Arzt gehen.“ – ich brachte während der Vernehmung deutlich zum Ausdruck, dass ich zu meiner Frau gehen musste.  Kinga war verletzt, angeschlagen und traumatisiert. Dazu allein mit einem 6 Wochen altes Baby und 18 Monatigen Kind. Im Vordergrund stand für mich die gesundheitlich-psychische Stabilisierung meiner Frau, und erst später meine eigene Verletzungen. Ich hatte u.a. Darmblutungen, das war mir voll peinlich und so. Ich hab das auch niemandem erzählt. Sollte ich dem PHM Huber erzählen? Wir konnten auch nicht so einfach in die Klinik fahren, wir hatten sehr kleine Kinder, wir blieben einfach über Nacht zu Hause. Und das kann eigentlich wieder jeder verstehen der über ein einigermaßen ausgeprägtes logisches Denkvermögen verfügt.

Und der absolute Hammer, eine Befragung mit einer einzigen Frage:

Frage: „Hat Ihre Frau auch auf Herrn Smaluch eingeschlagen?“

Antwort: „Nein, sie versuchte mich zurück zu ziehen. (Siehe Abb. 4.2) – Ich habe das nicht gesagt, ganz im Gegenteil. Ich erklärte den Beamten, dass Frau SMALUCH versuchte ihren Ehemann zu Vernunft zu bringen (Siehe Abb. 2.8, 2.13 und 2.14). Dies wird durch eine Tonaufnahme bestätigt. Ich erklärte weiter, dass Frau SMALUCH versuchte ihn wegzuziehen, als ich als ich auf dem Boden lag. Ich habe mich auch nirgendwo selbst belastet. Ich bin nicht so dumm, wie manche denken. Es ist aber möglich, dass ich der rechtswidrige Inhalt übersehen hatte. Ich wurde während der Vernehmung psychisch gequält zum psychischen Zusammenbruch (Siehe Abschnitt 4.7). Und am Rande: Ich gehöre zu den fürchterlichen Menschen, die alles, auch das Kleingedruckte, lesen, bevor sie irgendwas machen.

 Meine Antwort auf die Frage wäre nur: „NEIN!“

Abbildung 4.2 Polizei Messestadt

Abb. 4.2:         Eine Fälschung oder ich habe es übersehen?

Ich halte für möglich, dass der Text der Beschuldigtenvernehmung wurde nachträglich gefälscht wie z.B. die Übersetzung der Tonträgeraufnahme (Siehe Kapitel 8) bzw. bearbeitet wurde. Und ich meine hier nicht die PI 25, insb. den netten PHM Kloft. 

4.10.7  Bedrohung. Atmosphäre der Vernehmung. Inkompetenz der handelnden Beamten etc.

Ja, es war schlimm, aber nicht so heftig im Vergleich zu verbrecherischen und faschistoiden Handlungen, denen wir im Zeitraum 2011 – 2013 ausgesetzt waren (Siehe Abschnitt 1.1). Die Beamten bemühten sich aber auch, alles zu überbieten, aber war es nicht möglich. Sie handelten zwar unsorgfältig und ungenau aber dabei gar nicht mit der bösen Absicht, sondern vielmehr in einfachem Glauben an Lügen und Halbwahrheiten. Es war schlimm, aber ich bin auch irgendwie froh, dass es so war. Es könnte noch schlimmer sein. Immerhin z. B. keine körperliche Gewalt und keine Fesselung angewendet wurde, wir wurden auch nicht verhaftet. Wir wissen, dass die mehr oder weniger unschuldige Menschen schon wegen nichts sind oftmals blanker Polizeigewalt ausgeliefert [045] [048] [160] [189] [203] [223] [249] [284] [313] [314] [437] [486]. Natürlich wie immer, alles „Einzelfälle“… Wer solche Befürchtungen für lächerlich hält, wird umso schockierter sein, wenn sie tatsächlich eintreten.

Doch Ermittlungen eines Verbrechens sind kein Spaß – diese Worte richte ich an Herrn PHM Huber. Hier geht es oft genug um das Leben von Menschen – nicht zuletzt das des Verdächtigen.

 

Advertisements