Kapitel 16: Zweiter Tag des Prozesses am 18.02.2016. Medizinischer Gutachter Prof. Wolfgang EISENMENGER – Beantwortung der Beweisfragen

„Gerichtsmedizin bedeutet für mich logische Methodik und Dienst für die Gerechtigkeit [144] – Prof. Wolfgang Eisenmenger

In diesem Kapitel sollte ursprünglich nur der Inhalt des mündlichen Gutachtens von Prof. Wolfgang EISENMENGER erläutert werden. Im Laufe der Zeit habe ich aber festgestellt, dass seine große Autorität bzw. seine offizielle große Autorität im Bereich der Gerichtsmedizin gegen seinen Willen missbraucht wurde. Er ließ sich von der Nebenklage täuschen.

Die Nebenklagevertreterin Anwältin Julia WEINMANN von der Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen hat aufgrund eines zuvor mit dem Anwalt Mark NIBBE gefassten Tatplans den Professor EISENMENGER mit falschen Angaben gegen uns aufgehetzt, während der Parteiverräter Mark NIBBE hatte mich erst zu einer minderwertigen Aussage zu bewegen versucht, um meine Argumentationsfähigkeit zu unterbinden, und als es ihm nicht gelang, zu dem falschen Geständnis gedrängt hat, was im Endeffekt funktionierte.

Julia WEINMANN und Mark NIBBE waren sich bewusst, dass die einfache Amtsrichterin Dr. Ines Tauscher und die Staatsanwaltschaft der großen Autorität von Prof. EISENMENGER nicht viel entgegensetzen kann und keine andere Wahl haben wird, als uns zu verurteilen. Um dies zu erreichen hatten sie gemeinsam zuvor die StA mit falschen Angaben gegen uns aufgehetzt, die Übersetzung der Tonaufnahme gefälscht und NIBBE hingegen blockierte und sabotierte unsere gesamte Verteidigungsstrategie und unsere Interessen wo er nur konnte.  

16.1     Sonderpunkt: Rechtswidrige Einflüsse auf die gerichtsmedizinische Entscheidung von Prof. Wolfgang EISENMENGER.

Ich will nichts Böses über Prof. Wolfgang EISENMENGER sagen, wirklich nicht. Ich möchte auch nicht mit dem Prof. EISENMENGER vor Gericht darüber streiten, ob sein Gutachten von damals den wissenschaftlichen Standards entspricht oder z. B. mit seinem Hippokratischen Eid in Einklang zu bringen ist. Sowohl RAe WEINMANN und NIBBE wie auch SMALUCH würden jetzt gern Streit zwischen uns haben, sind wir überzeugt. Zur Verdeutlichung: Sie haben seine Autorität bzw. seine scheinbare Autorität missbraucht und würden sich jetzt gern hinter seiner Autorität verstecken, um eigene Haut zu retten.

Und überhaupt: Wir bitten Sie herzlich, Herr Professor EISENMENGER, lassen Sie sich bitte nicht über den Tisch ziehen! Wir hoffen, dass Sie in ähnlicher Weise keine andere Menschen vor Gericht verletzen und das war eine Ausnahme, die wohl kaum jemals eine Wiederholung erfahren würde. Insb. in der Vergangenheit.

Wir möchten nicht nur dem Professor EISENMENGER bewusst machen, dass er reingelegt wurde, aber auf Grund von sachlichen und nachvollziehbaren Argumenten und Hinweisen beweisen, dass unter diesen dubiösen und kriminell-täuschenden Umständen jemand anderer an seiner Stelle wäre auch getäuscht worden. Ich möchte dem Professor EISENMENGER bescheinigen, dass ich, so getäuscht an seiner Stelle hochwahrscheinlich gleich gehandelt hätte.

Die fiese Masche der RAe WEINMANN und NIBBE funktionierte ähnlich wie bei uns: durch geschickte Manipulation und Täuschung, Halbwahrheiten und Geheimhaltung, Schaffung scheinbar vollendeter Tatsachen, aber vor allem durch Missbrauch der Anständigkeit und des guten Willens sowie Missbrauch des gewissen Abhängigkeitsverhältnisses (Siehe Abb. 16.0).

Prof. Wolfgang Eisenmenger Rechtsmedizin

Abb. 16.0:       Keine Kanzlei hat den Prof. Wolfgang Eisenmenger gegen die unschuldigen Angeklagten so gezielt aufgehetzt wie die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen und Scheinkanzlei Mark Nibbe

16.1.1  Der Missbrauch seiner Autorität als bloßes Mittel zur Verwirklichung fremder Interessen. Der Kasperletheater vom 15.12.2015.

Also es ist folgendes: Seine Autorität steht für sich selbst, besitzt Autorität in sich selbst und bedarf nicht, um seine Richtigkeit zu beweisen. Wusste Prof. EISENMENGER überhaupt, dass die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen mit NIBBE und StA im Dezember 2015 den Gerichtssaal zum Kasperletheater gemacht hatte (Siehe Kapitel 12), um uns und die Richterin Dr. Ines Tauscher zu verarschen und ihre richterliche Unabhängigkeit zu beeinträchtigen? Und das nur weil Richterin Dr. Tauscher den Prozess auf einen späteren Termin nicht hatte genehmigen wollen (Siehe Abschnitt 7.13).

Ich bin sicher, dass die Gauner gewusst hatten, dass Professor einen anderen Termin am 15.12.2015 gehabt hatte, aber vermute, dass er selbst nicht gewusst hatte, dass er als Sachverständiger am 15.12.2015 an unserem Prozess gehört werden sollte und musste.

16.1.2  Nicht vorgeladene Zeugen & Die Tonaufnahme.

Das Nächste was kommt: Ich bin überzeugt, dass Prof. EISENMENGER schlichtweg nicht gewusst hatte, dass wir den entlastenden Beweis in Form einer Tonaufnahme und derer Übersetzung besitzen und dass die Zeugen absichtlich nicht vorgeladen worden waren. Zwar habe ich mich ständig auf die Tonaufnahme und die Zeugenaussagen gestützt, aber die RAin WEINMANN egal, was ich erzählte oder erklärte, unterstellte mir ständig nur Lügen und sonstige Künste der Falschheit (Siehe Abschnitt 14.7.3), während der Parteiverräter NIBBE sie durch ein Höchstmaß an Passivität unterstützte.

Eines ist gewiss: Wenn die Beweisaufnahme ordentlich durchgeführt worden wäre, dann gäbe es auch keine Möglichkeit zur Fantasie über Knien bzw. Sitzen auf dem Brustkorb (Siehe Abschnitt 15.1.9, 15.4.2 und 16.8).

16.1.3  Wahres aber falsch verstandenes Mitleid auf Kosten der fachbezogenen gerichtsmedizinischen Wahrheitssuche.

Durch das gesamte Ermittlungs-/Zwischenverfahren wurde ich von meinem RA NIBBE wegen meiner angeblichen psychischen Auffälligkeiten gemobbt, weil ich nicht in sein snobisch-imaginäres Weltbild nicht passe. Ich hatte keinen Beistand im Sinne eines Verteidigers, der sich für mich eingesetzt hätte. Stattdessen die RAin WEINMANN konnte hetzen, sie konnte uns verleumden. Dieses Thema wurde schon mehrfach diskutiert (Siehe Abschnitt 14.3).

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Weil Prof. EISENMENGER uns wegen der oben beschriebenen WEINMANNs und NIBBEs Täuschungen und Verdrehungen für psychopatisch, lügnerisch und gefährlich hielt, in Folge dessen bemitleidete angebliche Opfer SMALUCH auf Kosten der fachbezogenen gerichtsmedizinischen Wahrheitssuche. Sein Mitleid war möglicherweise echt, objektiv gesehen aber falsch, weil er getäuscht wurde. Der ethische Aspekt: Mitleid ist eine sozial wertvolle Reaktion, und es sollte für unschuldige Menschen reserviert sein, die reale Schmerzen zu ertragen oder einfach Pech gehabt haben [078], nicht für echte Psychopathen, die in die Enge getrieben wurden.

16.1.4  Gewisse Loyalität für die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen und eine gewisse Abhängigkeit gegenüber Staatsanwaltschaft München.

Fast jeder kann ihn beauftragen [293] [322]. Und es gibt – auch das muss erwähnt werden, eine gewisse Loyalität gegenüber der o.g. Kanzlei. Prof. EISENMENGER hatte mit der Kanzlei schon seit mehreren Jahren oder bereits seit Jahrzehnten zusammenarbeitet [054]. Viele Gutachter seien darauf angewiesen, Aufträge von der StA zu bekommen, und achten deshalb darauf, „nicht in Ungnade zu fallen“ [032]. Das ist das klassische Muster, das wir schon aus Würzburg kennen (Siehe Würzburger Unfug).

Wir haben es eindeutig gemerkt: während des gesamten Ermittlungs-/Zwischenverfahren und der Hauptverhandlung, Staatsanwaltschaft München auf feindselige Weise gegen uns agierte um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Die StA hat ihm beim Gutachtenauftrag signalisiert, welches Ergebnis hinsichtlich der Frage der Schuld gewünscht werde. Das ist übrigens Alltag [305]. Aber es kann natürlich auch sein, dass die StA München musste sich ihm anpassen und nicht umgekehrt.

Die o.g. Kanzlei und/oder StA München erwarteten von ihm, dass er für sie die Drecksarbeit machen wird. Professor tat es, aber machte ihm keinen Spaß (Siehe Abschnitt 14.7.2, 18.1 und Kapitel 17). D.h. Prof. EISENMENGER macht solche Sachen nicht allzu häufig oder gar nicht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er zwischen den Hauptverhandlungstagen sagte den Gaunern was er wirklich denkt, weil am dritten Verhandlungstag RAin WEINMANN zeigte keine Auffälligkeiten mehr (Siehe Abschnitt 23.1.2).

16.1.5  Der Missbrauch entgegengebrachten Vertrauens. Prof. EISENMENGER hatte keinen Einsicht in die Krankenunterlagen von Roman Smaluch erhalten.

Die Nebenklage hat dem Gerichtsmediziner keine Krankenunterlagen zur Verfügung gestellt (Siehe Abschnitt 16.4), nur die selbstgemachten Gesichtsfotos und sehr wahrscheinlich die Gesichtsfotos, die die Polizei zur Verfügung gestellt hatte. Auf den Fotos war ein stark geschwollenes rechtes Auge zu erkennen und zwei kleine Schürfungen an der Stirn. Interessant dabei ist: Trotz der Verletzung sah Roman SMALUCH relativ nicht schlecht aus. Hier meine ich natürlich nur, dass er nicht ausgesehen hatte, wie ein Opfer, das mit Füßen getreten worden war bzw. ein Opfer, dem einen Fettsack mit seinem Körpergewicht von 124 Kilogramm kniend, mehrere Minuten lang auf seiner Brust gesessen hatte.

Bei den in den Krankenakten enthaltenen hochwahrscheinlich keine Informationen über das Knien auf dem Brustkorb. Prof. EISENMENGER hörte nur die Aussagen der Belastungszeugen SMALUCH. Die strittige Frage in diesem Fall: Wie blind musste er gewesen sein, wie taub? Ich bemitleide Professor eher, als ich ihn verachte und ohne falsches, zielorientiertes Mitleid, weil er wahrscheinlich bzw. sehr wahrscheinlich auch bereute, was er getan hatte, bevor er am zweiten Verhandlungstag den Gerichtssaal verlies (Siehe Abschnitt 18.1).

16.1.6  Intellektuelle, soziale und moralische Herabsetzung bis zur Deklassierung der Anklagten zu Tätern, die wenden primitive Gewalt an und die sich im Alltag asozial verhalten.

Prof. EISENMENGER erfuhr erst im Gerichtssaal, mit wem er sich eingelassen hatte. Er hatte vor Hauptverhandlung sicher keine Ahnung, dass ich ein Schreiben an die StA geschrieben hatte, in dem ich den Sachverhalt aus verschiedenen insb. gerichtsmedizineschen Perspektiven beschreiben hatte (Siehe Abschnitt 6.4). Er wusste sicher nicht, dass wir schon ab 2011 gemobbt waren. Er kannte keine Vorgeschichte und wusste nicht, dass meine Frau Kinga im Jahr 2013 als hochschwanger worden war, von dem Soziopathen VOGT überfallen worden war (Siehe Abschnitt 1.1.7).

Professor wusste nur das, was er wissen sollte: Wir sind die Täter, mit denen die Gesellschaft nichts mehr zu tun haben möchte. Dass z. B. ich überhaupt kein asozialer Schläger bin, sondern evtl. nur ein sog. Querulant, der auch einigermaßen intellektuelle Fähigkeiten verfügt und mithin zum logischen Denken in der Lage ist, erfuhr er erst im Gerichtssaal.

16.1.7  Die Schaffung vollendeter Tatsachen & Keine Zeit zum Nachdenken.

Prof. EISENMENGER musste merken, dass ich ergebnisorientiert keine Unterstützung vom RA NIBBE bekam. Abschließend bleibt festzustellen: Die Nebenklagevertreterin RAin Julia WEINMANN musste dem Professor mitteilen, dass ich von dem Kollegen Mark NIBBE zwischen den Hauptverhandlungstagen zu einem falschen Geständnis gedrängt werde. Nachdem also alles vorbereitet war, eine Absage wäre ein Affront gewesen. Mehr Zeit zu Nachdenken, ähnlich wie wir (Siehe Abschnitt 21.11), hatte Professor auch nicht.

16.2     Die Fotos auf dem Richtertisch. Nach anfänglichem starken Entgegenkommen zu unserer Position, Prof. EISENMENGER ändert abrupt seine Meinung.

Das Kurioseste, was ich in der Hinsicht der allgemeinen Psychologie mitbekommen habe, war das was wir rund um die gerichtsmedizinische Erläuterung zu den Fotos mit Verletzungen erlebten. Prof. Eisemenger hat die Beweisaufnahme in der ersten Phase ordentlich und glaubhaft zu unseren Gunsten gewertet, aber als dann plötzlich mein polizeiliches Foto mit Würgespuren am Hals auftauchte (Siehe Abschnitt 16.2.8), Professor änderte seine Meinung schlagartig.

Also los: Nach der Pause (Siehe Abschnitt 15.7), Dr. Ines Tauscher bat Herrn Prof. EISENMENGER, uns und Herrn SMALUCH zum Richtertisch. Auf dem Richtertisch befanden sich viele Fotos mit diversen Verletzungen. Auf den Ersten Blick waren die spektakulärste Fotos mit dem stark geschwollenen Auge von Herrn SMALUCH und mit dem riesigen Hämatom an Kingas linken Oberarm (Siehe Abb. 16.1).

16.2.1  Die polizeilichen und selbstgemachten Fotos mit dem stark geschwollenen Auge von Herrn Smaluch: der Jochbeinbruch.

Prof. EISENMENGER hat dieses Thema nur relativ kurz angesprochen. Er erklärte, dass Ursache für das Auftreten eines Jochbeinbruchs ist eine direkte, starke Gewalteinwirkung auf das Jochbein [020]. Er betonte: Die Gesichtsknochen, zu denen auch das Jochbein gehört, brechen leichter als jene, die unter Weichgebilden gleichsam verborgen sind insb. als diejenigen, welche durch dicke Muskelschichten gegen äußere Gewalt geschützt sind, was sehr interessant war.

Die Ursache hat er in diesem Moment nicht angegeben. Er erläuterte aber fachlich fundiert und nachvollziehbar, dass bei einem Jochbeinbruch die betroffene Gesichtshälfte stark geschwollen ist und kommt es außerdem zu starkem Nasenbluten aus der Kieferhöhle, weil diese mit der Nase verbunden ist [155].

16.2.2  Sonderpunkt. Die Weglassung: Die Schürfungen an der Stirn.

Eine Schürfwunde ist eine oberflächliche Wunde, die entsteht, wenn die Haut durch Reibungskräfte verletzt wird, beispielsweise bei einem Sturz [273]. Auf zahlreichen Fotos, neben dem stark geschwollenen Auge, waren zwei Schürfungen an der Stirn sichtbar. So wie ich mir erinnern kann, sicher nicht grösser als eine 1 Euro Münze. Es waren nur Schürfungen, aber keine Hämatome.

Neben dem stark geschwollenen Auge, das waren einzige sichtbare Verletzungen, die fotografisch mitdokumentiert waren und die wir in der Hauptverhandlung zur Ansicht auf dem Richtertisch bekommen haben und hochwahrscheinlich einzige Verletzungen die Herr SMALUCH neben dem Jochbeinbruch erlitten hatte, die auf irgendwelcher Weise auch dokumentiert waren. Auch sie waren Teil der Anklage. Während meiner Aussage und in meinem Schreiben vom 08.04.2015 an StA, hatte ich mehrfach betont, dass Roman SMALUCH hatte sich die Schürfungen zugezogen, als er mit dem Gesicht auf den Boden gefallen war (Siehe Abb. 2.21).

Prof. EISEMENGER hat dieses Thema nicht angesprochen. Auch später nicht (Siehe Abschnitt 16.6).

16.2.3  Die selbstgemachten Fotos mit dem riesigen Hämatom an Kingas linken Oberarm.

Bereits zwei Monate zuvor: Die Nebenklage hatte am ersten Verhandlungstag im Dezember 2015 behauptet, dass diese Foto mit dem riesigen sehr dunklen Hämatom stammte nicht vom Zeitpunkt der körperlichen Auseinandersetzung in der Tiefgarage am 13.11.2014, sondern wohl zu einem anderen Zeitpunkt gemacht wurde (Siehe Abschnitt 12.4.3). Ebenfalls der Parteiverräter NIBBE meinte, dass ich meine Frau absichtlich verletzt hatte um den Geschädigten Roman SMALUCH zu beschuldigen (Siehe Abschnitt 13.2).

Wir hatten aber dem Gericht andere Fotos desselben Hämatoms zur Verfügung gestellt, die wir selbst ca. 2 Stunden nach der Auseinandersetzung gemacht, aber auch die, die wir nach 2, 3, 7 und 9 Tagen gemacht hatten (Siehe Abb. 16.1). Ich gab es zu, dass ich das spektakulärste Foto gewählt und an die StA verschickt hatte (Siehe Abschnitt 6.4), weil das eben ziemlich spektakulär aussah.

Das Foto das wir ca. 2 Stunden nach der Auseinandersetzung gemacht hatten, war zu diesem Zeitpunkt zu undeutlich, um was sofort zu erkennen. Ich erklärte dem Professor und der Richterin, dass in der Tonaufnahme hört man wie meine Frau Kinga nach dem Schlag vor Schmerz lauthals geschrien hatte (Die Tonaufnahme 8.1, Abschnitt 8.0, Zeitpunkt: 01:09) und die Tochter unserer Nachbarin, kann bestätigen, dass Kinga direkt nach der Auseinandersetzung u.a. unter diesem sehr schmerzhaften Hämatom sehr gelitten hatte (Siehe Abschnitt 5.1).

Prof. EISEMENGER schaute sich alle Fotos mit diesem Hämatom an und feststellte, es handelt sich hier um denselben Hämatom, das durch äußere Gewalteinwirkung von außen wie ein Schlag entstanden war. Er erläuterte, dass aufgrund des rötlichen Hämoglobins erscheint das Hämatom zunächst rot [136] und im weiteren Verlauf der Fleck noch dunkler und gelb wird [137]. Er lobte uns für die Fotos, er sagte, dass dieses Hämatom verliert im Laufe der Tage wie in einem Lehrbuch seine rote Farbe und wechselt in einen tiefen Dunkelton. Ich fühlte mich geehrt… Nur wir und Professor standen am Richtertisch und sahen sich Fotos an. Frauenschläger Roman SMALUCH stand mehrere Schritte entfernt. Er konnte die Blicke der Richterin nicht ertragen.

Professor Wolfgang Eisenmenger

Abb. 16.1:       Der riesige Hämatom an Kingas linken Oberarm

16.2.4  Die selbstgemachten Fotos mit dem Hämatom auf meinem rechten Daumen.

Bis zur Hauptverhandlung am 18.02.2016, war ich überzeugt, dass ich mir Hämatomen selbst zugefügt hatte, als ich Roman SMALUCH von hinten mit flachen Händen geschlagen hatte um meine Frau Kinga zu befreien (Siehe Abb. 2.8) oder als Herr SMALUCH mich beim unkontrollierten Sturz auf den Boden bzw. beim schnellen Aufstehen z. B. mit dem Knie oder dem Fuß passiv verletzt hatte (Siehe Abb. 2.22). Fest steht: Ich machte ihm keine offensive Vorwürfe, wegen meines verletzten Daumens.

Dann kam die positive Überraschung:  Prof. EISENMENGER meinte, dass ich mich den rechten Daumen verletzt hatte, als ich mit meiner offenen Hand den Faustschlag abzuwehren versucht hatte. Ja, das hatte sein können. Nach dieser Feststellung, halte ich jetzt diese Möglichkeit für sehr wahrscheinlich. Bei dem zweiten Angriff, Herr SMALUCH hatte versucht, mein Gesicht u.a. mit Faustschlägen zu verletzen  und ich hatte die Arme gehoben, damit ich keine Schläge ins Gesicht bekomme (Siehe Abb. 2.15).

Die Abwehrverletzung

Abb. 16.2:       Sehr wahrscheinlich durch den Faustschlag, den ich abgewehrt habe erlitt ich ein schmerzhaftes Hämatom am Daumen

16.2.5  Das selbstgemachte Foto mit der kleinen Hautabschürfung am meinen linken Unterarm. Die Abwehrverletzung. 

Bei dem zweiten Angriff, Herr SMALUCH hatte versucht, mein Gesicht nicht nur mit Faustschlägen aber auch mit seinem Schlüsselbund zu verletzen, während ich hatte die Arme gehoben, damit ich keine Schnitte oder Stiche ins Gesicht bekomme (Siehe Abb. 2.15). Er hatte mich nur mit dem Schlüsselbund am Unterarm oberflächlich leicht verletzt. Roman SMALUCH hatte wohl zuerst den Pullover getroffen und so den Schnitt bzw. den Stich abgeschwächt. Statt einer Stich-Schnittwunde war eine kleine Hautabschürfung entstanden (Siehe Abb. 16.3).

Prof. EISENMENGER erläuterte, dass es sich um eine sog. Abwehrverletzung [254] handelt, die bei einem Schutzverhalten entsteht. In meinem Fall hatte ich mein Gesicht möglichst mit meinen Armen bedeckt. Professor gestikulierte, um seine Worte besser verständlich zu machen.

Die Abwehrverletzung Werkzeug

Abb. 16.3:       Die Abwehrverletzung – eine kleine Hautabschürfung

16.2.6  Die selbstgemachten Fotos mit der kleinen Schnittwunde in der Kingas Oberbrust. Die Griffspuren am Kingas rechten Oberarm.

Nachdem als Herr SMALUCH meiner Frau Kinga mit der rechten Faust auf den linken Oberarm geschlagen (Siehe Abb. 2.13), hatte er versucht ihr noch mit Schlüsselbund ins Gesicht zu schlagen (Siehe Abb. 2.14), was war aber gottseidank nicht gelungen. Kinga hatte instinktiv ihren Kopf nach hinten gekippt, Roman SMALUCH hatte meine Frau mit den Schlüsseln oberflächlich im oberen Brustbereich leicht verletzt. Er hatte auf einmal zwei kleine Kratzer in die Haut geritzt (Siehe Abbildung 16.4).

Prof. EISENMENGER erklärte fachlich dem Gericht anhand des Verletzungsbildes, diese Verletzung. Es handle sich um kleine Schnittverletzungen, allerdings die mit einer Spitze oder kurzen scharfen Kante eines kleinen Werkzeugs zugefügt waren. Nach den vom Professor getroffenen Feststellungen und seinen Ausführungen in der Beweiswürdigung, war es zu diesem Zeitpunkt wirklich super. Es konnte eigentlich nicht besser sein. Mir ist wohl nicht in den Sinn gekommen, dass es vielleicht eine Tücke war. Prof. EISENMENGER war sehr überzeugend, freundlich und engagiert.

Prof. Eisenmenger Rechtsmedizin LMU

Abb. 16.4:       Kleine Schnittwunden in der Kingas Oberbrust und Griffspuren am Kingas rechten Oberarm

Wenn man diese Fotos genau studiert (Siehe Abbildung 16.4), sieht man Fingerabdrücke am Kingas rechten Oberarm. Das sind sog. Griffspuren [111]. Damals Herr SMALUCH hatte Kinga u.a. nach ihrem linken Oberarm gezogen, und hatte sie zu sich gezogen um sie erneut zu schlagen (Siehe Abschnitt 2.3). Aber ich verschwieg es. Ich wollte Herrn Professor nicht mit Kleinigkeiten belasten.

16.2.7  Die polizeilichen und selbstgemachten Fotos von der Kingas Kinnverletzung.

Der Fall macht sprachlos: Am Anfang der Auseinandersetzung, Herr SMALUCH hatte ausgeholt und meine Frau Kinga mit Faust von unten gegen das Kinn geschlagen (Siehe Abb. 2.7). Im letzten Augenblick Kinga hatte seine Absicht erkannt und ihr Kopf intuitiv nach hinten gekippt, trotzdem der brutale Faustschlag gegen ihr Kinn ihren Kopf nach hinten gerissen. Sie hatte dadurch eine Art Schleudertrauma mit mindestens Schweregrad II, mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen im Bereich Rücken, Hals, Kopf und Kiefer. Ursache eines Schleudertraumas ist ein plötzliches, starkes Beugen und anschließendes Überstrecken der Halswirbelsäule [148].

Kinga hatte keine Schmerzmittel genommen, weil sie einen Säugling gestillt hatte – unsere 6 Wochen alte Tochter. Sie hatte noch das zweite Kind betreuen müssen. In der Kombination mit dem riesigen Hämatom am linken Oberarm, jede Bewegung war zur Qual geworden. Die PI 25 hatte indirekt behauptet, dass sie nur eine kleine Wunde unter am Kinn gehabt hatte (Siehe Abschnitt 4.10.6). Die Wunde war tatsächlich klein, aber der Schlag war sehr stark gewesen. Die Kraft hatte somit auf eine relativ kleinere Fläche gewirkt. Die Wunde war durch Abreibung der Haut entstanden. Diese Einzelheiten waren dem Professor überwiegend bekannt.

Prof. Wolfgang Eisenmenger

Abb. 16.5:       Kleine Kinnverletzung und eine schmerzhafte Schleudertrauma

Prof. EISENMENGER erklärte, dass die Wunde durch einen Fingernagel oder durch einen Schlag mit einem kantigen Gegenstand entstehen sein könnte. Das erste natürlich trifft zu (Siehe Abschnitt 2.3), weil der Schlüsselbund war erst bei dem zweiten Angriff zum Einsatz gekommen (Siehe Abschnitt 2.5). Bezüglich der Diagnostik eines Schleudertraumas bei Kinga schwieg ich. Ich wollte nicht aufdringlich sein. Roman SMALUCH hatte sichtbar Angst davor, dass er Unannehmlichkeiten bekommen würde.

16.2.8  Das „verschollene“ polizeiliche Foto von mir mit Würgespuren am Hals. Der Wendepunkt. Mein großer Fehler.

Verhältnismäßig gefasst sah Dr. Ines Tauscher die weiteren Fotos durch. Zu meiner Überraschung fand sie das Foto mit Würgemalen am meinen Hals. Das war allerdings etwas Neues. Weder Staatsanwaltschaft München noch der Kollege Mark NIBBE hatte das Foto von mir mit Würgespuren am Hals nicht bemerken wollen, denn das hätte bedeuten können, nicht nur, dass wir unschuldig sind, aber auch dass Roman SMALUCH verdammt schuldig ist. Und ich hatte keinen Zugriff auf die Polizeifotos in unseren Straftakten (Siehe Abschnitt 6.3, 7.3 und 7.9.1). Das habe ich wirklich noch nicht gesehen. Tja, wenn ich das Foto gesehen hätte, hätte ich die StA selbstverständlich darüber informiert (Siehe Abschnitt 6.4).

Es gäbe wahrscheinlich keinen Prozess, oder nur ein Urteil in diesem Prozess: schuldig für SMALUCH. Die Rasterung des Polizeifotos war scharf genug, um die Einzelheiten zu enthüllen: Alles deutete auf eine massive gewaltsame Manipulation am Hals hin. Auch unsere Schilderung des Würgeangriffs genau zu den von der Polizei fotografierten Würgemale passte. Dazu kommt noch die Tonaufnahme. Nachdem Roman SMALUCH hatte seinen Würgegriff lockern müssen, auf der Tonaufnahme hört man, dass ich plötzlich schwer geatmet hatte (Die Tonaufnahme 8.2, Abschnitt 8.0, Zeitraum: 00:03 – 00:06).

Richterin richtete den Blick auf Professor. Er musste etwas sagen. Er schaute mich mit dem Blick an, der mir bis ins Mark fuhr, wobei ich nichts Böses gemacht und noch nichts gesagt habe. Ich senkte den Kopf. Prof. EISENMENGER zögerte, schien etwas abzuwägen und sagte dann, dass sind nämlich keine Würgemale. Begründung gab es keine. Richterin Dr. Tauscher schaute mich an, als wollte sie sagen: „Ja, ich weiß, ich glaube dir, aber ich kann nichts dafür“. Sie war nicht überrascht, aber irgendwie doch erstaunt. Roman SMALUCH entfernte sich von dem Richtertisch. Hinter mir lauerte bereits Mark NIBBE. Ich sah mich ihn kurz an. Die Verzweiflung genauso gut wie Hinterhältigkeit und Tücke wurde auf seinem Gesicht mit dem coolen, gepflegten 3-Tage-Plus-Bart sichtbar.

Ich protestierte nicht, weil Prof. EISENMENGER sich zuvor viel Vertrauen verdient hat (Siehe Abschnitt 16.2.3 bis 16.2.7). Das war mein großer Fehler. Ich dachte, eben deshalb hat er Respekt und Vertrauen verdient. Ich vermutete, dass Professor will den Streit zwischen den beiden Parteien auf diese Weise beenden. Also unentschieden. Meine Menschenkenntnis hat mich leider schon einige Male betrogen.

Ich sagte nur, dass ich heute zum ersten Mal dieses Foto sehe.

16.2.9  Das selbstgemachte Gesichtsfoto mit meinem Gesicht mit den roten Augen vs. die    polizeilichen Gesichtsfotos.

Als ich von der Polizeiinspektion 25 nach Hause kam, machte ich noch dieses Foto (Siehe Abb. 16.6). Ich war sichtbar erschrocken, meine Augen waren rot, Schweißperlen waren auf meinem Gesicht sichtbar, nach meiner Schätzung, mein Gesicht leicht geschwollen war. Allerdings auf den polizeilichen Fotos war ich eher blass im Gesicht und meine Augen waren nicht rot.

Prof. EISENMENGER sagte kurz, dass das selbstgemachte Foto zu einem anderen Zeitpunkt entstanden war, aber nicht am Tag der Auseinandersetzung. Ich protestierte ebenfalls nicht, ich vertraute ihm nahezu voll und ganz. Ich werde zu diesem Thema noch einmal gesondert schreiben (Siehe Abschnitt 16.6.5).

rote Augen

Abb. 16.6:       Das selbstgemachte Gesichtsfoto mit meinem Gesicht vom 13.11.2014

16.2.10 Sonderpunkt. Das selbstgemachte Foto mit meinem abgebrochenen Zahn und das Foto mit leicht verletztem Knie.

U.a. das Foto befand sich wahrscheinlich auf dem Richtertisch. Leider wurde aber übersehen, sehr wahrscheinlich nicht absichtlich. Das Zahnfragment hatte ich in einem Gläschen dabei. Ich vergaß die Richterin darüber zu informieren. Ich schaffte es nicht mehr. NIBBE half mir natürlich nicht.

16.3     Unsere ärztlichen Atteste.

Danach hat Prof. EISENMENGER dem Gericht die Kopien unserer Attesten langsam und mit kleinen Pausen vorgelesen. Nach fast zwei Minuten, Mark NIBBE ist aufgestanden und händigte unsere Atteste im rosafarbenen Original dem Professor aus (Siehe Unterlage 067 und Unterlage 068). Das darauf Geschriebene war trotzdem für einen Laien unleserlich. Die Handschrift eines Arztes, der uns am 14.11.2014 aufgenommen hatte (Siehe Abschnitt 5.2), war hässlich, aber Herr Professor, als Arzt, hat die Schrift langsam aber sicher entziffert. Die Befunde passten zu unseren Angaben und Fotos.  

16.4     Sonderpunkt. Die fehlende Einsichtnahme in ärztliche Unterlagen des Nebenklägers Roman Smaluch.

Unglaublich aber wahr: Die Nebenklage hat dem Gerichtsmediziner keine Krankenunterlagen zur Verfügung gestellt, nur die selbstgemachten Gesichtsfotos und sehr wahrscheinlich die Gesichtsfotos, die die Polizei zur Verfügung gestellt hatte (Siehe Abschnitt 16.2.1). Es musste dem Professor EISENMENGER reichen, dass der Nebenkläger Roman SMALUCH und seine Ehegattin von einem exotischen Überfall berichteten (Siehe Kapitel 15). Was soll das? Kann man damit arbeiten? Darf er das? Wirkte so was nicht irgendwie verdächtigt? Wo beginnt die Vernachlässigung der gebotenen Pflichten? Ich fand das damals reichlich merkwürdig, aber fragte damals nicht. Ich wollte höflich sein.     

Die SMALUCH hatten einen guten Grund für die Verschleierung der Wahrheit. Wir hatten ihn angeblich mehrere Male mit den Fäusten geschlagen bevor auf den Boden gefallen war (Siehe Unterlage 086A, 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 13), danach auf dem Boden getreten. Natürlich wir beide (Siehe Unterlage 088, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 26). Am Ende hatte ich ihn mit den Fäusten geschlagen, selbst als er auf dem Boden gelegen habe (Siehe Unterlage 088, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 26). Das muss man klar benennen: Nur ein Jochbeinbruch mit zwei Schürfungen an der Stirn? Das Mund und Nase nicht verletzt? Keine Blutungen aus dem Mund? Alle Zähne? Ich erinnere an einen wichtigen Punkt:  Auf das Knien auf dem Brustkorb ging Frau SMALUCH in ihrer Zeugenvernehmung direkt nach der Auseinandersetzung am 13.11.2014 mit keiner Silbe ein (Siehe Unterlage 086, : 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 11). Wo sind diese Verletzungen? Also weiter.

16.5     Sonderpunkt. Herr Siegfried Vogt betritt erneut den Gerichtssaal. Julia Weinmanns Unfähigkeit, aus Erfahrung zu lernen [271].

Ich mag es so, das ich chronologisch genau schreibe, außer ich komme nicht weiter: Herr Siegfried VOGT wartete schon über 4 Stunden vor dem Gerichtssaal an der Tür und wartete darauf, aufgerufen zu werden. So zumindest dachte er es sich. Wir dachten auch. Herr VOGT wollte laut Julia WEINMANN vor Gericht aussagen (Siehe Abschnitt 13.14.4). War es wirklich so? Kam er freiwillig oder wegen vorgetäuschter gesetzlicher Verpflichtung?

Die Vernehmung der Zeugen war längst abgeschlossen, Prof. EISENMENGER hat das Vorlesen  unserer Attesten fast beendet (Siehe Abschnitt 16.3).VOGT öffnete leise die Tür und nahm Kontakt zu der RAin Julia WEINMANN auf. Sie unterhalten sich kurz, aber wegen dem gleichmäßigen Geräusch ringsum konnte ich sie nicht verstehen.

Danach fragte WEINMANN mit ihrer natürlichen Stimme die Richterin Dr. Ines Tauscher und den Staatsanwalt SOHN, ob sie Fragen an ihn haben, Herr VOGT nämlich wartet auf dem Flur. Sie tat als ob vorher nichts passiert wäre (Siehe Abschnitt 15.2). StA SOHN antwortete nichts. Dr. Tauscher explodierte nicht, sie war aber kurz davor, wieder zu explodieren. Ihre Nasenlöcher weiteten sich wütend und mit jedem Atemzug wurden sie größer. Sie schwieg aber und mit fest zusammengebissenen Zähnen starrte WEINMANN an.

Richterin hat wahrscheinlich erkannt, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. Was sollte sie machen? Schreien? Es hatte aber nichts genutzt. Noch mal schreien? Sie hatte sich klar genug ausgedrückt, es gehe in dem Prozess um die aktuelle Körperverletzung, nicht aber um andere Fälle, die einen anderen Sachverhalt haben (Siehe Abschnitt 15.3).

WEINMANN selbst hatte keine Fragen für ihn… Danach wandte WEINMANN sich an die übrigen Juristen (!?), an den Kollege NIBBE und an den Anwalt meiner Ehefrau Erlmeier. Sie schaute vom einen zum andern. NIBBE aber schwieg. Franz J. Erlmeier nahm die Frage das erste Mal nicht zur Kenntnis. Julia WEINMANN fragte aber noch mal idiotisch nach. RA Erlmeier reagierte mit einem kurzen und knappen „-Nein.“ Ich unterstelle WEINMANN doch gar nicht, dass sie doof ist, aber sie ist unfähig aus Erfahrung zu lernen [251].

Schließlich auch Herr VOGT selbst hat sich geäußert. Er fragte, ob er nach Hause fahren darf. Das glaube ich auch. Doch als ich das gehört habe, war ich erst überrascht. Nach Hause fahren? Wollte er keine Rache nehmen? Richterin antwortete ihm nicht, aber WEINMANN rief ihn mit einem Wink Platz im Zuschauerbereich zu nehmen. VOGT setzte sich brav neben die Tür, weit entfernt von den Anderen. Er machte nicht den Eindruck, dass er hier gekommen ist, um Aussagen machen zu können. VOGT hatte kein Funkeln in den Augen, war gar nicht herausfordernd wie damals. Diesmal lächelte er auch nicht, auch wenn WEINMANN mit Ewa CORCORAN und NIBBE über uns lachten (Siehe Abschnitt 17.6). Er schaute uns nicht an. Er saß einfach nur da und blickte geradeaus. Ich schaute ihn aus den Augenwinkeln an, aber sogar unsere Blicke trafen sich nicht ein einziges Mal.

Unser Meinung nach wollte er zum Prozess überhaupt nicht kommen. Herr VOGT wurde durch die Gauner gelockt, um uns einzuschüchtern und uns gefügig zu machen. Ich habe nicht das geringste Mitleid für ihn, aber ich gehe davon aus, dass er wurde erneut ausgenutzt, echt fies.

16.6     Mündliche Erläuterung der gerichtsmedizinischen Feststellungen. Unsere Verletzungen.

Prof. Wolfgang EISENMENGER [257] hat sich erst vorgestellt. Er sagte, dass er am Institut für Rechtsmedizin der LMU tätig ist. LMU? Dachte ich. Es kann nichts schief gehen. Wie sollte ich ihm nicht vertrauen? Alle schauten ihm jetzt zu.

16.6.1  Das riesige Hämatom an Kingas linken Oberarm.

Prof. EISENMENGER hatte schon das Thema umfassend, glaubhaft und sehr anschaulich erklärt (Siehe Abschnitt 16.2.3). Jetzt klang er nicht so, als ob er selbst davon überzeugt wäre. Dazu sprach er in Form einer Vermutung aus. Ihre Schmerzen interessierten ihn dabei nicht. Professor wollte den Nebenkläger vor Gericht nicht belasten.

16.6.2  Die Kinnverletzung von Kinga.

Prof. EISENMENGER behauptete, dass es sich nur um eine „kleine Verletzung“ handle. Wie genau die Verletzung entstanden war, wollte er nicht sagen. So eine Hautabschürfung wegen einer Ohrfeige? Wer hat womit zugeschlagen? Professor redete über die Kingas Verletzungen so, als ob sie nicht durch die Handlung durch einen fremden Dritten entstanden wären.

16.6.3  Das Hämatom auf meinem rechten Daumen und die Abwehrverletzung am meinen linken Unterarm. 

Prof. EISENMENGER hatte zuvor das Thema umfassend behandelt und verschafft mir einen sehr guten Einblick in die Problematik der Abwehrverletzungen bzw. Verletzungen die bei Abwehr von Schlägen im Nahkampf entstanden sein können (Siehe Abschnitt 16.2.4 und 16.2.5).

Diesmal, sagte er zum Thema aber sehr wenig aus, eigentlich fast nichts. Er gestikulierte nicht dabei, wie es vorher getan hatte. Es handelt sich etwa um die Abwehrverletzungen. Punkt.

16.6.4  Die kleine Schnittwunde in der Kingas Oberbrust.

Prof. EISENMENGER wiederholte das, was er der Richterin und uns bei Richtertisch erzählt hatte (Siehe Abschnitt 16.2.6). Es handle sich um kleine Schnittverletzungen, allerdings die mit einer Spitze oder kurzen scharfen Kante eines kleinen Werkzeugs zugefügt waren. Allerdings erklärte er erneut so, als ob sie nicht durch die Handlung durch einen fremden Dritten entstanden wäre.

16.6.5  Das selbstgemachte Gesichtsfoto mit meinem Gesicht mit den roten Augen vs. die polizeilichen Gesichtsfotos.

Bei Richtertisch hatte Prof. EISENMENGER lediglich gemeint, dass das selbstgemachte Foto zu einem anderen Zeitpunkt entstanden war, aber nicht am Tag der Auseinandersetzung (Siehe Abschnitt 16.2.9). Eine klärende Begründung hatte es nicht gegeben, aber er hatte auch keine offensive Unterstellungen vorgenommen.

Prof. EISENMENGER unterstellte mir jetzt, ich hatte die Fotos nicht am Tag der Auseinandersetzung gemacht. Er behauptete, dass meine Augen und sogar meine Frisur (?) unterschiedlich sind. Eine klärende Begründung hat es nicht gegeben, aber diesmal unterstellte mir direkt Betrug, aber – eine wissenschaftlich begründete Argumentation lag nicht vor. Ich dachte: Was ist los mit ihm? Habe ich ihn verärgert?

16.6.6  Die Klärung des Missverständnisses: Das selbstgemachte Gesichtsfoto mit meinem Gesicht mit den roten Augen vs. die polizeilichen Gesichtsfotos.

Am zweiten Verhandlungstag hat man mir ja keine Gelegenheit gelassen dieses Missverständnis aufzuklären. Am dritten Verhandlungstag wollte ich mich mit Problem auseinandersetzen, aber am Sonntag, den 21.02.2016, RA Mark NIBBE hat mich rechtswidrig unter Druck gesetzt und hatte mir ein falsches Geständnis abgepresst (Siehe Kapitel 21).

Tatsächlich ist der Vergleich der Fotos ziemlich eindeutig. Auf dem selbstgemachten Foto, das ich im April 2015 der StA mitgeschickt hatte, sieht man rote Augen im Augenweiß, mein Gesicht ist rot und erhitzt. Allerdings auf den polizeilichen Fotos war ich eher blass im Gesicht und meine Augen waren nicht rot. Und warum eigentlich? Gibt es dafür eine plausible Erklärung? Oder ich bin ein Betrüger und Lügner?

Die ganze Geschichte von Anfang an: Die Polizisten der PI 25 hatten die wenige Fotos relativ noch am Anfang der „Vernehmung“ gemacht bzw. bevor ich massiv psychisch gequält wurde (Siehe Abschnitt 4.4). Nach der Vernehmung war ich nach Hause zu meinen Kindern und meiner Frau Kinga eigentlich fast die ganze Strecke fast gelaufen. Ich war panisch, verzweifelt und total hektisch gewesen (Siehe Abschnitt 5.1). Ich hatte auch geweint, die Tränen waren mir aus den Augen gerannt. Ich hatte geschwitzt, unter der Kleidung waren meine Brust und mein Rücken nass gewesen.

Ein „gerötetes Auge“ kann mehrere Ursachen haben. U.a.; Weinen, Müdigkeit und Post-traumatische Zustände [192]. Auch hoher Blutdruck, Aufregung, Anstrengung und Stress können kleine Einblutungen im Auge auslösen [276]. Dazu die Menschen erröten, wenn aufgeregt sind, erschrecken und sie schwitzen oder zittern, wenn ihnen eine Situation überfordert oder einschüchtert [003].

Und bezüglich meiner Frisur, kann ich nur schreiben; meine Güte, ich bin nicht so dumm. Ich hatte keine Fotos z.B. mit längeren oder kürzeren Haaren gemacht und der StA mitgeschickt hatte. Also tut mir leid, Herr Professor, absolute Fehleinschätzung. Sonst unsere Fotos wurden gespeichert und als Dateien hatten ein entsprechendes und sehr, sehr nachvollziehbares Erstellungsdatum.  

16.6.7  Meine Steißbeinverletzung und meine Blutungen aus dem Darm.

Während der zweiten Attacke Roman SMALUCH hatte mich nach hinten gedrängt (Siehe Abb. 2.15), so dass ich schließlich das Gleichgewicht verloren und auf den Boden gefallen war (Siehe Abb. 2.16). Das Ergebnis: Eine Steißbeinprellung und ca. 3 Wochen starken Schmerzen. Tagelang hatte ich mich vor Schmerzen kaum aufstehen können.

Aber das ist nicht alles: Nachdem, als ich auf dem Boden gelegen hatte und Roman S. mich gewürgt hatte (Siehe Abb. 2.17, 2.18 und 2.19), war er auch zu Boden gestürzt (Siehe Abb. 2.21). Mit einem Sprung nach vorne hatte er sich zu retten versucht und dabei hatte mir mit dem Fuß oder mit dem Knie in meinen Bauch getreten (Siehe Abb. 2.20). Natürlich nicht absichtlich, was ich mehrfach betont hatte. Das Ergebnis: 3-tägige Blutung aus dem Darm.  

Prof. EISENMENGER kurz feststellte, dass solche Verletzungen treten nicht zusammen auf, aber seine Stimme war so unterstellend wie möglich. Dass die o.g. Verletzungen auf eine ganz verschiedene Weise, zu verschiedenen Zeiten und durch verschiedene Wirkung an verschiedenen Körperteilen entstanden waren, zog er nicht in Betracht. Ich widersprach ihm nicht, und ergab mich noch ganz in seinen Willen. Ich dachte fälschlicherweise, dass er nicht streng darauf beharren wird, dass wir für die Roman SMALUCHs Verletzungen und fiktive Handlungen verantwortlich sind. Auf diese Problematik wird im Rahmen der Diskreditierung meiner Person noch eingegangen (Siehe Abschnitt 17.6).

16.6.8  Die Klärung des Missverständnisses: Meine Steißbeinverletzung und meine Blutungen aus dem Darm.

Mir wurde keine Gelegenheit gegeben, Stellung zu nehmen. Also, ich erkläre es jetzt noch einmal: Das stimmt, was Prof. EISENMENGER gesagt hatte (Siehe Abschnitt 16.6.7). Eine scheinbar unmögliche Verbindung also. Im Prinzip. Solche Verletzungen treten nicht zusammen auf.

Ich hatte aber bei meiner Aussage  sehr genau erklärt, dass diese Verletzungen auf eine ganz verschiedene Weise, zu verschiedenen Zeiten und durch verschiedene Wirkung an verschiedenen Körperteilen entstanden waren. Zwischen der Steißbeinverletzung (Siehe Abb. 2.16) und der zweiten wahrscheinlichen Verletzung im Bauchbereich (Siehe Abb. 2.20) waren ca. 15 Sekunden vergangen. Das ist eine wichtige Unterscheidung.

16.6.9  Die Weglassung. Die Würgespuren an meinem Hals.     

Nachdem Prof. EISENMENGER während der gerichtsmedizinischen Erläuterung zu dem polizeilichen Foto festgestellt hatte, dass die Spuren an meinem Hals, keine Würgemale sind (Siehe Abschnitt 16.2.8), wollte er jetzt auf diese Problematik nicht eingehen…

16.6.10            Mein abgebrochener Zahn.

Während der ersten Attacke Roman SMALUCH hatte mich mit der Faust ins Gesicht geschlagen (Siehe Abb. 2.9). Ein Stück meines Zahnes abgebrochen war. Und das Schlimme gewesen war, das es der vordere untere Zahn gewesen war. Ich hatte gelispelt und mehrere Woche lang Schwierigkeiten beim Sprechen gehabt.

Und auch hier: Mir wurde keine Gelegenheit gegeben, Stellung zu nehmen. Nachdem Prof. EISENMENGER unsere Verletzungen erläutert hatte, erklärte er jetzt die Roman SMALUCHs Verletzungen (Siehe Abschnitt 16.7).

16.7     Roman Smaluch. Eine atypische Jochbeinfraktur mit Orbitalbodenbeteiligung rechts. Mark Nibbes Frage.

Jetzt begann der „richtige Prozess“ gegen uns. Prof. Wolfgang EISENMENGER behauptete dass, Herr Roman SMALUCH  hatte wohl den Jochbeinbruch durch einen Fußtritt erleiden müssen. Er sprach in Form einer Feststellung aus, was mich beunruhigte und ängstigte zugleich. Eine plausible Begründung dafür gab er allerdings nicht ab. Seine Art zu reden, mit den Augen zu zwinkern, die große Kompetenz vortäuschte, das alles erinnerte mich an einen Apotheker, der einer Oma eine unseriöse aber „preiswerte“ Antifaltencreme verkaufen will, die über 70 Euro kostet.

Professor erläuterte erneut, dass bei einem Jochbeinbruch die betroffene Gesichtshälfte stark geschwollen ist und kommt es außerdem zu starkem Nasenbluten aus der Kieferhöhle, weil diese mit der Nase verbunden ist [155]. Er erklärte, dass die Knochenbruchstücke mussten mit viel Geschick komplett zusammengefügt werden, wozu spezielle Platten und Schrauben zum Einsatz gekommen waren. Nach Verheilen der Frakturen, die Ärzte hatten die Schrauben und Platten wieder herausholen müssen, was insgesamt zwei Operationen unter Vollnarkose erforderlich gemacht hatten. Prof. EISENMENGER erklärte welche Martern und welche Schmerzen Herr SMALUCH hatte ertragen müssen. Z.B: Geringe Kaubewegungen hatten starke Beschwerden ausgelöst. Dadurch war eine feste Nahrungsaufnahme bei ihm in den ersten Tagen nicht möglich, was natürlich nachvollziehbar ist [239].

Ich drehte mich auf dem Sitz herum, und forderte Marc NIBBE auf, die Fragen an den Professor zu stellen. Richterin schaute uns beide an. Kollege Mark NIBBE erwachte aus seinem Schlaf und blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als den Prof. EISENMENGER zu fragen.

NIBBE fragte den Prof. EISENMENGER, ob er „eventuell“ eine andere Ursache der Jochbeinfraktur als Fußtritte gegen das Gesicht ausschließen kann. Schon die Art der Fragestellung war verräterisch und gab Anlass zur Skepsis. Prof. EISENMENGER antwortete ohne zu zögern, dass diese Verletzung an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Fußtritte entstanden war. Für mich war diese Behauptung inakzeptabel, weil ich ihn nicht getreten hatte, und natürlich absurd, weil ich schon vor der Hauptverhandlung gewusst hatte, dass typische Ursachen für diese Traumata sehr oft Fußtritte sind [061], aber auch dass eine der häufigsten Ursachen für Jochbeinfrakturen ist gerade der Sturz [272]. Ich hatte wirklich sehr viele Fragen an Prof. EISENMENGER (Siehe Kapitel 17). Ich drehte mich erneut herum und sagte dem RA NIBBE, dass es aus gerichtsmedizinischer Sicht Unsinn ist. NIBBE erwiderte, dass ich warten soll, Prof. EISENMENGER setzte seine Rede fort.

16.8     Roman Smaluch. Fiktive Szenario: Der Pneumothorax (Staatsanwaltschaft München: Atypische Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem).

Ich dachte, dass Prof. Wolfgang EISENMENGER nach der Erläuterung zur Jochbeinfraktur die Rede beendet wird, aber er redete weiter. Er wusste genau, dass ich mich im Recht befinde und ich mich nicht mit seinen pseudowissenschaftlichen Lügen oder Halbwahrheiten abfinden kann.

Prof. EISENMENGER diagnostizierte einen Spontan-Pneumothorax bei Roman SMALUCH und ging scheinbar im Detail ein. Es ist sinnlos zu wiederholen, was er erzählte. Ein reines Buchwissen, dazu sprach er in einer Art davon, als von einem Vortrag vor Studenten über ein Thema aus den Bereichen Lungenmedizin, nicht als von einem Deliktfall vor Gericht. Die Nebenklage hat dem Professor keine Krankenunterlagen eingereicht (Siehe Abschnitt 16.4). Gab es überhaupt ein Verdacht auf einen Pneumothorax? Ein Pneumothorax kann unterschiedlich ausgeprägt sein und verschiedene Ursachen haben und Professor erwähnte alle mögliche Ursachen, Pathogenesen und Ausprägungen inkl. die exotische Ursachen und grauenvolle Ausprägungen, um unendlich rumlabern zu können.

Er wiederholte sich ständig alle paar Minuten, kamen aber weitere unbedeutende Nebensächlichkeiten dazu. Nach einem lange im Kreis herumreden, bezeichnete er diese fiktive Handlung in einem einzigen Satz als lebensgefährlich. Ein verhängnisvoller Satz. Daraufhin, zwischen den Verhandlungstagen wurde mir durch NIBBE ein falsches Geständnis abgepresst (Siehe Abschnitt 21.5). Ob ich auf Roman SMALUCH gesessen hatte oder nicht, oder nur meine Knie auf seinen Brustkorbs gedrückt hatte, zog er natürlich nicht in Betracht. So verrenkt und verbiegt man sich entgegen aller Vernunft und Wissenschaft [123].

Aber noch mal:  Bis diesem Zeitpunkt, der Pneumothorax spielte für mich keine Rolle. Auf das Knien auf dem Brustkorb war Frau SMALUCH in ihrer Zeugenvernehmung direkt nach der Auseinandersetzung am 13.11.2014 mit keiner einzigen Silbe eingegangen (Siehe Unterlage 086, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 11).

Während der Kripovernehmung am 01.12.2014, Roman SMALUCH hatte lediglich erwähnt, dass ich „auf jeden Fall“ mich auf ihn gestürzt und meine Knie auf seinen Brustkorbs gedrückt (Siehe Unterlage 088, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 26). Auf andere Weise interessant war der Umstand, dass er sich überhaupt nicht beschwert, dass er u.a. unter mir gelegen und Probleme mit dem Atmen gehabt hatte. Damals hatte Herr SMALUCH noch behauptet, während ich meine Knie auf seinen Brustkorbs gedrückt, hatte ich mit beiden Fäusten gegen sein Gesicht getrommelt – gerade diese Lüge war für mich wichtiger.

Und das, was ich bemerkt habe und ganz wichtig ist: Roman hat sich überhaupt nicht beschwert, dass er unter mir gelegen und deswegen Probleme mit dem Atmen gehabt hatte. Kriminalkommissar Maier, der die Ermittlungen in diesem Fall geleitetet hatte, hatte am 08.12.2014 den Roman SMALUCHs Entlastungsbericht des Klinikums rechts der Isar gesehen, aber kein Pneumothorax festgestellt (Siehe Unterlage 084, Az; 851 Ds 263 Js 224834/14, S. 4). In der Anklageschrift ist mir zur Last gelegte Delikt als „Atypische Jochbeinfraktur mit Orbitabodenbeteiligung rechts mit Mediastinalemphysem“ war mir unerkannt geblieben. Es wurde so geschrieben, dass dachte ich eigentlich, dass das „Mediastinalemphysem“ z.B. das zu den zahlreichen Gesichtsknochen gehört (Siehe Abschnitt 7.1.3). So ich dachte eigentlich bis Februar 2017…

Von meinem „Verteidiger“ Mark NIBBE hatte ich selbstverständlich weder eine Erklärung um was für ein Delikt es sich handelte, noch Zugang zu dem ärztlichen Untersuchungsbericht von Roman SMALUCH bekommen (Siehe Abschnitt 6.3, 7.5 und 7.9.1). Während der gerichtlichen Aussage, Roman S. behauptete, dass hatte ich mich auf ihn kniend gesetzt, aber ebenfalls beschwerte sich nicht, dass er deswegen Probleme mit dem Atmen gehabt hatte (Siehe Abschnitt 15.1.7). Es war sein Geheimnis…

Es ging schief. So schief, wie nur etwas schiefgehen kann, und ich erkannte es auch. Ich musste etwas tun. Ich hob meine Hand, um ihm die Fragen zu stellen, aber er redete weiter und weiter. Prof. EISENMENGER spielte auf Zeit, das war offensichtlich. Kostbare Zeit, die wir nicht hatten. Sein Vortrag dauerte viel länger als die vorherigen Erläuterungen zusammen. Fast 25 Minuten lang. Der zweite Verhandlungstag ging langsam zu Ende. EISENMENGER langweilte uns bis an die Grenze zur Peinlichkeit, natürlich solange er konnte.

Die Nebenklagevertreterin RAin Julia WEINMANN und Frau Ewa CORCORAN unterhielten sich wie alte Freundinnen, die sich schon ewig kannten. Herr Siegfried VOGT saß gelangweilt auf seinem Platz.

 

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