Kapitel 6: Staatsanwaltschaft München I nimmt Ermittlungen auf. Weiteres Ermittlungsverfahren. Unsere erste Kompensationshandlung

 

„Wer so zutritt, dem muss klar sein, dass er damit den Tod seines Gegenübers herbeiführen kann [304] – Justizministerin Beate Merk

„Hättest du einen Schuh angehabt, würden wir über versuchten Totschlag statt über gefährliche Körperverletzung sprechen [324] – Richter Markus Veit

Vorwort zu diesem Kapitel: Die Fälle Mollath und Zschäpe zeigen, wie schwierig das Verhältnis zwischen Mandanten und ihren Verteidigern sein kann – bis hin zum Zerwürfnis [230]. Ich weiß nicht, was sog. Rechtsanwalt Mark NIBBE nach der Veröffentlichung über mich erzählen wird, aber das Verhältnis zwischen mir und ihm war fast durchgängig von Unterwerfung gekennzeichnet. Weil ich keine charismatische und befehlende Persönlichkeit bin, konnte auch ich mich nicht als Mandant durchsetzen und unsere Interessen umsetzen zu können.

Unsere Erwartungen waren von Beginn an, auch nicht hoch oder außergewöhnlich. Wir erwarteten, dass RA NIBBE der Frau SMALUCH klar und deutlich zu verstehen geben, dass sie sich von Kinga und unseren Kinder fern halten soll. RA NIBBE hat unser Bedürfnis aber nicht erkannt oder nicht erkennen wollte –  im Januar 2016, der Parteiverrat war schon im vollen Gange. Er glaubte uns nicht, er hielt uns für Schläger und Psychopathen (Siehe Abschnitt 6.1).

Ich denke, es liegt auch bei mir, ich kann nicht befehlen. Ich habe NIBBE auch nicht auf Knie angefleht, uns zu helfen oder suggerieren, dass wir Hilfe zwingend brauchen. Ich kann mich nicht mal z.B. bei meinem kleinen 4-jährigen Sohn durchsetzen. Wenn er ein Kinder Überraschungsei während des Einkaufens wünscht, es gibt keine, „Nein“. Und ich denke, es braucht man schon eine starke Persönlichkeit um die Anliegen beim Rechtsanwalt erfolgreich vorzubringen, wenn er es nicht will. Als einfacher und zurückhaltender Mensch ohne Charisma und Durchsetzungsvermögen ist ohne Chance.

Wenn die Mandanten sich nicht sicher fühlen, und Anwälte ihre eigentlichen Bedürfnisse nicht erkennen können oder wollen, kommt es zu Enttäuschungen, sehr oft beidseitig, manchmal zu Fehlern und vor allem zu Kompensationshandlungen bzw. Ersatzaktivitäten, so dass die Zusammenarbeit nicht so stattfindet, wie es die Anwälten ursprünglich gewünscht hätten.

Ziel des Kapitels ist es, dieses Verhältnis zwischen mir und RA Mark NIBBE näher zu beleuchten und schließlich auch zu klären.

6.1       Eine Frage des Vertrauens. Ohne Vertrauen zu schenken, wird man nie Vertrauen zurückbekommen. Mark Nibbe begann komisch zu reden.

RA Mark NIBBE hat in der ersten Hälfte Januar 2015 Akteneinsicht erhalten. Er zeigte sich sehr besorgt über die Gesichtsverletzungen von Roman SMALUCH, dies aber nicht aber in einer Form „wir müssen gemeinsam etwas dagegen unternehmen“, sondern ich musste eine Strafpredigt über mich ergehen lassen. Ich soll ein Soziopath/Psychopath sein, der einen Menschen malträtiert, erfuhr ich zweimal telefonisch.

Es kam etwas Interessantes dazu: Der Mensch, „dem ich Leid zugefügt hatte“ – Roman SMALUCH, war angeblich nicht versichert und seine medizinische Behandlung kostenaufwendig und nicht abgeschlossen ist. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als zunächst die gesamte Behandlung selbst zu bezahlen und zwar ohne Rücksicht darauf, ob er von uns eine Kostenerstattung erhalte, meinte NIBBE.

NIBBE sprach in einer Weise über mich, als zuvor mit jemanden über mich geredet hatte und als wäre es eine objektive Meinung, nicht nur von ihm. Seine hörbar starke emotionale Beteiligung beim Erzählen steigerte sich schnell und alles in einem Ton zwischen Ärger und Enttäuschung, der auch keine Diskussion zulässt. Das schlimmste war die Enttäuschung, er glaubte uns nicht. Ich versuchte ihm klarzumachen dass, die Frau SMALUCH führt eine Firma, extrem geizig ist und möglicherweise der Beitrag bei der Krankenversicherung für Selbstständige nicht bezahlen will. Er nahm es zur Kenntnis, aber er sagte nichts.

RA NIBBE klang so, als hätten wir ihn beim ersten Gespräch am 18.11.2014 wirklich betrogen (Siehe Abschnitt 5.5). Über unser Hauptproblem – Frau SMALUCHs Attacken gegen meine Frau Kinga mit Kindern, Problem das uns zermürbt, weil wir es nicht lösen können, konnte ich mit ihm nicht reden. Stattdessen musste ich uns immer wieder verteidigen. Es war ein mulmiges Gefühl. Jemanden nicht glauben ist eine diffuse Art, jemandem eine Lüge zu unterstellen. Ich erklärte ihm, dass wir beim Verlassen der Tiefgarage am 13.11.2014 und beim ersten Gespräch mit ihm am 18.11.2014 (Siehe Abschnitt 5.5), noch gar nicht gewusst hatten, dass Herr Roman SMALUCH verletzt war und einen Jochbeinbruch erlitten hatte. Lange Zeit; 13.11.2014 – 01.12.2014 (Kripobesuch; Siehe Abschnitt 5.7.3), wussten wir nicht, wie schwer seine Verletzungen waren.

Nachdem Telefonat fühlte ich mich Scheiße. Richtig, richtig Scheiße.

In Folge dessen hat sich auch viel Misstrauen unserseits gebildet und beeinflusste unsere Informationsverarbeitung. Das konnte nicht gut gehen. Nachdem die Frau SMALUCHs Aggressionen gegenüber meiner Frau Kinga immer weiter zunahmen (Siehe Abschnitt 5.8) und RA NIBBE glaubte uns nicht, traute ich mich nicht ihm Forderungen und Erwartungen zu stellen und zu sagen was wir möchten. So konnte es RA NIBBE nicht verwundern, dass ich später auf eigene Faust handelte (Siehe Abschnitt 6.4).

6.2       Anwaltliche Stellungnahme. Der Beginn der Sabotage.

Bereits am Anfang des Jahres 2015 rief mich Anwalt Mark NIBBE an und teilte mir mit, dass wir müssen anwaltliche Stellungsnahmen vorbereiten und an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Ich wollte selbst schreiben und eigentlich nur meine, nicht verschickte Stellungnahme an die Polizei vom 17.11.2014 (Siehe Unterlage 098) ergänzen und an die StA senden. Der Klarheit halber hatte ich damals auf zwölf Seiten – kürzer geht nicht – zusammengefasst, was im Wesentlichen vorliegt (Siehe Unterlage 098). Ich brauchte nur ein bisschen Zeit, das zu realisieren. NIBBE behauptete, dass ich zu lange Texte schreibe und das ist ungewollt. Ich glaube, er zweifelte schon an meinem Verstand. Er meinte, dass ich sollte keinen Kontakt zu den Ermittlungsbehörden aufnehmen.

Stattdessen sollte ich die Tonaufnahme (Siehe Abschnitt 8.0, Tonaufnahme 8.1 und Tonafumahme 8.2)  von der Auseinandersetzung in der Tiefgarage übersetzen. Ich habe alles, was aufgenommen wurde, in einem Protokoll zusammengefasst und übersetzt (Siehe Unterlage 060), weil die Eheleute SMALUCH auch aus Polen stammen, hatten wir untereinander nur polnisch gesprochen. Am 12.01.2015 schickte ihm u.a. die Übersetzung der Tonaufnahme per E- Mail zu (Siehe Unterlage 165).

Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet, ich brauchte seine Hilfe nur um eine Akteneinsicht zu bekommen. Ich hatte keine Ahnung, wie viel so etwas kosten würde. Als er begann mir die diversesten Unterstellungen zu unterstellen (Siehe Abschnitt 6.1), hätte ich am liebsten einen anderen Anwalt haben sollen. Da ich von der Natur schüchtern und gehemmt bin, wollte ich NIBBE nicht beleidigen, indem ich seine Hilfe ablehnte. Ich muss aber auch zugeben, dass die Suche nach einem neuen Anwalt wäre ein belastende Herausforderung für mich.

Die Stellungnahmen (Siehe Unterlage 099 und Unterlage 100) basierten auf dem Schreiben, das ursprünglich die an die Polizei adressiert war (Siehe Unterlage 098, S. 1). Ich habe am 17.11.2014 ganz klar geschrieben (Siehe Unterlage 098, Abschnitt 5.5), dass Herr SMALUCH bei dem zweiten Angriff auf den Garagenboden gefallen war und bei dem dritten Angriff hatte ich ihn brutal weggeschubst (Siehe Unterlage 098, Abschnitt 5.6). Das Schreiben als Word-Dokument und als digitale Datei hat ein entsprechendes Erstellungsdatum vom 16.11.2014. Auch in einem E-Mail vom 12.01.2015, habe ich NIBBE mitgeteilt, dass Herr SMALUCH beim letzten, dritten Angriff hatte sein Auge verletzt (Siehe Unterlage 165). 

NIBBE aber schrieb in seiner Stellungnahme, dass Herr SMALUCH erst bei dem dritten Angriff auf den Garagenboden gefallen war. Das führte, ein Jahr Später, am 16.02.2015, zwei Tage vor der eigentlichen Hauptverhandlung u.a. zu einem vorprogrammierten Missverständnis zwischen mir und RA NIBBE (Siehe Abschnitt 13.13).

Sehr viel war verkürzt, verdreht und im ungünstigen Sinne umgedeutet worden.

Ich finde diese Stellungnahme aus heutiger Sicht, im Vergleich mit meinem Schreiben vom 17.11.2014, – das war die reine Sabotage. Damals habe mich ich seinen Entscheidungen zu unterworfen, nicht kritisiert und seine Autorität nicht in Frage gestellt.

Mein eigener Anwalt, Herr NIBBE war schon damals, im Januar 2015 befangen mir gegenüber und hatte hinter meinem Rücken mit der RAin WEINMANN zu meinen/unseren Nachteil Absprachen getroffen.

Heute weiß ich, warum NIBBE ausgerecht den dritten Angriff nicht erwähnen wollte. Ich halte für sehr wahrscheinlich, dass der Jochbeinbruch nicht durch den Sturz auf den Boden bei dem zweiten Angriff (Siehe Abbildung 2.21) entstanden war, sondern durch den heftigen Stoß bzw. Schlag bei dem dritten Angriff trug Roman SMALUCH den Jochbeinbruch davon (Siehe Abbildung 2.24 und 2.25). Also der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung nicht erfüllt war.

Der Stellungsnahmen waren folgende Unterlagen beigefügt: unsere Dokumentationsbogen LMU-Klinikum vom 14.11.2014, selbst gefertigte Fotos unserer Verletzungen, Memory-Stick mit der Tonaufnahme. Den Stick ihm zuvor per Post zugesandt hatte. Rückblick: Das Diktiergerät hatte das was in der Auseinandersetzung gesprochen wurde, aufgenommen (Siehe Abschnitt 8.0, Tonaufnahme 8.1 und 8.2).

In der Stellungnahme erwähnt wurde, dass ich zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung nur Sandalen-Slipper getragen hatte. Als die Polizei mich am 13.11.2014 in die PI 25 mitnahm und mich zu dem Vorfall befragte, trug ich andere Schuhe, nämlich schwere Halbschuhe der Marke Doc Martens (Siehe Abschnitt 4.1). Ich hatte den Polizisten damals gesagt, dass sie diese Schuhe eigentlich nicht zu fotografieren brauchen, weil ich diese Schuhe beim Vorfall in der Tiefgarage nicht getragen hätte. Das haben die aber ignoriert (Siehe Abschnitt 4.1 und 4.4). Selbst die Ehemenschen SMALUCH haben später vor Gericht ausgesagt, dass ich sportliche Schuhe getragen hatte (Siehe Abschnitt 15.1.8 und 15.6.3). Die PI 25 hatte mit ihrem Belastungseifer überzogen. Ein so schwerer vorsätzlicher Ermittlungsfehler hätte Anlass sein können, die Akte 851 Ds 263 Js 224834/14 zu schließen.

6.3       Lückenhafte Akteneinsicht und schwere Konsequenzen für die Mandanten. Polizeiliches Foto mit Würgespuren am Hals.

Ich musste mir die Tat selbst näher anschauen. Ich bat RA Mark NIBBE, mir einmal die Gelegenheit auf Akteneinsicht zu geben, bevor die Stellungnahmen verschickt wurden. Mandanten von heute wollen möglichst gut informiert und selbstbestimmt sein. Erst nach mehrfachen telefonischen und schriftlichen Bitten des Zusendens (Siehe Unterlage 163 und Unterlage 164) bekam ich dann in der zweiten Hälfte des Februar 2015 die Akte per Post zugesandt. Bitter musste ich feststellen, dass gewährte Akteneinsicht enthielt keine Fotos und Dokumentation der Roman SMALUCHs Verletzungen (Siehe Unterlage 108).

Der schlimmste Alptraum:  Mein polizeiliches Foto mit deutlich erkennbaren Würgespuren am Hals bekam ich nicht zu Gesicht. Ich machte auch kein Foto von meinem Hals, weil ich die Roman SMALUCHs Fingerspuren übersehen hatte. Ich bereue es noch heute. Allerdings um die Spuren sehen zu können, sollte der Hals gestreckt sein. Ich strecke meinen Hals nicht, weil ich bei nicht gestrecktem Hals keine Spuren gesehen habe – ein Teufelskreis.

Dass dieses polizeiliche Foto existiert war mir gar nicht bewusst. Ich wurde am 13.11.2014 von der Polizei abfotografiert (Siehe Abschnitt 4.4), aber erst während der Hauptverhandlung merkte die Richterin Dr. Ines Tauscher die Würgespuren am Hals (Siehe Abschnitt 16.2.8). RA NIBBE wollte sehr wahrscheinlich dieses Foto aus einem bestimmten Grund nicht zeigen. Oder ignoriert oder einfach übersehen – mit anwaltlicher Kompetenz hat es nichts zu tun.

Es ist natürlich möglich, dass das polizeiliche Foto dem sog. Rechtsanwalt NIBBE zielorientiert gar nicht zur Verfügung gestellt wurde. Ich halte es für wenig möglich. Wir müssen aber die Konsequenzen tragen. Weil ich nicht wusste, dass so ein Foto existiert, konnte ich die offensive Strategie nicht einsetzen.

6.4       Unser Schreiben an Staatsanwaltschaft und Kripo vom 08.04.2015.

Es gab mehrere Gründe dafür, warum ich diese spezielle zusätzliche Stellungnahme an StA geschrieben habe. Im Nachhinein, ich bereue nichts, ich habe es richtig gemacht, da bin ich mir sicher. Wie geschrieben: Im Januar 2016, der Parteiverrat war schon im vollen Gange. Ich empfehle jedem, dasselbe zu tun, oder in einer solchen Situation sich an einen richtigen Anwalt wenden, der die Bedürfnisse seines Mandanten genau versteht und erfüllt diese zielstrebig.

Hier veröffentlicht: Unterlage 091B.

Unsere zusätzliche Stellungnahme sorgte für einige Aufregung unter den Rechtsverdreher NIBBE und WEINMANN (Siehe Abschnitt 6.5.4 und 6.5.5). Das passte so gar nicht zum Bild der Täter die Opas und Omas grundlos schlagen und krankhaft rücksichtslosen Psychopathen, als wir bis dahin galten. Und vor allem passte einfach nicht in die bisherige strafprozessuale Entwicklung. NIBBEs Handlungen, die StA empfand möglicherweise als einen Parteiverrat – das war für ihn peinlich und störend (Siehe Abschnitt 6.5.4).

Wir entlarvten die völlige Unwahrheit der Behauptungen von der Ehemenschen SMALUCH als übelstes Täuschungsmanöver, erklärten u.a. die wahren Umstände der Auseinandersetzung in der Tiefgarage und wie schlampig die Vernehmungen in der PI 25 Trudering-Riem funktionieren.

6.4.1    Unterbindung weiterer Stalking-Aktivitäten gegen meine Frau. Was konnten wir gegen dieses permanente Stalking tun?

Frau SMALUCHs Stalking-Attacken gegen meine Frau Kinga nahmen zu. Meine Frau Kinga versuchte  nach 13.11.2014 der Frau SMALUCH aus dem Weg zu gehen, was aber nicht immer einfach war wenn man zusammen unter einem Dach – in einem Mietshaus wohnte. Kinga mit Kindern konnte nur das Haus verlassen, wenn Frau SMALUCH zwischenzeitlich in der Arbeit war. Sie versuchte, bloß nicht in ihrer Nähe zu sein, damit nichts passiert. Trotzdem kam es zu mehreren Situationen, in denen Kinga durch die Frau SMALUCH bedrängt wurde. Herr SMALUCH griff meine Frau Kinga nicht an, weil sie immer einen Taschenalarm griffbereit und sichtbar mit sich führte (Siehe Abschnitt 5.8). Unbestreitbar ein Fortschritt, aber er zeigte meiner Frau nur die Zähne, sein Gesicht war furchteinflößend und er starrte vor sich hin, mit furchtbar fixiertem Blick. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Roman SMALUCH Kinga zu nahe kommen würde und erneut ausgerastet wäre. Wir mussten in ständigen Existenzängsten leben und keinen Ausweg aus dieser Situation sahen.

Nach der Auseinandersetzung vom 13.11.2014 versuchten wir eine Wohnung zu finden. Schon für normale Familien sei es schwer, eine Wohnung in München zu finden, für Hartz-IV Empfänger mit Migrationshintergrund schier unmöglich. Auch unsere Hausverwaltung konnte uns sofort nicht helfen, weil alle anderen Wohnungen erkennbar besetzt waren. Hilfe der PI 25 konnten wir sowieso nicht erwarten, weil wir ab Anfang an als „Kriminelle“ galten.

Was sollten wir stattdessen tun? Es ist eine aufschlussreiche Frage. Konkret: Wohin gehen? Ohne Attacken hätte ich diesen Schritt nicht gewagt bzw. unsere umfangsreiche Stellungnahme erst unsere Stellungnahme erst nach der Anklage angefertigt, um konkret auf die dort thematisierten Beschuldigungen selektiv zu antworten.

6.4.2    Klärung der Vorwürfe und Bereinigung der Situation.

Es war notwendig, um Kinga zu schützen, um ein polizeiliches Kontaktverbot zu erreichen. Die reine Behauptung der Unschuld ohne die Beibringung der Beweise reicht als Beweis der Unschuld nicht aus.

Nach Erhalt der lückenhaften Akteneinsicht (Siehe Abschnitt 6.3), Akten, welche alle Dimensionen SMALUCHs Bosheit offenbarten, wir fühlten uns buchstäblich überwältigt von der labyrinthischen Masse an Lügen und verdrehten Motiven. Wir fürchteten, noch wegen versuchtes Totschlags bzw. Mordes angeklagt zu werden [019] [099] [104] [107] [241] [290] [337] [356] [515]. Wir versuchten dennoch in der Stellungnahme ihre mehreren Unterstellungen, die sollten keine Zweifel an unserer Gefährlichkeit aufkommen zu lassen, mit den Beweisen und Denkgesetzen des Verstandes zu entkräften. Wir ließen keine Fragen offen.

Die Ehemenschen SMALUCH nutzen die Verwirrung und behaupteten, dass wir mit anderen Nachbarn ebenfalls Probleme haben. So wurde der Eindruck erweckt, dass wir mit anderen Nachbarn streiten (Siehe Unterlage 090, Az: 851 Ds 263 Js 224834/14, S.35). Solche Gerüchte von Maik SCHMIDT mussten auch es gewesen sein, die den Polizisten zu Ohren kamen, als sie sich über uns erkundigten (Siehe Abschnitt 4.1). Doch das Gegenteil war der Fall. Alle anderen sonstigen Nachbarn sind/waren nette und ruhige Menschen mit Migrationshintergrund, überwiegend Südländer, die sich selbst jahrelang ihre Meinung über uns gebildet hatten. Über Roman SMALUCHs Verletzungen wussten sie natürlich Bescheid. Sie haben gar kein Mitleid für einen Frauenschläger und eine Stalkerin gehabt. Kein bisschen. Die SMALUCH unterstellen uns auch, dass wir die Zigeuner holen und machen sie endgültig fertig. Alle diese, oder andere infame Vorwürfe, waren der peinliche Versuch, das ernste Thema Gefährdung zur Relativierung eigener Taten insb. Fremdgefährdung zu instrumentalisieren.

Es stellte sich auch heraus, dass schlampig und einseitig ermittelt wurde. Der Polizeiinspektion 25 Trudering-Riem näher zu bringen und klar zu machen, dass eine solche Ermittlung nicht gerechtfertigt war und negative Auswirkungen für die Beschuldigten mit sich bringt, nicht möglich war.

6.4.3    Schutz vor ungerechtfertigter Verurteilung und weiteren Schikanen.

Nach Erhalt der Akteneinsicht im Januar 2015, RA Mark NIBBE war überzeugt, dass es einen Prozess geben wird, weil die Roman SMALUCHs Verletzung zu schwer war. Das hat uns verunsichert. Ich wusste, dass die Strafprozesse sind nicht darauf ausgerichtet, um die Schuldfrage zu klären, sondern um eine schon vorgefertigte Meinung zu verteidigen und den abweichend Meinenden zu verurteilen.

Ende Januar 2015, Anfang Februar 2015 bekamen wir beide Post von der Staatsanwaltschaft München I. Frau Staatsanwältin Wittmann teilte uns mit, dass das Ermittlungsverfahren wird gegen den Beschuldigten Roman SMALUCH wurde gemäß § 154 e Abs. 1 StPO vorläufig eingestellt (Siehe Unterlage 083). Ich merkte, dass sehr leicht das Ermittlungsverfahren in eine ungünstige Richtung in Gang kommt (Siehe Unterlage 163).

Am 03.03.2015 RA NIBBE informierte mich, dass nur einen Beschuldigten vor Gericht vertreten darf, was uns zusätzlich beunruhigt hat (Siehe Unterlage 069). Es ging uns ja in erster Linie um die Kosten. Wir wussten, dass wir uns einen zweiten Anwalt nicht leisten können. Woran es genau lag, wussten wir damals genau nicht. Es handelt sich um eine rechtliche Regelung, die nicht ganz so schlecht ist. Der später im August 2015 beauftragte Rechtsanwalt, Herr Franz J. Erlmeier (Siehe Abschnitt 7.4) hat uns nicht verraten (Siehe Abschnitt 23.4.2). Wir haben entschieden, dass RA NIBBE nur mich anwaltlich vertreten werde. Wir waren der Meinung, dass die Vorwürfe gegen Hauptopfer Kinga waren derart absurd, dass sich kein Staatsanwalt so recht an eine Anklage gegen sie wagen wird, und wenn doch wird sich Kinga zu einem späteren Zeitpunkt einen anderen Strafverteidiger nehmen.

Hinzu kam: RA NIBBE redete mir ein, dass die Ehemenschen SMALUCH noch einen Anwalt beauftragt haben, was sich relativ nicht viel später als falsch herausstellte. Kann sein, dass ich ihn falsch verstanden habe, weil er im Januar 2015 über die Rechtsanwältin WEINMANN gesprochen hatte, danach im März 2015 sprach über einen anderen Anwalt, einen männlichen Rechtsanwalt aus der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel & Kollegen. In jedem Fall wurde nun uns zu viel. Wir wussten im Voraus, dass wir vier Anwälte niemals bezahlen werden können.

6.4.4    Der Sachverhalt ist bekannt.

Die Stellungnahme sollte unmissverständlich zu verstehen geben, nicht nur, das man die kriminelle Handlungen des Anderen nicht gut findet, aber auch dass die objektiven Argumente, die wir der StA zur Verfügung gestellt haben, ausreichend sind, um sie davon zu überzeugen, dass die Auseinandersetzung mit uns durchaus nicht lohnenswert wird.

Der Sachverhalt ist seit April 2015 bekannt. Wir dürfen davon ausgehen, dass das Schreiben vom 08.04.2015 gelesen wurde. Dieses Schreiben vom 08.04.2015 ist heute ein Beweis.

6.5       Ziele, die erreicht wurden. Reaktionen auf unsere Stellungnahme.

Wir haben nicht bereut, die Staatsanwaltschaft München kontaktiert zu haben (Siehe Abschnitt 6.4), im Gegenteil, die Entscheidung war sehr gut und wir konnten nur profitieren. Zwar das wichtigste Hauptziel; Schutz vor ungerechtfertigter Anklage und Verurteilung nicht erreicht wurde, aber die besondere Art der Darstellung der Stellungnahme ermöglichte überhaupt die Erreichung der anderen, uns ebenso wichtigen Zielen. Besonders interessant ist hierbei der Einfluss der Stellungnahme auf das weitere Verhalten von Akteuren in spezifischen Handlungen. Nicht Alle zeigten Verständnis.

6.5.1    Kriminalfachdezernat 2, Kommissariat 26. Kriminalkommissar Maier. Beidseitiges polizeiliches Kontaktverbot.

Mitte April 2015 rief uns Herr KK Maier von der Kripo München an, und teilte uns mit, dass die Ehemenschen SMALUCH ein polizeiliches Kontaktverbot erhalten hatten. Er erinnerte uns präventiv daran, dass wir alle sollen uns gegenseitig aus dem Weg gehen. Das Ziel wurde voll und ganz erreicht, zu mindestens vorläufig, Frau SMALUCH ließ tatsächlich meine Ehefrau Kinga mehrere Monate weitergehend in Ruhe, bis Dezember 2015 (Siehe Abschnitt 13.4). Das waren die ruhigsten acht Monate seit Jahren, eigentlich seit Einzug im Jahr 2011 (Siehe Abschnitt 1.1.2). Dies gilt aber nicht nur für uns selbst, sondern auch für den Nachbarn. Im Jahr 2015 gab es keine Polizeieinsätze wegen angeblicher Ruhestörung und Razzien wegen angeblicher häuslicher Gewalt. Keine Beschwerden, keine Abmahnungen, nichts. Frau SMALUCH die Aggression in erster Linie gegen die Putzkräfte richtete, weil sie ihr ständiges Gefühl der Langeweile [218] nicht befriedigen konnte.

6.5.2    Staatsanwaltschaft München.

Zwar das angestrebte Hauptziel; Schutz vor ungerechtfertigter Anklage und Verurteilung nicht erreicht wurde, aber die Stellungnahme hat offensichtlich den Umgang mit uns schwierig gemacht. Danach die StA befand sich in der absoluten Defensive (Siehe Abschnitt 14.4)

Das Wichtigste ist aber, dass wir haben eine gute Ausgangsstellung für ein weiteres Antreten gewonnen.

6.5.3    Amtsgericht München. Richterin Dr. Ines Tauscher.

Ich erlaube mir, die Behauptung aufzustellen, dass das, was in der Stellungnahme geschrieben hatte, hat einen enormen Einfluss auf die richterliche Urteilsbildung gehabt.

Am 15.12.2015, an dem Tag, an dem der Prozess gegen uns stattfinden sollte, aber nicht stattgefunden hat, weil der befangene Gerichtsmediziner Herr Prof. Wolfgang EISENMENGER an diesem Tag anscheinend nicht kommen konnte, Richterin Dr. Tauscher äußerte sich, dass nach der Aktenlage, der Jochbeinbruch bei Roman SMALUCH vom Faustschlag oder vom Sturz auf den Boden herrührte (Siehe Abschnitt 12.5.2). Die Richterin Dr. Tauscher ließ sich von den ungewollten Emotionen mitreißen, weil ihre richterliche Unabhängigkeit durch die kriminellen Machenschaften der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass, Zimpel und Kollegen gefährdet wurde, aber ihre spontane Äußerung basierte auf Erkenntnissen, die sie aus meiner Stellungnahme gewonnen hatte. Die Richterin Dr. Tauscher behandelte uns nicht wie Täter, obwohl Prof. Wolfgang EISENMENGER mit seinem Schlechtachten die SMALUCH Falschaussage bestärkte, so dass die Vorsitzende Richterin gezwungen war, uns zu verurteilen. Sie behandelte uns gut, dank meiner Stellungnahme. Ja. So sehe ich das.

6.5.4    Rechtsanwalt Mark Nibbe. Was folgte, war ein Shitstorm ohne gleichen.

Das war ungefähr Mitte April 2015. RA NIBBE informierte mich erst, dass der Beweis – der Memory Stick mit Tonaufnahme von der Auseinandersetzung in der Tiefgarage verloren gegangen ist (Siehe Abschnitt 6.6). Dann konfrontierte er mich mit Schreiben an Staatsanwaltschaft vom 08.04.2015 (Siehe Abschnitt 6.4). Das gefiel ihm natürlich gar nicht. Ich hatte nie zuvor das bittere Knurren in NIBBEs Stimme gehört, die bis dahin elegant und relativ optimistisch war. Offensichtlich konnte er nicht professionell mit eigenen Emotionen umgehen und war persönlich beleidigt.

RA NIBBE warf mir vor, dass ich seine Verteidigungsstrategie kaputt gemacht hatte, die Strategie die bestand bei dem aktuellen Ermittlungsverfahren im Wesentlichen jeden Eindruck zu vermeiden, dass wir einen Grund gehabt hätten, in die Tiefgarage gehen und alle Probleme auf einmal mit der körperlichen Gewalt lösen. Er hat mich mal wieder runtergebuttert, er unterstellte mir, dass ich einen Eindruck erwecke dass ich nicht bei klarem Verstand bin, weil ich so viel geschrieben und weil ich mich über das nötigende und beleidigende Verhalten eines Polizisten (Siehe Abschnitt 4.9) bei der Staatsanwaltschaft beschwert hatte, so nach dem Motto: „Nicht der Täter, sondern das Opfer ist schuld“. Der Kontakt mit der Kripo, bezeichnete es als großen Fehler, der alles ruiniert kann.

Am meisten nervte ihn die Tatsache, dass ich ihn vor die Tatsache gestellt hatte und als er durch die Akteneinsicht Kenntnis davon erhielt. Möglicherweise habe ich bei den Justizbehörden den Eindruck erweckt, dass die Zusammenarbeit zwischen uns nicht reibungslos funktioniert. Das war eine Situation, die ihn wahrscheinlich irritierte, beunruhigte, weil es so etwas bis dahin in seinem Leben offenbar nicht gegeben hatte. Aber das war aus heutiger Sicht nicht alles (Siehe Abb. 6.1).

Mark Nibbe Interessenkollision und Parteiverrat

Abb. 6.1:         Was sich tatsächlich hinter dieser Empörung und der Schuldzuweisung verbarg: Interessenkollision und Parteiverrat

Es war wie immer meine Schuld, aber RA Mark NIBBE bot mir keine passende Alternative, ich musste also improvisieren. Dabei wusste er doch von Anfang an immer alles ganz genau. Ich habe ihm nochmal verdeutlicht, dass der Hauptgrund der Stellungnahme war die Unterbindung weiterer Stalking-Aktivitäten gegen meine Frau Kinga. Ich erklärte ihm noch mal, dass die Frau Grazyna SMALUCH sehr impulsiv, leicht kränkbar ist und sehr ausdauernd. Vernünftige Argumente ziehen bei ihr nicht und sie akzeptiert kein „NEIN“. Das tut sie nie und versucht es ständig erneut. Ein Kontaktverbot wäre das Mindeste gewesen, worum sich er sich hätte bemühen müssen, aber ich sagte ihm das natürlich nicht direkt. Wir haben uns auch nicht angeschrien, obwohl das vermutlich gescheiter gewesen wäre.

NIBBE kritisierte mich heftig wegen der überlangen Stellungnahme. Ich bin nämlich ein Querulant. Ich hatte eine recht ausführliche Stellungnahme geschrieben… von fast 60 Seiten, um all die Schieflagen, Fehler und Rechtsverstoße zu klären.

Ich siehe es mal so: Aber was sollten wir anderes machen, als versuchen, die Sache zu klären? Plötzlich ist da ein schrecklicher Verdacht im Raum. Tritte gegen den Kopf könnten Tötungsdelikt werden [008] [324]. Wie sollten sich, die der so einer schrecklichen Tat verdächtigen Personen auch anders verhalten, als diese Vorwurf durch Aufzählung von nachprüfbaren Fakten zu widerlegen?

Am Ende informierte ich ihn, dass ich plane noch ein Schreiben an die StA verfassen. Aber nur dann wenn wir angeklagt werden (Siehe Abschnitt 7.2). Er hat es nicht kommentiert. Noch nicht… (Siehe Abschnitt 9.11)

6.5.5    Nebenklägervertreterin Rechtsanwältin Julia Weinmann – Haltlose Unterstellung.

Nach unserer Stellungnahme, im April oder Mai 2015, Rechtsanwältin Julia WEINMANN versuchte mich als wahnhaft krank, zu denunzieren und hatte gegenüber den Justizbehörden schon vor Beginn des Prozesses klargestellt, dass sie mich für einen „Spinner“ hält und dadurch verhindert, dass unsere Entlastungsbeweise überhaupt nicht ernst genommen wurden. Sie schrieb an die Staatsanwaltschaft München und forderte mich ärztlich bzw. medizinisch untersuchen zu lassen. Was dabei „ärztlich“ bedeutet, wurde nicht genauer definiert. Natürlich war der Sachverhalt etwas komplizierter:  

Hinter dem Versuch, mich de facto zu entmündigen, witterte ich einen handfesten Grund: Nebenklägervertreterin WEINMANN machte Nebenschauplatz auf, um die Behörden von SMALUCHs Gefährlichkeit abzulenken.

Im Allgemeinen, erwartete RAin WEINMANN anscheinend tatkräftige Unterstützung seitens Behörden. Sie erhoffte sich, mit ein wenig Glück, bei einem Fehlverhalten oder einem unbeabsichtigten Fehler der Justizbehörden oder Psychiater weggesperrt oder zu mindestens sehr schwer psychisch verletzt werde. Sie wusste es aber auch, dass eine ungewollte psychiatrische Untersuchung könnte sehr quälend sein und Betroffene unter abweichenden Umständen auch fertig machen. Und dieses könnte sogar unter normalen Umständen auch oft wehtun, einen verwirren oder das Leben total auf den Kopf stellen.

Die Justizbehörden schlossen sich dieser sonderbaren, schwer nachvollziehbaren Forderung nicht an. Eine solche Zwangsuntersuchung ist nach der StPO nur in sehr gravierenden Ausnahmefällen erlaubt. Mir wurde eine Gefährlichkeit und/oder Wahnerkrankung vorgeworfen. Zur Prüfung ob eine Störung vorliegt, wäre durch ein ärztliches Gutachten festzustellen, u.a. welchen Realitätsgehalt meine Aussagen haben. Dazu aber kam es nicht, weil meine Stellungnahme enthielt unbequeme Fragen und Themen, die das Interesse der Strafverfolger hätten wecken können, ja sogar müssen. Vermutlich die Beamten einfach verstanden haben, dass im Grunde bin ich zu gesund bzw. „zu gestört“ für diese Aktion.

6.6       Verlorener Memory-Stick. Viele Fragen sind heute offen.

Wie ich schon geschrieben habe (Siehe Abschnitt 6.5.4), direkt nach meiner Stellungnahme, in der Mitte April 2015, RA NIBBE informierte mich, dass der Beweis – der Memory Stick mit Tonaufnahme von der Auseinandersetzung in der Tiefgarage verloren gegangen ist, die Staatsanwaltschaft entschuldigt sich angeblich sehr dafür. Ich bot sofort dem RA NIBBE an, ein neuer Memory-Stick mit Tonaufnahme als MP3-Datei zu fertigen und an die StA senden. Der sagte jedoch, dass erst ich ihm unbedingt der Memory Stick zusenden soll und dann wird er an die StA schicken…

Damals dachte ich, naja, ein kleiner Ausrutscher halt, kann passieren. Heute, angesichts der vorsätzlichen und zielorientieren Verfälschung durch Übersetzung der Tonträgeraufnahme (Siehe Kapitel 8), verdächtiger Abwesenheit der Dolmetscherinnen beim Prozess (Siehe Abschnitt 12.2.1 und 13.7) und schwerer Nötigung zum Geständnis bevor die Tonaufnahme analysiert wurde (Siehe Abschnitt 7.14), der Umstand, dass der Memory Stick auf rätselhafte Weise aus den Akten verschwunden war, wirft ganz neue Fragen auf:

Hat es sich so abgespielt wie behauptet wird? Es ist ein großer Unterschied, ob der Memory Stick verloren oder gestohlen wurde. Das Entscheidende: Der Memory Stick sah fast wie ein Memory Stick aus, aber in der Wirklichkeit war es ebenfalls ein Aufnahmegerät. Ich denke, der Memory-Stick wurde von jemanden entwendet um die weitere Aufklärung der Tat zu verhindern, der dachte, dass es gibt keine Kopie der Tonaufnahme. Der Plan ging jedoch schief.  

6.7       Totale Anfängerin Kristina Hildebrandt nimmt die Ermittlungen auf.

Die Vorwürfe wegen gefährlicher Körperverletzung gegen uns wurden sachlich entkräftet und unter diesen Umständen eine Anklage konnte nicht erhoben werden. Objektiv gesehen, die Staatsanwaltschaft sollte jetzt gegen die Ehemenschen SMALUCH ermitteln. Kein Staatsanwalt egal ob korrupt oder nicht, der eine fachliche Kompetenz besitzt bzw. Kompetenz vortäusch, wäre gegen uns vorgegangen.

Im Juli 2015 Rechtsanwalt Mark NIBBE informierte mich darüber, dass die ursprünglich zuständige Staatsanwältin Wittmann wechselte während des Ermittlungsverfahrens in eine Abteilung für Wirtschaftsstrafsachen. Das war/ist merkwürdig.

Um weiter nur gegen uns in einem so komplizierten Fall einseitig vorgehen zu können, die Ermittlungen übernahm eine völlig unerfahrene Staatsanwältin, Frau Kristina Hildebrandt. Sie ist ab Juni 2015 in der Staatsanwaltschaft München tätig [075]. Normalerweise entscheidet das Zufallsprinzip, welchem Staatsanwalt ein Ermittlungsfall zugeteilt wird [113]. Ist es ein Zufall oder kühle Kalkulation…? Der wahre Drahtzieher in der Staatsanwaltschaft konnte seine wahre Identität hinter der StAin HILDEBRANDT verbergen und ihr befehlen was zu tun ist und entlastende Erkenntnisse konnten auf Dauer ignoriert werden oder gar als falsch absichtlich hingestellt werden (Siehe Abschnitt 9.10). Solche Ermittlungen verletzen die Pflicht der StA, auch entlastende Erkenntnisse angemessen zu berücksichtigen.

Wesentlich ist auch folgende Vermutung: Der/die zuständige Staatsanwalt/in wollte sich nicht einmischen, wenn der mächtige Prof. Wolfgang EISENMENGER die Bühne betreten wird.

6.8       Versuch einer Annäherung. Ein Dilemma.

Die Zusammenarbeit zwischen mir und RA Mark NIBBE in den letzten Monaten vor Klageerhebung war überwiegend durch das Schweigen gekennzeichnet gewesen. Da wir uns aber definitiv nicht wahnhaft und auch nicht psychotisch fühlten, sondern seit längerer Zeit durch die Frau SMALUCH massiv gemobbt und verleumdet wurden, konnten wir seiner fast einseitigen Argumentation nicht folgen. Im April 2015, direkt nach der telefonischen Diskussion (Siehe Abschnitt 6.5.4) bezüglich meiner Stellungnahme vom 08.04.2015 an StA, begann ich ursprünglich einen langen Brief an den RA NIBBE schreiben und unsere Situation zu klären. Leider fehlte mir die Kraft dazu und vor allem aber hatte keine Lust mehr, mich dauernd dafür zu rechtfertigen.

Im Sommer 2015 war es soweit, dass ich wusste, dass ich die Zusammenarbeit reaktivieren muss, um die Verteidigung vorzubereiten. Eigentlich dachte ich an einen Anwaltswechsel, weil wir fürchteten, dass der Prozess verloren gehen werde. Anderseits wusste ich, dass selbst wenn der RA NIBBE nicht perfekt gearbeitet hatte, musste es nicht bedeuten, dass wir den Prozess verlieren werden, weil die Beweise zu unseren Gunsten erdrückend waren. Ein ungewöhnlicher und plötzlicher Anwaltswechsel ist ein nach außen sichtbar werdendes Schwächezeichen [245]. Meine Frau Kinga hat mir dringend empfohlen das Mandatsverhältnis beenden, aber ich war viel zu schüchtern dazu und weigerte mich. Ich hatte auch keine Kraft mehr einen neuen Anwalt zu suchen, ihm unsere Denkweise zu vermitteln und ihn in all die Grausamkeiten und Taten einzuweihen, die an uns verübt wurden. Ich hatte auch Angst, nicht ernst genommen zu werden.

Am 11.07.2015 schrieb ich dem Anwalt NIBBE eine E-Mail (Siehe Unterlage 182) und ich erklärte warum ich das alles gemacht hatte. Ich fühlte mich nicht schuldig, aber ich hatte Angst vor dem was kommt. Aus den Kontakten mit der Staatsanwaltschaft wurde deutlich, dass es eher auf eine Anklage als auf eine Einstellung des Verfahrens hinausläuft.

Weil er uns nicht glauben wollte, erklärte ich ihm nochmal, dass wir beim Verlassen der Tiefgarage am 13.11.2014 und beim ersten Gespräch mit ihm am 18.11.2014, noch gar nicht gewusst hatten, dass Herr Roman SMALUCH verletzt war und einen Jochbeinbruch erlitten hatte. Ich habe mich entschuldigt, dass ich ohne seine Zustimmung die Stellungnahme an StA verfasst und versendet hatte, und bei den Justizbehörden den Eindruck erweckt hatte, dass die Zusammenarbeit zwischen uns nicht reibungslos funktioniert.

Eine oder Zwei Wochen danach telefonierten (Siehe Abschnitt 6.9) wir miteinander und ich entschuldige mich nochmal dafür. Damit war das Thema vorerst beendet…

6.9       Pflichtverteidiger oder Wahlverteidiger? Mark Nibbes Empfehlung. Warum wir uns gegen Pflichtverteidiger entschieden haben.

Im Telefongespräch ca. einen Monat vor der Anklageerhebung, habe ich dem Anwalt Mark NIBBE mitgeteilt, dass ich und meine Frau den Anwalt Franz J. Erlmeier gerne beauftragen würden. Wir sind auf ihn schon im Jahr 2013 aufmerksam geworden, weil er eine Dame im Prozess vertreten hatte [291], die zuvor von einem Prügelpolizisten von der Au krankenhausreif geschlagen worden war. Der Fall stieß auf großes Medieninteresse. Nach Recherche einer Zeitung, der Soziopath hatte schon vorher im Jahr 2010 eine hochschwangere Frau mit Migrationshintergrund misshandelt; mit Babybauch und Kopf gegen das Auto schmerzhaft gedrückt [045]. Sie hatte schreckliche Angst um ihr Baby. Gerade der erste Fall vom Jahr 2o10, blieb uns nachhaltig im Gedächtnis, weil wir eine ganz ähnliche Situation, auch 2013 hatten;

Angestiftet durch Frau Grazyna SMALUCH hatte Siegfried VOGT meine Ehefrau Kinga ohne Rücksicht auf ihren Babybauch brutal an die Wand geschubst, so das sie auf den Boden gefallen war und eine Frühgeburt gehabt hatte (Siehe Abschnitt 1.1.7).

Da uns dieses Schicksal persönlich besonders aufregt, wollten wir den Erlmeier beauftragen.

RA Mark NIBBE war sehr skeptisch und zurückhaltend. Er warnte mich, dass ein solcher Anwalt wie der RA Franz J. Erlmeier wegen der medialen Aufmerksamkeit möglicherweise von den Justizbehörden nicht ernst genommen wird und seine Ansichten keine oder weniger Bedeutung haben werden. Noch dazu behauptete, dass es für uns möglicherweise zu teuer sein könnte, weil solche Anwälte überteuerte Gebühren eintreiben wollen. Und die Pflichtverteidiger sind wirklich gut…

Ein selbstbewusster Anwalt könnte für den Tatplan und die Tatausführung sehr schädlich sein. Später stellt sich heraus: RA Franz J. Erlmeier wollte ja an dem Parteiverrat nicht mitspielen (Siehe Abschnitt 23.4.2). NIBBE bemühte sich sehr, mich zu überzeugen, noch bevor die Anklage erhoben wurde, noch bevor ich überhaupt ernsthaft darüber nachgedacht habe: Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass gegen Kinga tatsächlich Anklage erhoben wird.

Es gibt einen speziellen Grund, warum wir uns für Wahlverteidiger entschieden haben: Es bestehen viele Vorurteile, was einen Pflichtverteidiger anbetrifft. Am häufigsten wird die Meinung vertreten, dass ein Pflichtverteidiger weniger engagiert als der Wahlverteidiger für seinen Mandanten „kämpft“ [327]. Ich hatte vorher noch niemals etwas mit einem Pflichtverteidiger zu tun, aber im Jahr 2013 das Kachelmanns Buch „Recht und Gerechtigkeit“ gelesen hatte. Das Thema Pflichtverteidiger wird von dem Autor nur am Rande erwähnt, trotzdem dieses Buch erweckte in mir eine pessimistische Ansicht. Ich fürchtete, dass ein Pflichtverteidiger könnte als verlängerter Arm [101] der Staatsanwaltschaft gegen uns agieren. Nach meiner persönlichen Erfahrungen mit der Korruption 2009-2011 bei der StA Würzburg und mit den dortigen bedauernswerten Staatsanwälten die einen befangenen Kfz-Sachverständigen beauftragt hatten (Siehe Würzburger Unfug), wollte ich auf sicher gehen (Siehe Abschnitt 7.4).  

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